geben und nehmen
geben und nehmen

Berichte Radgruppe

Aufgrund der Vielzahl der Touren, die häufig auch in der näheren Umgebung stattfinden, wird nicht über jede Tour berichtet.

Mittwoch der 23.09.2020

Erste von..XX.. Haldentouren

 

Pünktlich um 10 Uhr machten sich 5 wackere Radler und Radlerinnen unter der Leitung von Siggi auf den Weg, um ein schon seit längerer Zeit gedanklich geplantes Projekt umzusetzen: Im Laufe der nächsten Jahre möglichst viele Halden in unserer schönen Heimat zu sammeln.

 

Was lag zu Beginn näher, als in unserer Nachbarschaft zu beginnen. Für weitere Informationen haben wir zur jeder Halde einen Link eingefügt. Dort gibt es auch viele schöne Bilder zu sehen.

 

Über die bekannten Zufahrtswege ging es zur Halde Rockelsberg in Rheinhausen, die jetzt dem Landschaftsschutzgebiet Rheinuferpark zugeordnet wird.

Nun galt es die ersten Höhenmeter einzusammeln. Der höchste Punkt der Rockelsberghalde liegt auf der südlichen Erhebung, ist 68,8 Meter über dem Meeresspiegel hoch und überragt die Umgebung um etwa 38 Meter. Die Halde ist noch relativ jung, eine Landmarke ist wohl geplant.

Trotz der leider nicht vorhandenen Weitsicht hatten wir auf allen Halden eine schöne Rundumsicht.

https://www.halden.ruhr/halde-rockelsberg.html  

 

Weiter ging es auf das Gebiet der Stadt Moers zur Halde Rheinpreußen mit dem bekannten Geleucht, dem Ruhrgebiet sein Leuchtturm.

Es ist die größte Grubenlampe der Welt, die tausende Autofahrer auf der Rheinbrücke der A42 von Duisburg kommend täglich erblicken – Das Internet-Lexikon Wikipedia bezeichnet sie sogar als »das größte Montankunstwerk der Welt«.

Die Halde hat eine Grundfläche von ca. 52 ha und eine maximale Höhe von 103,5 Metern über dem Meeresspiegel. Damit überragt sie das Umland um ca. 77 Meter und ist die siebthöchste Halde im Ruhrgebiet.

Wir haben einen guten Blick über die Landschaft nach Duisburg, Bottrop und Kamp-Lintfort.

https://www.halden.ruhr/halde-rheinpreussen.html

 

Wir bleiben auf dem Gebiet von Moers zur Pattberghalde, die wir spontan in Sattelberghalde umgetauft haben. Anscheinend hat Claudia sich einen neuen Sattel verdient, denn der „alte“ Sattel löste sich auf dem Gipfel in seine Bestandteile auf. An eine Weiterfahrt war zunächst nicht zu denken. Aber Achim und Siggi lösten das Phänomen mit vereinten Kräften und die Bastelarbeit hielt bis zum Schluss der Tour.

Die Halde selbst ist eine von drei großen im Nordwesten der Stadt Moers liegenden Bergehalden. Die Halde Pattberg liegt im Vorort Repelen an der Stadtgrenze und dem Autobahnkreuz von Kamp-Lintfort an der A57 und A42. Der höchste Punkt liegt hier auf 85 Metern über dem Meeresspiegel und damit kommen weitere ca. 64 Meter auf unser Konto.

Am höchsten Punkt der Halde Pattberg steht auf einer großen Wiesenfläche, die von Büschen ringsum eingerahmt ist, ein Gipfelkreuz. Von hier hat man durch eine Sichtschneise einen weiten Blick in die andere Richtung nach Duisburg. Der Blick schweift auch über den Rossenrayer See mit dem dahinter befindlichen kubistischen Förderturm "Westpol" der Zeche Rossenray. Auch die Turmspitzen des Klosters Kamp lassen sich ausmachen. @ Siggi: Dort wollen wir auch mal hin.

https://www.halden.ruhr/halde-pattberg.html

 

Für das letzte Etappenziel müssen wir jetzt auf das Gebiet von Neuk.-Vlyn radeln. So erreichen wir die Halde Norddeutschland, genannt: Der sportliche Tausendsassa.

Von der flächenmäßigen Ausdehnung her ist die Halde Norddeutschland mit ca. 90 ha mit Abstand die größte der Bergehalden am Niederrhein und eine der ausgedehntesten im gesamten Ruhrgebiet. In der Höhe wird sie um wenige Meter von der Moerser Halde Rheinpreußen überragt und reicht 74 Meter über der Umgebung hoch auf bis zu 102 m über dem Meeresspiegel.

Unsere Augen schweifen über die umliegenden Städte und viele kleine Dörfer, weite Felder und die Kiesseen bei Rheinberg.  

 

Die Landmarke hier ist das s.g. Hallenhaus. Es handelt sich dabei um eine Stahlkonstruktion, die entfernt an ein übergroßes, etwa 10 Meter hohes Gewächshaus im Garten erinnert und vereinzelt fälschlich, aber auch irgendwie passender, als "Haldenhaus" bezeichnet wird.

Vom Parkplatz an der Geldernschen Straße führt die Himmelstreppe mit 359 Stufen als kürzester Weg auf den Haldengipfel. Viele Sportler unterschiedlicher Disziplinen nutzen die Halde als anspruchsvolles Trainingsgelände. Der Legende nach wurden hier auch die Fußballer von Fortuna Düsseldorf hochgescheucht. Das Ergebnis ist bekannt. (lachender smiley)  

Abends werden die Treppe und auch das Hallenhaus beleuchtet, bieten damit eine besondere Athmosphäre.

https://www.halden.ruhr/halde-norddeutschland.html

 

So, der erste Teil unseres Projektes wurde erfolgreich abgeschlossen. Bisher hatten wir allerdings unsere eigenen Akkus nicht aufgefüllt und eine leichter „Hungerast“ regte sich bei den stolzen Haldenbezwingern.

Da wir jetzt Richtung Orsoy viel durch Gewerbegebiete kamen, war die Nahrungsbeschaffung gar nicht so einfach. Der Zufall führte uns an der Biobäckerei Schomaker,Weserstraße 11 in Neukirchen-Vluyn vorbei. Hier bekamen wir von Kaffee bis zu Kaltgetränken und von Kuchen bis zu warmen Zwiebelkuchen alles, was unser Herz begehrte.

 

So gestärkt konnten wir jetzt auch den restlichen Rückweg meistern. Ein Fotostop musste allerdings noch sein. „Überraschenderweise“ kamen wir in Dong an einer Mühle vorbei, die wir bisher nicht auf dem Schirm hatten. Zur Info ein Auszug von der Seite der Stadt Neukirchen-Vluyn:

Alte Mühle Dong - errichtet 1874

Bei dieser Mühle handelt es sich um eine Turmwindmühle, die bis 1962 in Betrieb war. Nach umfangreicher Sanierung wird die Mühle heute als Wohnhaus und Büro genutzt. Die seit 1987 rekonstruierten Flügel sind funktionsfähig.

Brav lieferten wir den Siggi später an seinem Zuhause ab. 80 Kilometer und zahlreiche Höhenmeter lagen hinter uns. Wir waren wieder einmal tüchtig eingestaubt, reif für eine Grundreinigung. Müde, aber auch stolz auf unsere Leistung endete die Fahrt gegen 18.00 Uhr.

 

Siggi, danke für die Wegweisung und dir und Karin einen schönen Urlaub – wir sehen uns im Oktober wieder.

 

Fazit des Tages: Viele neue Eindrücke, mit dem Wetter haben wir wohl vorerst den letzten schönen Radeltag erwischt, den leichten Niesel kurz vor Schluss hat nur einer als Regen empfunden. Vier Halden sind abgehakt. Laut unserem Haldenführer bleiben nur noch 49 Halden in Reserve. Packen wir es an.   

 

Duisburg, den 23.9.20

Claudia, Elke, Achim, Siegfried und Hans-Peter    

 

19. und 20. September 2020  100 km auf dem Kyllradweg von Weywertz bis Kyllburg

 

8 Radler/innen starteten bei besten Wetterbedingungen am 19.September in belgischen Weywertz ihren zweitägigen Radausflug.

