geben und nehmen
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Berichte Radgruppe

15. Mai 2019 Radtour von Buchholz über das Solebad Raffelberg und Saarn zurück nach Buchholz

 

15 Netzwerker wollten an diesem Mitwoch radfahren.

Durch das Wäldchen zwischen Wedauer Str. und Sana Klinikum sind wir Richtung Parallelkanal und Regattabahn gefahren, um an der Koloniestraße direkt hinter der Eisenbahnbrücke den Einstieg in das Nachtigallental, durch das ja mal der Radschnellweg nach Mülheim führen soll, abzuzweigen.

Unser Ziel war aber nicht der Aufstieg durch das Nachtigallental, sondern das Solebad Raffelberg in Mülheim. Um dem Lärm der A3 zu entgehen sind wir über den Amselsteig ein wenig weiter in den Duisburger Wald hineingefahren, ohne aber die Brücke über die Mülheimer Str. zu verpassen. In einem etwas höheren Tempo rasten wir dann den Schafsweg hinab Richtung Solebad Raffelberg in Speldorf.

Die Geburtsstunde des Solebades liegt im Jahr 1855 in Altstaden (damals noch auf dem Stadtgebiet von Oberhausen gelegen). Beim Abteufen einer Zeche fanden die Bergleute eine 26 Grad warme Quelle mit Solewasser, die wohl auf ein urzeitliches Meer zurückgeht. Am Anfang badeten die Bergleute nach der Schicht in selbstgebauten Wannen. Als aber 1884 Alstaden Oberhausen zugeschlagen wurde, hat die Stadt Mülheim zusammen mit Unternehmen die Aktiengesellschaft Solebad Raffelberg gegründet, ein das Gut Raffelberg mit 72000 m² hinzugekauft (der heutige Raffelberg Park) und 1909 den Badebetrieb begonnen. Die Sole wurde durch eine 2,5 Kilometer lange Pipeline ins Solebad Raffelberg gepumpt. Das schlossähnliche Gebäude erhielt 1911 auch noch einen Kursaal mit 800 Zuschauerplätzen. Im Jahr 1973 wurde auf Grund der Schließung der Zeche in Altstaden die Natursole von der Zeche Concordia aus Oberhausen mit dem Tankwagen geholt.

1992 schloss dann das Solebad wegen mangelnden Interesses. Schon seit 1981 ist das Solebad Raffelberg auch eine Spielstätte des renommierten Mülheimer Theaters an der Ruhr.

 

Weiter ging es am Raffelberger Wasserkraftwerk, an der Ruhrschleuse und entlang der A 42 durch die Ruhrauen zum Schloss Broich und dem 50 Meter hohen, von August Thyssen 1893 erbauten, Styrumer Wasserturm, der heute das 1992 eröffnete Wassermuseum Aquarius beheimatet.

 

Schnell durchquerten wir das ehemalige Gelände der Mülheimer Landesgartenschau, um an der Ruhr entlang mit Blick auf den Wasserbahnhof und einige schöne Villen über die Ruhrinsel nach Saarn zu radeln.

 

Im Brauhaus in Saarn haben wir uns dann etwas länger für den Aufstieg zum Nachbarsweg gestärkt.

 

Aber als wir nach einem etwas steileren Stück durch eine Siedlung an Höhe gewonnen hatten, rollten wir aber auch schon gleich wieder über den Nachbarsweg durch den Wald hinab zum Entenfang, den wir bevor wir an unserer Sechs-See-Platte nach Hause fuhren, umrundeten.

 

Reinhold Pollmann

14. Mai 2019 Radtour von Wickrath nach Kaldenkirchen

 

Immerhin machten sich am heutigen Tage um ca. 9.00 Uhr 10 Radfahrbegeisterte auf den Weg zum Duisburger Hauptbahnhof. Von dort kamen wir nach ca. 1 Stunde mit der Regionalbahn pünktlich zum Bahnhof Wickrath bei Mönchengladbach.

Zunächst fuhren wir dort zum Wickrather Schloß. Das Schloss Wickrath ist eine Wasserschlossanlage an der Niers. Das Schloss besteht aus zwei barocken Vorburg-Flügeln, einem schlossartigen Wohngebäude und einem barocken Park in Form einer fünfeckigen Grafenkrone. Es wurde zwischen 1746 und 1772 erbaut.