Das sehr gut ausgebaute belgische Radwegenetz mit den vielen Knotenpunkten, verhalf uns schnell den Weg zum Kyllradweg zu finden. Trotzdem haben wir den einen oder anderen Abzweig verpasst, weil wir so sehr in unsere Gespräche vertieft waren, dass der eine oder andere Knotenpunkt glatt übersehen wurde. Das machte aber nichts, weil die Radwege so schön waren, dass wir sie gerne auch zweimal gefahren sind. Eine wunderschöne Blumenwiese auf einer Verfahr-Strecke entschädigte uns dann auch für die Mehr-km.  

Bis zur Grenze und dem Beginn des Kyllradweges folgten wir dem Radweg RAVel45a der sich nahtlos an den Kyllradweg anschloss. In Belgien bemerkten wir eine Besonderheit und zwar waren viele Weiden, Grünflächen mit Heckensträuchern eingefasst, was sicher der Artenvielfalt in der Tierwelt zu Gute kommt.

Bereits in Belgien fuhren wir einige km auf einer alten Bahntrasse die uns schließlich bis nach Stadtkyll führte. Es ging ständig mit einem moderaten Gefälle bergab, sodass wir unsere Akkus fast gänzlich schonen konnten.  Wie es so ist mit Bahntrassen, verlief auch diese viele km geradeaus bzw. schlängelte sich über sanfte Kurven talwärts.  Rechts und links konnten wir die wunderschöne Eifellandschaft bewundern und hielten oft für ein Fotoshooting an.

Ja dann ist noch ein sehr bemerkenswerter steiler Anstieg zur Kronenburg zu erwähnen. Nachdem wir den Kroneburger-See an der Staumauer besichtigt hatten, machten wir uns zum Anstieg auf die Kronenburg mit ihrem mittelalterlichen Ortskern. Ein paar scheinbar ortskundige Anwohner mahnten uns vor der steilen Auffahrt aber das kann uns nicht schocken dachten wir, wir haben ja ein E-Bike! Dass dieser Anstieg uns dann doch alles was wir in den Beinen hatte abverlangte, wussten wir erst als wir oben angekommen waren. Siegfried hatte eine Steigungsprozentanzeige an seinem Bike, sie zeigte öfter eine Steigung von 15% und zwischenzeitig eine von 18% an. Da alle Teilnehmer geübte Radler/innen waren, schafften wir diese unerwartete schwere Aufgabe aber mit Bravour. Fast zur Nebensache wurde der wunderschöne historische Ortskern innerhalb des Burgareals und die grandiose Aussicht von der Burgruine ins Kylltal. Wir genossen dann alles um uns herum und auch die Leckereien am Burgkiosk.

Mit dem Hotel in Stadtkyll und seinem Wirt bzw. Wirtin waren alle sehr zufrieden. Die Zimmer, das Essen am Abend, passten hervorragen zum Abschluss eines gelungenen Tages.

Der nächste Tag begann schon früh mit organisatorischen Überlegungen über die Autoverschiebungen zum Zielort und zurück. Unerwartet wies unser Wirt uns darauf hin, dass auch am Sonntag der Zug entlang der Kylltalstrecke fährt. Das war natürlich die beste Lösung die wir dankbar aufgriffen. Die Lehre daraus: ‚Das Gute liegt oft näher als man glaubt‘.

Der zweite Teil des Kylltalradweges hatte eine völlig andere Struktur. Es gab keine Bahntrasse mehr der wir folgen mussten, sondern es ging unerwartet auf und ab, auch schon mal mit kurzen 15-18%-igen Steigungen. Dennoch war die Strecke an der kurvigen Kyll entlang, sehr abwechslungsreich, einige fanden sie sogar noch schöner als die tags zuvor gefahrene. Unser Ziel war ursprünglich der Ort Kyllburg dem wir auch bis auf 4 km nahe kamen. Ein ehemaliges Kloster jetzt Exezitienhaus kurz vor Kyllburg erregte unser Interesse und es ergab sich, dass wir gerade recht zur Mittagszeit dort ankamen. Dort ließen wir uns von netten Kellnerinnen des Klosters bewirten und genossen das schöne Ambiente, das Essen und das tolle Wetter. Gratis zur netten Bewirtung bekamen wir den Hinweis, dass der in den Wegbeschreibungen beschriebene, sehr sehenswerte historische Stadtkern des Ortes Kyllburg gar nicht so sehenswert sei wie beschrieben. Somit hatte sich die Weiterfahrt dorthin dann auch erledigt, zudem hatten wir auch schon 50 km abgespult und waren mit unserer Tagesleistung zufrieden. Die Rückfahrt mit dem Zug war leider nicht so schön, weil der Zug so proppevoll mit Rädern gestellt war, dass wir unsere guten Stücke festhalten mussten und an einen ein Sitzplatz nicht zu denken war.

Fazit dieser 2 Tage: Wir haben eine wunderschöne Landschaft bei bestem Wetter erleben dürfen und wir hatten eine schöne Zeit miteinander. Es war einfach genial!

Siegfried

16. September 2020 Tour nach Wesel mit der Möglichkeit die Rückfahrt mit Hilfe der DB ggf. jederzeit zu verkürzen

 

Originalzitat Siggi: „Wer sich diese Tour zutraut wird wunderschöne Landschaften erleben. Bei dem angesagten Wetter wird es fantastisch werden.“ Also mit Verlaub lieber Siggi und bei allem Respekt, dass wird man ja mal sagen dürfen - Es wurde noch viel schöner.

 

Bei der Tour de France fand am Mittwoch die 17. Etappe als sogenannte Königsetappe von Grenoble über den Cole de Madeleine zum Col de la Loze statt.

Dass war dann auch später die Motivation der drei Radler (Siggi, Elke und Hans-Peter), die sich zum, temperaturbedingt, vorgezogenen Start um 9 Uhr trafen. Heute sollte es unsere Königsetappe und damit die längste Tour des Jahres werden.

Zu Beginn sammelten wir das von Siggi vergessene Handy bei ihm zu Hause ein, dann ging es aber los durch den Rheinpark und über die Brücke der Solidarität, linksrheinisch Richtung Wesel.

In Homberg wird der Uferweg immer noch saniert, ein illegales Durchmogeln durch die Baustelle, wie wir es sonst schon mal geschafft hatten, wäre nur schwierig möglich, gewesen, was der Berichterstatter auf seinem Rückweg auch zu spüren bekam.

Ein alter Myriameterstein wies uns darauf hin, dass es von hier aus nur noch 610 Kilometer bis nach Basel sind, aber das brachte uns jetzt auch nicht so richtig weiter. Die Hochwassermarkierung von 1926 zeigt uns heute, wie sich der Rhein in vergangenen Zeiten ausbreiten konnte.

In Orsoy setzten wir dann mit der Fähre nach Walsum über. Durch diese Planung haben wir uns die ab Alsumer Berg nicht mehr so schöne Fahrt durch das Industriegebiet zur Walsumer Rheinaue erspart, welche wir anschließend durchquerten.

Am Ende der Aue wartete die Emschermündung auf uns und wir freuen uns schon darauf, wenn auch dieses Teilstück renaturisiert wird. Vögel waren bisher nur wenige zu beobachten, aber das sollte sich im weiteren Verlauf noch ändern.

In Götterswickerhamm war es zu einer Einkehr in den wunderschönen Biergarten leider noch zu früh und so ging es weiter zu dem einzigen „Gipfelkreuz“ auf dem gesammten Rheindeich und einem weiteren Fotostop.

Dieses Kreuz und der Ort, gelegen zwischen Mehr,Ork- und Gest, erinnern an die Rheinquerung der Alliierten im März 1945, mit denen auch Winston Churchill das rechtsrheinische Ufer betrat.

Jetzt näherten wir uns der Lippe Mündung und damit auch der Vogelwelt. Mindestens 8 Störche ließen sich zu unserer Freude blicken. Leider ließ das diffuse Licht keine besseren Aufnahmen zu.

Wesel ließen wir danach rechts liegen und querten erneut den Rhein. Um zu beweisen, dass wir auch Genusstouren können kehrten wir im Restaurant „Wacht am Rhein“ in Büderich ein. Auf der wunderschönen Sonnenterrasse versorgte uns Herr Reeh mit verschiedenen Köstlichkeiten und kaltem Benediktiner Weissbier.

 Jetzt wird es im Nachhinein lustig:

Gemütlich und völlig entspannt, die Akkus waren auch ohne nachladen noch auskömmlich gefüllt, fuhren wir zum Orsoyer-Rheinbogen. Hier wurde dann noch der einzige Kiesbagger geknipst und dann passierte etwas, was hinterher keiner von uns rational erklären konnte und was uns wahrscheinlich auch in diesem Jahrhundert nicht mehr passieren wird. Die stets sehr homogene Dreiergruppe sprengte sich.

Bei der Abfahrt vom Rheindeich benutzten Elke und Siggi die reguläre Abfahrt, während der Schreiber, also ich, unbedingt meinte, quer zum Rheindeich über die Böschung abkürzen zu müssen.

Während ich nun gemütlich Richtung Ziel weiter radelte und die zwei anderen in meinem Rücken wähnte, warteten diese am Fuße des Rheindeichs, dass ich endlich vom Deich herunterkomme. Meine wilde Abfahrt hatten sie nicht mitbekommen.

So hatten wir uns wenigstens schon mal aus den Augen verloren. Dann suchte jeder an seinem Standort herum, aber wahrscheinlich sind wir uns sehr geschickt aus dem Weg gefahren. Hätte ich mal meinen alten Knochen (manche sagen Handy) mitgenommen. Der wäre dann aber wahrscheinlich nicht aufgeladen gewesen. Wie sich später herausstellt war Elkes Handy auch stumm geschaltet.

Da ich Elke ja in den allerbesten Händen wusste, machte ich mich alleine Richtung Wedau auf, wo ich mein Ziel gegen 17 Uhr erreichte.

Als Elke dann allerdings nicht an ihr Handy ging, machte ich mir dann doch langsam Sorgen. Handy stumm, siehe oben. 20 Minuten später tauchten Elke und Siggi auf. Elke hatte noch Restakku für einen Kilometer. Da wird sie unterwegs ganz schön geschwitzt haben.

Endlich erlöst, aber müde, völlig eingestaubt, aber jetzt wieder entspannt und sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Fazit: Ende gut, alles gut. Es war nicht so heiß wie erwartet. Der Wind kam für uns gefühlt aus allen Richtungen. Unsere Königsetappe hatte zwar keine 170 Kilometer wie die richtige Tour, aber über 100 Kilometer hatten wir auch auf dem Tacho.

Für die nächste Tour habe ich „meinen Knochen aufgeladen“ und sie Nummer von Siggi abgespeichert.

 

Hans-Peter Kunst

15.09.2020 Genusstour mit Manfred vom Emmerich nach Rheinberg

 

5 Netzwerkradler trafen sich am Bahnhof DU-Buchholz. Nach Umstieg am Duisburger HBF erreichten wir gegen 10Uhr Emmerich.

 

Zuerst ging es an die schöne Emmericher Rheinpromenade, wo wir einen zweiten Morgenkaffee genossen. Danach fuhren wir teils am Rhein entlang und über schöne Feldwege nach Kalkar, wo wir im Brauhaus Kalkarer Mühle unsere Mittagsrast einlegten.

 

Weiter ging es dann (mit einigen Trinkpausen, Adolf’s Fahrradthermometer zeigte stolze 38,6 Grad) Richtung Xanten. Wobei an der Xantener Nord- und Südsee genossen wir dann bei Eis und Kaltgetränken „Urlaubsfeeling“ im  Cafe Plaza del Mar.

 

Danach fuhren wir durch die Bislicher Insel und dann auf dem Rheinradweg vorbei an Büderich wieder Richtung Rheinberg. Inzwischen hatte es sich auf angenehme (LoL) 32 Grad abgekühlt. Den Nackenschmerzen von Manfred konnte bei einer Rast dank Ursels Mobilat (darf ich das schreiben, oder ist das Schleichwerbung?) abgeholfen werden. Und wie das immer so ist, blieb uns auch diesmal die Überraschung einer Sperrung nicht erspart. Auf dem Rheinuferweg war plötzlich Schluss - Baustelle. Da aber das Ende dieser gut zu überblicken war, machten wir uns auf dem sandigen Weg durch diese. Nach Wegrücken des Bauzauns standen wir nun wieder auf dem Rheinradweg. Toll, hätten wir nicht in einiger Entfernung ein auf dem Weg stehendes Polizeifahrzeug  erspäht, das irgendwie auf solche wie uns zu warten schien. Nach kurzer Diskussion, ob wir denen in die Arme fahren sollen, entschieden wir uns für „vielleicht besser nicht“. Also zurück durch die Baustelle und den Umweg in Kauf genommen.

 

Durch den Zeitverlust mussten wir die letzten KM kräftig in die Pedale treten, um unseren Zug zurück zum Duisburg HBF um 20:17 Uhr zu erreichen. Gefahren waren wir etwa 72 km. Dieser war pünktlich und trotz Gleiswechsel (war knapp) konnten alle 5 Radler dann in die S1 nach Buchholz einsteigen.

 

Kurz nach 21:00 Uhr waren wir dann wieder zurück. Wegen der Hitze total geschafft, aber der einhelligen Meinung, dass es eine sehr schöne Tour war. 

 

Petra

 

11 September 2020 Genussradeln mit Manfred vom östlichen zum westlichen Ruhrgebiet

 

Strecke: Haltern – Feldhausen – Gladbeck – Borbeck/Essen – Mülheim/R. – Duisburg.

GPS – Km:        85,1 (ohne individueller Anfahrt)

Höhenmeter:     375

Max. Steigung: 10 %

 

Frühmorgens trafen sich 9 Radler*innen mit ihren Rädern (7 Räder mit E- Antrieb, 2 ohne E-Unterstützung) im Duisburger Süden, um das vorausgesagte schöne Wetter mit Sonnenschein und Temperaturen bis zu 23 Grad C auf dem Rad zu genießen.

Zügig radelten wir über bekannte Waldwege zum Bahnhof Duisburg. In Erwartung eines besonders schönen Raderlebnisses empfanden wir die komplikationslose Bahnfahrt als angenehm.

Pünktlich um 10.11h hielt der RE im Bhf. Haltern. Dann sahen wir das high light des Tages: Das Verlassen des Bahnhofes war nur über eine -nicht gerade vertrauenserweckende- Behelfsbrücke aus Aluminium möglich. Das bedeutete für uns, alle Räder mussten über 47 Stufen steil nach oben und auf der anderen Seite steil nach unten über die 47 Stufen getragen werden. Wir waren sprachlos, frustriert bis leicht geschockt. Für uns nicht machbar. Aber die DB als Dienstleistender hatte vorgesorgt: Vier kräftige Arbeiter trugen die Räder über die Brücke auf die andere Seite. Uns blieb nicht verborgen, dass unsere Helfer in der Not schwitzten und etwas schwerer atmeten. Wir hatten den Eindruck, sie waren von dieser Art Arbeit nicht begeistert.

 

Bei Kamps im Bahnhof Haltern legten wir eine kurze Kaffee- und Toilettenpause ein und bewunderten eine „DB Fahrrad Reparatur Station“ sowie eine kostenfreie abschließbare Fahrrad-Schließ-Anlage. Die Rep. Station (eine Art zu öffnender Schrank aus Metall) enthielt alles, was ein Radler im Notfall benötigt. Nebenan ein Schlauchautomat und eine Aufladestation für E-Bikes. Alles perfekt.

Bevor wir los radelten, sahen wir uns die abzuradelnde Strecke auf einer Radkarte an: ADFC Regionalkarte, BVA, radrevier.ruhrWest, 1:50.000.

Der geplante Track verlief durch viel grüne Landschaft, vorbei am Wesel-Dattel-Kanal sowie Lippe und interessante geografische Besonderheiten. Offensichtlich hatte unser Genussradler Manfred eine Streckenführung zum mitradeln vorgesehen, die ihm bei der Ausarbeitung bis ins Detail viel Mühe u. Zeit gekostet haben muss.

 

Nun war es soweit, es ging los. Wir radelten Rtg. Dorsten. Z.T. entlang der Lippe, des Wesel-Dattel-Kanals, manchmal auf der Römer-Lippe-Route und der Römer-Lippe-Nebenroute. Hin und wieder kamen wir bei kurzen, aber nicht minder kräftigen Anstiegen, aus der Puste. Belohnt wurden wir durch Blicke über wunderbar anzuschauende Waldgebiete. In der Ferne waren Silhouetten von Zechen und Industrienanlagen zu erkennen. Ein Zeichen, das wir uns am östlichen Rand des Ruhrgebietes befanden und wir immer weiter ins Herz des Ruhrgebietes vorrückten. Mit dem Rad bezwungene Erhebungen dienten uns auch als Aussichtspunkte für Blicke ins Auenland der Lippe. Es ist ein Naturschutzgebiet und dient als Lebensraum für bedrohte Tierarten und Rückhalteraum für Hochwasser. Für uns als radelnde Gäste strahlte die Landschaft mit ihrer Weite eine beschauliche Ruhe aus. Aus der Vogelperspektive ein echter Hingucker. Wohltuend. Wer diese Atmosphäre intensiver genießen möchte, kann die Fahrradtour „Lippeauen-Schleife“ im Rahmen der Römer-Lippe-Route nachfahren. Die GPX-Daten dazu sind im  Internet abrufbar.

 

Anmerkung:

Von Haltern bis Dorsten erwies sich die Streckenführung in mehreren Fällen als relativ kompliziert. Ausgewiesene Wege waren teilweise gesperrt, Brücken konnten nicht benutzt werden oder Strecken hatte man kurzfristig verlegt.

Umstände, die zu einer zeitlichen und kilometermäßigen Verlängerung der Radtour führten.

 

An Dorsten und dem Freizeitpark Movie World ging es vorbei zum Gasthof Berger, Bottrop-Kirchhellen, Nähe Bhf., Feldhausen. Dort legten wir nach etwa 42 Km von 13.30 bis 15.00h unsere Mittagspause ein. Der Gasthof liegt im Norden von Bottrop, umringt von einem Naherholungsgebiet. Wir gönnten uns im Biergarten bei sehr angenehmer Atmosphäre ein exklusives 3-Gang-Menü. Der Biergarten mit Rosen und div. anderen Blumen u. Pflanzen war eine Blütenpracht. Eine Oase zum Verweilen. Entsprechend gut war die Stimmung in der Gruppe. Wir trafen auf eine „heile Welt“. Nachmittags wird das Restaurant zum Cafe mit Kuchen, Torten und anderen Köstlichkeiten aus hauseigener Konditorei. Die Leckereien in der Glasvitrine sahen wir uns genüsslich an, ahnten, wie köstlich sie schmecken würden. Leider hatten unsere Bäuche nach dem üppigen Menü keinen Platz mehr dafür. Mit dem Gedanken, etwas versäumt zu haben, verließen wir das Landhaus und weiter ging’s.

 

Unsere Tour führte uns wieder durch viel Wald und Feld, vorbei an gepflegten Parks mit Wasserspielen und einladenden Cafes. Gg. 15.40h erreichten wir das Wasserschloß Wittringen. Im Biergarten erholten wir uns mit einem Kaffee und setzten unsere Fahrt nach einer halben Stunde fort. In Erinnerung blieben der schöne Anblick des Schlosses mit Biergarten und der mit Blumen eingerahmte Schloßteich.

 

Nach insges. 57 Km erreichten wir das Borbecker Brauhaus Dampfe. An einem Tisch im Biergarten löschten wir unseren Durst mit den dort selbstgebrauten Bieren. Im Brauhausbiergarten ist „jeden Tag etwas los“. Über das ganze Jahr finden dort Veranstaltungen statt. Bei unserem Besuch fand zwar keine Veranstaltung statt, aber dennoch war „die Hölle los“ (Stimmenwirrwarr).

 

Für die Weiterfahrt nutzten wir eine in der Nähe liegende Trasse, die später Rtg. Mülheim/R. in den RS1 überging. Das Radeln auf dem RS1 bei 20 Grad C, Sonnenschein und einem Gefälle zw. 2 und 2,5 war ein Genuss.

Adolf Friedrich

Mittwoch 9.9.20 Radtour ins Hüglige 

 

Ca. 65 km und einige Höhenmeter standen an. 6 Radler/innen nahmen die anstrengende Tour in Angriff. 

Wir wollten zum Segel-Flugplatz Meiersberg um von dort aus ins Schwarzbachtal zu fahren. Leider, spielte mir dieses Mal die Erinnerung drei Streiche. Wir verpassten den Flugplatz, einmal landeten wir in einer Sackgasse und einmal rettete uns erst ein ortskundiges Radler-Ehepaar vor einer weiteren Irrfahrt. Sie schickten uns den Berg wieder hinauf, den wir gerade heruntergefahren sind. Wir nahmen es sportlich und haben es dann doch noch geschafft, den anvisierten Golfplatz oberhalb des Schwarzbachtals zu finden. Er muss einer der schönsten Golfplätze in dieser Gegend sein, denn die hüglige Landschaft war traumhaft. 

Schließlich rasteten wir kurz an einem Bauernladen der ein riesiges Sortiment an Kürbissen vor seinem Laden aufgebaut hatte. Da ich noch einen Termin wahrnehmen musste, legte ich ein ziemlich hohes Tempo vor, welches aber ohne Murren akzeptiert wurden. Die letztlich 62 km und ca. 600 Höhenmeter legten wir dann auch mit einem Schnitt von 19 km/h zurück. Über Ratingen ging es wieder am Angerbachtal, über Lintorf und schließlich entlang der 6-Seenplatte heimwärts.

Diese Tour werde ich noch einmal anbieten, dann aber ohne Verfahrer und mit mehr Zeit in Gepäck, versprochen!

 

Siegfried Enge

Mittwoch 2.9.2020 Fahrt nach Velbert

 

Bei bestem Radfahrwetter trafen sich erstaunlicherweise 8 Radler/innen zu einem Radausflug der uns nach Velbert führen sollte. Da Velbert bekanntermaßen nicht im Flachland liegt, waren einige Höhenmeter zu erwarten. Entweder ein voller Akku oder gute durchtrainierte Waden waren Voraussetzung für eine entspannte Fahrt. 

Gut 65 km und 570 Höhenmeter standen am Ende auf unserem Tacho. 

Wiedermal stellten wir fest, wie schön es in unserer unmittelbaren Umgebung ist. Das Bergische Land gehört ohne Zweifel mit zu den schönsten und landschaftlich abwechslungsreichsten Landstrichen die wir mit unseren Rädern noch ohne große Probleme erreichen können. Ich werde aus diesem Grunde in naher Zukunft weitere Fahrten in diese Richtung anbieten.

Hier kurz die markanten Orte die wir auf unserer Tour durchfahren haben: 

Die Strecke bis zum Esel bzw. Kettwig kennt ja fast jeder/jede. Von Kettwig aus fuhren wir den Radweg an der Ruhr entlang bis Essen-Werden, dann ein kurzes Stück zurück an der Ruhr bis zum Einstieg in den Aufstieg zur Ruhrlandklinik, Kennern auch bekannt als Pauline, von dort ging es steil wieder bergab und wieder bergauf bis wir schließlich in Velbert auf den Panoramaradweg einschwenken konnten. Unsere erste dringend benötigte Rast machten wir nach 37 km in einem Radler Gasthof. Dieters Akku hatte dringend eine Aufladung nötig. Zum Glück hatte Elke ihr Ladegerät eingepackt, wodurch die Fahrt für Dieter nun auch wieder entspannt weitergehen konnte. Den Panoramaradweg folgten wir abwärts bis kurz vor Hösel, um dann durch Feld und Wald bald wieder in uns bekanntes Terrain zu gelangen. 

Einhellige Meinung: Es war ein schöner Radausflug, auch wenn die Berge uns und unseren Akkus einiges abverlangt haben.

 

Siegfried Enge

01.09.2020 Klostertour - Genussradeln mit Manfred 

 

6 „Genussradler“  trafen sich am Buchholzer Bahnhof zur „spirituellen“ Klostertour. In Dormagen angekommen ging es durch Waldwege zum Kloster Knechtsteden. Der kleine Umweg über ein Wildgehege wurde uns wegen der „afrikanischen Schweinepest“ verwehrt. Wir standen vor verschlossenen Toren. 

Pünktlich nach Plan gegen 11:00h am Kloster Knechtsteden angekommen (endlich einen zweiten Morgenkaffee) folgte die Enttäuschung. Das Cafe öffnete erst um 12:00 Uhr, obwohl Manfred mit dem Geschäftsführer telefonierte hatte, der Öffnung um 11:00h avisiert hatte. Dann also zuerst Klosterbesichtigung. Nach Besichtigung der Basilika, Besuch im Klosterladen etc. war das Cafe auch um 12:00h noch geschlossen. Dann eben nicht. 

Etwas frustriert machen wir uns über den „Strategischen Bahndamm“, der auf eine bewegte Vergangenheit zurückblickt (und trotz Manfred’s unheilvoller Ankündigung ganz gut zu befahren war) und Hülchrath auf zum Kloster Langwaden, wo uns köstliche Reibekuchen erwarteten. Die Wirtin erzähle uns, das im Kloster Langwaden Männer in Kost und Logie (gegen Mitarbeit) aufgenommen werden. Manfred war sehr interessiert, aber nach dem Hinweis, das die Mönche bereits um 04:00 am Morgen aufstehen, war das Thema erledigt. 

Danach ging es über Waldwege zum Nikolauskloster (Pause an der Lourdes-Grotte, sehr gut (nuja im Kleinformat, war mal beim Original in Lourdes) nachgebaut zum idyllischen gelegenen Nikolauskloster. Einkehr war hier leider nicht möglich (Corona-begingt nur Fr-SO geöffnet). Die Pause haben wir beim Rittergut Birkhof im Cafe Zum Tulpenfeld bei leckerem Pflaumenkuchen (natürlich mit Sahne) nachgeholt. Mit den unzähligen Wespen sind wir irgendwie fertig geworden.

Über Meerbusch und Langst nahmen wir die Fähre nach Kaiserswerth. Nach etwa 77 km waren wir dann wieder im Duisburger Süden.

 

Petra

27.8.2020 Genussradeln mit Manfred auf der

 

Balkantrasse

 

Am Bahnhof Buchholz trafen sich 5 Netzwerkradler bei stark bewölktem Himmel. Trotz Bedenken wegen des Sturms am Vortag war die S1 nach Solingen pünktlich und unser Anschlusszug nach Lennep hatte (pünktliche) 10 Minuten Verspätung. 

 

Angekommen in Lennep ging es über die schöne (immer bergab) Balkantrasse nach Wermelskirchen zur Landbäckerei Bauer, wo wir uns mit einem Frühstück stärkten. Danach ging es weiter zur idyllischen Diepentalsperre. Warum das Wasser grün ist, konnte nicht geklärt werden. 

 

An der Wupper entlang erreichten wir dann mittags das Eiscafe San Remo in Leichlingen. In unmittelbarer Nähe befanden sich auch ein Döner-Laden sowie eine Pizzeria, so dass jeden auf seine kulinarischen Kosten kam. Hier zeigte sich dann auch endlich die Sonne, so dass alle Jacken in den Packtaschen verschwanden.

 

Danach ging es durch die blühende Ohligser Heide an Hilden und dem Elbsee vorbei in den Düsseldorfer Süden, wo wir eine weitere Eispause einlegten. Die Entscheidung, ob wir vom Flughafen DUS mit dem Zug zurückfahren oder bis Duisburg radeln, wurde auf Ankunft am Erholungspark Volkardey verschoben. Am Grünen See entschieden wir uns dann, bis Duisburg zu radeln.

 

Über Lintorf und Angermund erreichen wir nach etwa 78km nach wieder den Duisburger Süden.

 

Gruß Petra

 

17.Aug bis 21. Aug 2020 mehrtägige Radtour in Nordhorns Umgebung

 

Was lange geplant wurde, wurde auch wirklich gut.

12 Netzwerkradler erkundeten von Nordhorn aus die Grafschaft Bentheim und das nahegelegene holländische Umland.

Mit einer Einführungsradtour haben wir uns erst einmal die 55000 Einwohner Stadt Nordhorn an der Vechte mit ihren vielen Kanälen und dem Vechte-See und das Kloster Frenwegen erschlossen.

In den nächsten Tagen lernten wir das Künstlerdorf Oorthmasum, Hügelgräber, Herrenhaus & Gärten mit Wassermühle in Singraven, die um 1200 erstmals erwähne die St.-Nikolaus-Kirche in Denekamp sowie viele schöne nach Nordhorn führende Kanäle, unter anderem den für den Transport des Bentheimer Sandsteins wichtigen Amelo-Nordhorn Kanal, kennen.

Besonders überrascht waren wir von den großen wunderschönen Heideflächen in den holländischen Naturschutzgebieten Bergvennen und Het Springdalen und der hügeligen Landschaft rund um Uelzen.

Wer das Verwaltungszentrum der Grafschaft Bentheim, Nordhorn, besucht, hat natürlich auch die Pflicht, dem Grafen in seinem Schloss in Bad Bentheim seine Aufwartung zu machen. Der sind wir mit einem Erfrischungsgetränk am Fuße des Schlosses und einer Flick- und Bastelstunde nachgekommen. Auf dem Rückweg haben wir noch in Schüttorf vorbeigeschaut bevor wir im Vechtetal bei Brandlechte nahe der Heidelandschaft Tillberge im Bauernhof Café Hanenhüske uns haben bei Hühnern niedergelassen haben. Bei belgischem Bier, selbstgemachter „Durstlöscher“ Limonade, Kaffee und Kuchen bettelten freilaufende braune Bauernhof Café-Hühner um Reste einer Waffel oder Kuchenreste.

Im Hotel Bonke wurden dann die am Tag verbrauchten Energiereserven mit einem überreichlichen Nahrungsangebot sowie mehreren Biersorten und sonstigen Kaltgetränken wieder aufgefüllt. Bei insgesamt 180 Km geradalter Strecke bedurfte es abends einige gemütliche Stunden, um wieder fit für den nächsten Tag zu werden. Geschlafen werden konnte, bis der Hahn im Hotelgarten krähte.

Eine wunderschöne Tour ist nun zu Ende.

Reinhold Pollmann

19.8.20 Mittwochstour  Erkundungsfahrt

 

Der Mittwoch bot bestes Radfahrwetter um eine längere Tour zu unternehmen. Hexenschuss, Unpässlichkeit, Urlaub, Corona und letztlich auch die Fahrt einiger Radfahrer des Netzwerkes nach Nordhorn waren die Gründe dafür, dass ich dieses Mal alleine auf Tour ging.

Das bereitete mir aber wenig Verdruss, da ich gerne alleine Erkundungsfahrten unternehme. Ich war 3,5 Std unterwegs, habe 69 schöne Rad-km und 480 Höhenmeter hinter mich gebracht.

Es war alles dabei: Flusslandschaften, Berge, wunderschöne Feld und Wiesenlandschaften und ein kräftiger ‚Verfahrer‘ der mich nach ca. 2km hügliger Schotterpiste vor die Entscheidung stellte: entweder wieder zurückzufahren oder einen noch holprigeren Waldweg mit 18% Steigung zu bewältigen. Ich habe mich für Letzteres entschieden und stellet sehr zufrieden fest, dass meine Entscheidung ein E-Bike zu kaufen, goldrichtig war. Trotzdem musste ich alles geben um oben anzukommen. Es war im Übrigen ein Weg im Angerbachtal. Der sollte möglichst in Zukunft nicht mehr befahren werden, weil eine kleine Brücke wegen Einsturzgefahr gesperrt war und es kein Drumherum gibt.

Auf meiner Tour habe ich einige mir fast entfallene Strecken wiederentdeckt, die ich gerne mit Euch einmal nachfahren möchte. Somit war die Tour nicht nur schön, sondern auch lehrreich.

Siegfried  

 

12.August 2020 Bericht über eine Radtour am Mittwoch durch viele Wald-und Bachlandschaften.

 

Bei vorhergesagten 33°C Radfahren, geht’s noch? Ja es ging!

Hans-Peter, Elke und ich haben es ausprobiert und waren froh, diesen Test gemacht zu haben. Die Tour führte uns dieses Mal durch viele Wald-und Bachlandschaften. Die Bäume der Wälder gaben uns lange Zeit Schatten, sodass wir die Hitze fast gar nicht spürten. Im Flussbereich des Angerbachtals kühlte sich die Luft sogar so stark ab, dass wir gar nicht glauben konnten, dass wir es mit einem Hochsommertag um die 33°C zu tun hatten.

Schon nach ca. 1 Std Fahrzeit erreichten wir das Restaurant am Auerbach. Nach kurzer Überlegung hier die erste Rast zu machen, fuhren wir dann doch weiter, weil wir noch fit genug waren um uns noch eine weitere Radstunde zuzumuten. Am wunderschön sich schlängelnden Angerbach entlang, fuhren wir weiter und weiter bis wir schließlich an der Hofermühle auskamen um von dort aus noch einmal ins schöne Angertal abzubiegen. Wir kamen schließlich oberhalb von Heiligenhaus aus, und fuhren dann über die lange abschüssige Ruhrtalstraße bis nach Kettwig, wo wir dann unsere verdiente Pause in einer Eisdiele machten. Ein kurzes Stück mussten wir zurückfahren um den Einstieg in den Aufstieg des Breitscheider Berges über den Höseler-Weg zu erreichen. Er verlangte uns dann noch einmal die vermeintlich letzten Reserven unseres Akkus ab, doch es blieb noch genug Schubkraft für die restliche Strecke, die uns dann über Ratingen-Lintorf wieder nach Hause führte.

Nach 65 km und 435 Höhenmetern war dann unsere Tour zu Ende, nein für Hans-Peter und Elke noch nicht, die mussten noch Blumen gießen auf dem Friedhof in Huckingen und dann wieder zurück nach Wedau fahren.

Fazit: Es geht, auch bei 33°C im Schatten!

Siegfried Enge

5. August 2020  Radtour nach  Düsseldorf mit vielen interesaanten Zwischenstops

 

4 Radler und 2 Radlerinnen machten sich nahezu pünktlich um 10 Uhr auf den warmen Weg Richtung "dem Dorf am Rhein" auf.

 Die Vorankündigung der Tour beinhaltet  schon eine eine ausführliche Beschreibung.

 

Um die 6-Seenplatte fuhren wir nach Rahm und dort über die Bahn Richtung Wittlaer und Kaiserswerth. Weiter entlang der Kaiserpfalz am Rhein entlang bis nach Pempelfort.

 

In Kaiserswerth kamen wir am Mittwochsmarkt vorbei.

 

In Pempelfort schauten wir am bekannten Bauernmarkt vorbei.

 

Weiter ging es am ERGO Turm vorbei und über den Ehrenhof. Wir streiften die Tonhalle und fuhren durch den Hofgarten zur Großbaustelle Kö-Bogen II und dem neuen Wahrzeichen von D'dorf, dem Ingenhofen Tal. Die einmalige begrünte Fassade ist jetzt weitgehend fertig, der Innenausbau ist in vollem Gange.

 

Weiter querten wir die Kö und gelangten hinter dem Carsch-Haus in die Düsseldorfer Altstadt. 

 

Vielen Düsseldorfer Altbieren sagt man ja nach, dass erst das fünfte Bier schmeckt, aber wir müssen ja noch fahren. Im Schlüssel schmoeckte schon das erste Bierken.

Der urige Schlüssel liegt direkt gegenüber der Neanderkirche. In Zeiten der Krise halten hier alle zusammen und der Schlüssel darf den Vorplatz der Kirche als Biergarten mit nutzen. 

 

Zurück ging es dann an den beiden derzeitigen Corona Hotspotts vorbei, die zzt. überall in der Presse auftauchen. 

 

Wir radelten weiter nach Kaiserswerth, 

 

.Mit den Eiscafe Lido am Kaiserswerther markt begann die Geschichte der Lido Gastronomie und seit 1960 existiert es heute immer noch. Die alte Dame – viele Düsseldorfer kennen sie – steht immer noch selbst an der Theke! Das Eiscafé Lido findet ihr direkt am Kaiserswerther Markt und nur wenige Schritte vom Rhein entfernt. 

 

Die Radler waren überrascht wie komfortabel und ohne viel Autoverkehr es sich in die Altstadt des Dorfes radeln lässt. Wer jetzt seit einiger Zeit nicht mehr in Düsseldorf war staunte über die baulichen Veränderungen, die auch in Deutschland tatsächlich noch möglich sind. Den Duisburger Entscheidern sei Anschauungsunterricht empfolen. Allerdings ist auch hier längst nicht alles Gold,....

 Die Zwischenstopps im Schüssel mit Altbierprobe, Mett und Gouda Röggelchen (Halver Hahn) und in der Eisdiele in Kaiserswerth sind als fotografischer Beweis beigefügt.

Ab Kaiserswerth ging es über Kalkum und Angermund, fast bis nach Lintorf und zurück zur 6-Seen Platte, wo sich die Gruppe, nach fast immer harmonischer Fahrt und ca. 60 Kilometern auflöste. 

 

Hans Peter Kunst

31. Juli 2020  Radtour zur Balkantrasse, die aber zum Heesenhof führte.

 

Heute machten sich sage und schreibe 10 Genussradler auf den Weg zur Balkantrasse, obwohl satte 36 Grad Wettertemperatur angesagt waren. Leider stand der Tag unter keinem guten Stern. An diesem Tag galt mehr für uns "Doch mit des Geschickes Mächten ist kein ewiger Bund zu flechten" oder „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“.

Als Erstes hatte die S 1 am Buchholzer Bhf. 30 Minuten Verspätung. Danach war die Rede von einer Polizeimaßnahme, deren Hintergrund ein Sprengstofffund sein sollte. Jedenfalls waren alle Züge so durcheinandergewürfelt, dass kein Zug mehr fuhr. Ein Lokführer hatte sogar das Problem, sich mit seinem Zug in Luft aufzulösen.

Die ersten Radler verabschiedeten sich nun von uns. Da wir aber doch noch eine Radtour durchführen wollten, entschlossen sich nun 7 Radler zum Krauthaus Heesenhof bei Rheinberg zu fahren. Nach einer kurzen Kaffeepause in der Landbäckerei Baerler Mühle erreichten wir dann das Krauthaus Heesenhof.

Die umgebaute Zuckerrübenkrautfabrik, genannt Krauthaus, in der 125 Jahre lang Kraut gekocht wurde, dient heute als gemütliches Café/Restaurant mit Biergarten, Dachterrasse und Hofladen. Hier wurden wir freundlich begrüßt und auch gut mit allem versorgt, was für unsere umfangreiche Pause notwendig war.

Anschließend ging es zur Rheinfähre Orsoy-Walsum. Seit 360 Jahren gibt es diese Fährverbindung über den Rhein im Bereich Walsum.

Anfangs wurde die Fähre von einem Pferd und bis zu sechs Fährknechten gegen die Fließströmung über den Fluss gezogen. Die Überfahrt dauerte damals zwischen einer halben und einer ganzen Stunde.

Auf der anderen Rheinseite erreichten wir schnell die HOAG-Trasse. Die HOAG-Trasse ist eine zu einem Radweg umgebaute Güterverkehrsstrecke zwischen den Städten Duisburg und Oberhausen.

Nach fünfjähriger Bauzeit durch den Regionalverband Ruhr wurde der kombinierte Rad- und Wanderweg im Mai 2007 der Öffentlichkeit übergeben. Als Wegweiser des Radwegs dienen überdimensionale, etwa 1,50 Meter hohe farbige Spielfiguren.

Auf dieser Strecke schwächelte dann der „Kümmerer“ für die Navigation etwas. Für eine Genusstour war es wohl zu heiß oder er hatte zu wenig getrunken.

 

Manfred  

22.Juli 2020 Radtour  von Duisburg über Zeche Zollverein mit Haldenumrundungen, Henrichenburg bis Dortmund.

 

 Zu dieser Radtour trafen sich in Wedau 7  aufrechte Radler. Der Verfasser betont ausdrücklich aufrecht, weil für ihn immer richtig reintretenden Radler Aufrechte waren; Pedelec und E-Bikes wurden als "Schummelräder" abgetan. Mittlerweile hat der Verfasser die Vorzüge eines E-Bikes anerkannt und benutzt selbst eines.

Zügig ging es auf winkligen Wegen zum Duisburger Hauptbahnhof, von dort mit dem 'Abelio  zur Zeche Zollverein. Dem Ansinnen, dort oben einen ersten Kaffee zu nehmen, widersprach die Mehrheit der Teilnehmer. Nach nur gut 7km und einem irrtümlich angefahrenen Biergarten kehrten wir allerdings ein ins Cafe "Bauernhof am Mechtenberg", ein wahrhaft lohnender Anlaufpunkt. Einige begnügten sich mit einer 'Tasse Kaffee oder Kakao, andere bevorzugten ein zweites Frühstück. Coronabedingt gab es natürlich eine Wartezeit.Gut gestärkt und motoviert zogen die 7 Radler über mehrere stillgelegte Bahntrassen durchs grüne Ruhrgebiet Richtung Rhein-Herne-Kanal, überquerten eine elegant geschwungene Brücke über den Kanal und fuhren ihn weiter entlang, immer wieder begleitet von sehr positiven Bemerkungen über die Schönheit der Strecke. Aufstiege auf die Halde Hoppenbruch und Hohe Ward wurden nicht in Erwägung gezogen; stattdessen gab es eine verdiente Rast im Cafe Ewald am Fuße von Hohe Ward. Aufgrund von Baustellen führte unser Leiter die Gruppe dann über die König-Ludwig-Trasse auf geradem Weg bis zum Rhein-Herne-Kanal bis zum Schiffshebewerk Henrichtenburg - für den Verfasser ein völlig neues Monument. Auf eine gründliche Besichtigung des Hebewerks wurde aus Zeitgründen verzichtet. Im dazugehörigen Biergarten "Langer Gastrobus" gab es eine weitere Stärkung für den Endspurt. Nun folgen 20 geradlinige Kilometer am Kanal entlang bis Dortmund. Nach kurzer Diskussion welcher Zug uns jetzt rasch heimbringt, entschieden wir uns für den RE. Und da wurde es in der Tat aufregend, denn der Verfasser geriet mit seinem Rad auf einer Rolltreppe in Schwierigkeiten, stürzte, durch und überlebte eine sehr brenzlige Phase, in der ihm unter anderem von einer guten Seele, die den Notknopf der Rolltreppe gedrückt hatte, geholfen wurde. Ohne Nachwirkungen erreichten wir unser Ziel Duisburg und waren uns einig, dass es trotz des unglücklichen Endes in Dortmund eine sehr angenehme Tour über 62 km war.

Ernst W. Hay 

21.Juli 2020 Radtour zum Blaubeerenpflücken am Rande des Naturschutzgebietes Grote Peel

 

Wenn der Sommer über den Duisburger Süden hereinbricht und in den Gärten einzelner Netzwerkradler die ersten Blaubeeren geerntet werden können, beginnt die Sucht nach mehr. In den letzten zwei Jahren entwickelte sich eine beginnende Tradition, eine Netzwerkradeltour mit Blaubeerenpflücken.

 

Dieses Jahr stellten sich uns zunächst einige Hürden in den Weg. Die in Deutschland geplanten Ziele fielen nacheinander aus, weil sie keine Blaubeeren mehr hatten oder nur am Wochenende geöffnet hatten. Aber passend für uns lockerte Holland zum 1.Juli seine Corona Regeln. Doch unser Traditionsziel die Blue Berrie Hill Farm in der Nähe von Arcen war für uns auf allen möglichen Kommunikationswegen nicht zu erreichen. Aber Heiner Roth kannte noch ein anderes Ziel.

 

So entschieden wir uns am Dienstagmorgen spontan zu Veens Blaubeeren in Helenaveen. Dort in der Nähe des Naturschutzgebiets „De Grote Peel“, eine Heidelandschaft mit Mooren in der früher Torf gestochen wurde, werden Blaubeeren biologisch angebaut die mit einer Sorte der wilden Heidelbeere verwandt sind.

 

Bestückt mit 10 Litern Eimern konnten wir mit dem ausreichenden Abstand fleißig

pflücken. Bei den meisten waren nach einiger Zeit 2,5 Kg im Eimer.

 

Nachdem die Gier nach dem blauen Gold gestillt und die Blaubeeren im Auto verstaut waren, gönnten wir uns, bevor wir zur Radtour durch und um das Naturschutzgebiet „Groote Peel“ starteten, in Helenaveen eine kleine Stärkung.

 

De Groote Peel ist ein in der Nähe von  Venlo liegendes 30000 Hektar großes Hochmoor mit zahlreichen Wasserflächen, die durch den früheren Torfabstich entstanden sind.  Die großflächige Feuchtgebiete, die in denen Kranich, Saatgan und Großer Brachvogel sowie Rotschenkel ihre Rastplätze haben, sind abgesperrt.

 

In Helenaveen wurde der Torf auf einer schwimmende Torfstreufabrik verarbeitet und über einen eigenen privaten Kanal abtransportiert. Der Torfabfall wurde nach ganz Europa exportiert und ersetzte Stroh in den Pferde- und Straßenbahnställen von London und Paris.

 

Heute wird die Landschaft um Helenaveen und das Groote Peel von der Landwirtschaft geprägt. Auf zahlreichen keinen Landstraßen radelten wir

37 Kilometer an vielen modernen Bauerhöfen vorbei. Natürlich gab es 6 Kilometer vor dem Erreichen unserer Fahrzeuge noch eine kleine Erfrischung.

 

Reinhold Pollmann

13. Juli 2020  Radtour von Lennep über die Balkantrasse über Opladen, Hittorf und  Zons nach Eller.

 

Genuss soll eine positive Sinnesempfindung sein, die die meisten Menschen mit körperlichen geistigen Wohlbehagen in Verbindung bringen. Beim Genussradeln mit Manfred stellt man sich schnell die Frage, wo liegt bei 65 bis 80 km Wegstrecke der Genuss. Fraglich ist auch, ob sich der gesamte Körper diesen Genuss über den ganzen Tag bis zum bitteren Ende hingeben kann.

 

Genüsslich und bequem ging es dieses Mal mit der S-Bahn los. Die Maske und das Umsteigen in Solingen taten dem Genuss keinen Abbruch. Beim Ausstieg in Remscheid-Lennep, dem Ziel unserer Genussreise mit dem Zug fiel rein zufällig ein erstes Mal das Wort „Kaffee“. Doch Manfred Genussplanung sah zuerst einmal den Einstieg in die Balkantrasse vor, passen doch der Balkan und Kaffee Genuss technisch gut zusammen.

 

So sind wir in Lennep eigentlich vom Regional-Express in den Balkan Express umgestiegen. Da das Bergische Land zu vielen Städten und Landkreisen gehört hat man wohl nach dem Ersten Weltkrieg diesen Landstrich im Volksmund mit dem zergliederten Balkan verglichen und den Zug von Lennep nach Opladen als Balkan Express bezeichnet.

 

Der Genuss dieser von 1868 bis 1980 noch als Bahnlinie genutzten Balkantrasse, die Radfahrer von Lennep bis hinunter an den Rhein führt, liegt im Dahingleiten. Es ist auf fast 30 km nur das rollende Material gefordert. So beginnt in Lennep mit dem Aufsteigen auf das Fahrrad das Losrollen durch Wälder, Wiesen, schmucke Häuser und Gärten, sowie die Ortszentren von Lennep, Bergisch Born, Wermelskirchen und Burscheid.

 

Das genüssliche Dahingleiten kann allerdings dann unterbrochen werden, wenn es Manfred nach einem noch höher zu bewertenden Genuss gelüstet. So geschah es in Wermelskirchen. Dort sollte es nach 8 km gemäß Genussradelplan einen natürlich hervorragend den Kaffee an einem großen Edeka Parkplatz geben. Die Frage, wo soll in dieser Betonwüste neben Edeka der Kaffeegenuss entstehen, erübrigte sich, weil Baumaßnahmen diese vermeintliche Genussquelle hinweggefegt haben. Die Lücke in Manfreds Genusswelt konnten wir allerdings durch unseren Entdeckerdrang direkt am Wermelskirchener Busbahnhof schließen,

 

Nachdem das Gleichgewicht zwischen geistigen und körperlichen Wohlbefinden wiederhergestellt war, haben wir das Gleiten durch die Natur, unterstützt durch permanentes Rollen auf der Balkantrasse fortgesetzt. Dabei wurde von den einzelnen Radlern die physikalische Gleichung Kraft x Weg = Arbeit unterschiedlich interpretiert. Bei gleichem Weg kamen einige in Opladen im Genussflow ein geschwebt als andere.

 

Nach der genussvollen Entlastung der Beinmuskulatur meldete das Gesäß an das Großhirn „geht noch“.

 

In Opladen am Bahnhof war unser Chefgenießer Manfred beim Anblick der zahlreichen Geleise nur kurzfristig orientierungslos. In den Vorjahren kamen andere Genießer schon in den Genuss einer zusätzlichen Irrfahrt.

 

So fanden wir denn auch die Wupper und in Wupper Kanal, die mit uns zusammen nun in Richtung Rhein strebten. Gerade am Rhein sollte dann nach 40 km in Hitdorf ein genussvolles Gourmet Highlight kurz vor dem Übersetzen über den Rhein folgen.

 

Obwohl Manfred Genusstour an einem Montag stattfand und montags Gastronomen die unangenehme Gewohnheit haben, ihre Freizeit zu genießen, schleppten wir das Radlermenü: „Symphony vom Schwein an indischer Soße“ wahlweise mit Spreewald- kartoffelsalat, Bratkartöffelchen oder frittierten Kartoffelstäbchen. Der Genuss wurde mit unterschiedlichen Varianten eine Hopfenkaltschale abgerundet.

 

Nachdem wir, frei nach dem Werbespruch „Drei Dinge braucht der Mann/die Frau ……..“, Rad, Helm und Maske überprüft hatten, genossen wir bei der Rheinüberquerung die frische Brise.

 

Es kann sein, dass auf dem Deich vorbei an Bayer Dormagen die positive Sinnesempfindung aus körperlichen und geistigen Wohlbehagen ein wenig zu verschwinden schien. Dieser Eindruck veränderte sich allerdings umso mehr, wie die Kirchtürme von Zons ins Blickfeld rückten.

 

 Es war nicht das mittelalterliche Flair der alten Zollfeste Zons, das diesen sehnsuchtsvoll Blick entstehen ließ, sondern allein die Erinnerung an den Genuss- köder, den Manfred in seinem Genussplan ausgestreut hatte. Schon seit Hittorf streute Manfred in die Gespräche seine Gelüste nach einem Eis in Zons ein.

 

Als Manfred mit uns als Genuss-Ritter im Gefolge nach einer kleinen touristischen Ort Rundfahrt direkt vor der vollen Terrasse der Eisdiele in Zons vom Rat stieg, erhoben sich andere Gäste. Sie überließen uns die begehrten Plätze. Welch ein Genuss kann Eis sein!!

 

Die körpereigene Abfrage nach nunmehr 55 km wurde bei dieser Pause allerdings schon kontrovers geführt. Während die Geschmacksnerven Genuss-Salti schlugen, die Beinmuskulatur über Genuss im Besonderen diskutierte, war das Gesäß bei seinem Wohlbefinden im Zweifel, wie  lange so ein Genuss noch anhalten sollte.

 

Aber von Zons aus mussten wir ja nur noch einmal über den Rhein und uns den wunderschönen Benrather Schlosspark erradeln. Der Benrather Bahnhof war mit seinem Fahrrad wegen in Schneckenform noch eine fahrtechnische Herausforderung bis wir die ausgedehnten Waldungen zwischen Benrath und Eller erreichten.

 

Im Waldklassenzimmer der Waldschule mitten im ellerwald, diskutierten wir dann, ob wir die Genusstour zu einem guten genussvollen Ende führen wollten. Einige Anhänger der euphorischen Genusstheorie, die nach 70 km im Sattel sich von weiteren 15km zum Flughafenbahnhof Düsseldorf noch weitere Genussimpulse erhofften, konnten sich nicht durchsetzen.

 

So kehrten wir mit einer genussvollen Fahrt mit der S-Bahn wieder nach Buchholz zurück.

 

Reinhold Pollmann

 

24. Juni 2020   Radtour nach Kloster Kamp

 

Trotz Corona und um nicht noch mehr schöne Sonnentage verstreichen zu lassen, machten sich heute um 9.00 Uhr 4 Radfahrer auf den Weg zum Kloster Kamp.

Nach der Duisburg-Hochfelder Eisenbahnbrücke erreichten wir schnell den Toepper-See. Danach ging es am Schloss Lauersfort vorbei nach Kapellen. Über den Grafschafter Rad- und Wanderweg fuhren wir weiter in Richtung Neukirchen-Vluyn und danach zur Halde Norddeutschland.

Von hier war es zur Landesgartenschau 2020 in Kamp Lintfort nicht mehr weit. Über den schönen und neu angelegten „Wandelweg Kamp-Lintfort“ erreichten wir nun das Kloster Kamp. Neben dem wundervollen Ausblick auf den Terrassengarten gibt es dort ein gutes Kloster Café, dem ein Klosterladen angeschlossen ist. Nach dem wir Kuchen und Kaffee genießen durften ging es durch ein großes Kiesbaggergebiet weiter zur Halde Kohlenhuck.

Am Baggersee Vietenhof hatten wir die Idee den Heesenhof auch noch zu besuchen. Leider war der Heesenhof an diesem Tag geschlossen und wir wurden nur von zwei Störchen in ihrem Nest begrüßt.

Nach dem Lohheider See erreichten wir schließlich die Bäckerei Lohmann neben der Baerler Mühle und konnten nunmehr eine angemessene sowie erholsame Pause einlegen.

Nach der Beeckerwerther Brücke ging es am Uettelsheimer See vorbei zur Rheinbrücke Neuenkamp. Von dort aus waren wir bald wieder an der Duisburg-Hochfelder Rheinbrücke.  

Nach 76 km kehrten wir jetzt wohlbehalten in den Duisburger Süden zurück.

 

Manfred Hopf

 

Hier finden Sie uns

Im Internet:

http://www.netzwerk-55-plus-duisburg-süd.de

Anschrift:

Netzwerk 55 plus Duisburg-Süd

Arlbergerstraße 10

47249 Duisburg

Netzwerkbüro

Tel.: 0203 - 738 666 10

freitags: 11.00 bis 12.00 Uhr
E-Mail:

info@netzwerk-55-plus-duisburg-süd.de

Währen der Schulferien ist das Netzwerkbüro geschlossen.

Auf dem AB kann aber eine Nachricht hinterlassen werden.

Redaktion Netzwerk Homepage

E-Mail:

redaktion@netzwerk-55-plus-duisburg-süd.de

Spendenkonto Netzwerk:

Ev. Kirchengemeinde Trinitatis
IBAN DE 46 3506 0190 1010 1010 14

AO: 143 100 100
Stichwort "Netzwerk 55 plus"

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Netzwerk 55 plus Duisburg-Süd