Nach dem Wickrather Schloss erreichten wir den Ort Genhausen und danach die Holtmühle. An der Buschmühle vorbei fuhren wir weiter durch das Schwalmtal und kamen zur Molzmühle. Das Schwalmtal ist in den Naturpark Maas-Schwalm-Nette integriert. Umgeben ist das Schwalmtal von einer typisch niederrheinischen Landschaft. Der Namensgeber für das Tal, die Schwalm, ist ein 45,3 km langer Nebenfluss der Maas.  Das Schwalmtal wird auch das „Tal der Mühlen“ genannt.

Unsere erste ausgiebige Rast machten wir beim Gasthof Timmermanns. Nach einiger Zeit fuhren wir direkt neben der Schwalm zur Lüttelforster Mühle. Bald erreichten wir auch die Pannenmühle und die Radermühle. Nun ging es durch den schmalen Mühlenbruch zum Waldschlösschen am Hariksee, an dessen Ende sich die schöne Mühlrather Mühle befindet.

Unser nächstes Ziel war Brüggen und insbesondere die „Alte Brüggener Mühle“. Neben dieser besonders attraktiven Mühle gibt es dort ein Restaurant in dem wir sehr gut bewirtet worden sind.

Nach dieser guten Rast ging es nun weiter an der Schwalm entlang zum Venekotensee. Danach erreichten wir schnell das Naturschutzgebiet Brachter Wald. Dort fuhren wir durch das ehemalige Munitionsdepot der Britischen Rheinarmee. Es bestand von 1948 bis 1996 und war zeitweise eins der größten Munitionsdepots Europas.

Anschließend erreichten wir danach auf niederländischem Gebiet das ausgezeichnete Restaurant „Weißer Stein“. Nach einer längeren Erholungspause – es gab Weißer-Stein-Torte - erreichten nach ca. 58 km den Bahnhof Kaldenkirchen.

Der Zug kam pünktlich um ca. 19 Uhr sodass wir um ca. 21. Uhr wieder wohlbehalten im Duisburger Süden angekommen sind.

 

Manfred

 

1. Mai 2019 Genussradeln nach Zons

Am 1. Mai trafen sich 5 Radler, um am Tag der Arbeit die wiedererwachte Natur zu genießen. Pünktlich um 9.00 Uhr kam am Bahnhof Duisburg-Süd die S-Bahn und wir waren schnell in Düsseldorf Eller.

Von Eller aus erreichten wir Benrath und konnten hier einen Kaffee trinken. Nach dem Benrather Schloss kamen wir zur Rheinfähre Urdenbach – Zons und wechselten zur linken Rheinseite.  

Bis hierhin hatten wir eigentlich auf wärmere Wettertemperaturen gehofft. Leider blieb es an diesem Tage relativ kalt. Im Eiscafé am Kräutergarten hatten wir aber trotz der beengten Verhältnisse das Glück, einen warmen Platz im Hause zu bekommen.

Nach einer Rundfahrt durch Zons, dessen Geschichte auf das 7. Jahrhundert zurückgeht, ging es anschließend über schöne Wege auf der linken Rheinseite weiter nach Stürzelberg und Uedesheim.

Nach der Fleher Brücke erreichten wir schnell die Erftmündung und den Sporthafen Neuss. Über die Josef-Kardinal-Frings-Brücke ging es wieder auf die rechte Rheinseite, um hier nach dem Landtag NRW bald den Nordpark zu erreichen.

Hier nahmen wir Im Nordpark Café Restaurant eine kleine Stärkung zu uns, bevor wir mit Sonnenschein und Kälte weiterfuhren.  

Ab Düsseldorf-Flughafen waren wir nun schnell wieder in unserer Heimat. Bis auf die zu kalten Wettertemperaturen für diese Jahreszeit, war es eine interessante Radtour.

 

24. April 2019 Spontanradtour über Friemersheim, Rheinauen,Uerdingen ,Serm nach Buchholz

Auch dieses Mal waren die Wetterprognosen nicht gerade einladend für eine Radtour. Dennoch trafen sich 7 Radler/innen an der Jesus-Christus-Kirche, trotzen den Prognosen und wurden schließlich mit bestem Radler Wetter belohnt.

Der Weg zu den Rheinauen führte uns über die Eisenbahnbrücke am Rheinpark, durch einen Teil des Logportgeländes bis zu den Rheinauen. Dort genossen wir das schöne Wetter, die blühende Farbenpracht der Natur und lauschten dem vielstimmigen Vogelchor. Der Weg zur Einkaufsstraße in Altuerdingen führte uns direkt am Rheinufer entlang. Ein Pausenstopp an der Eisdiele dort, musste natürlich sein. Von nun an mussten wir leider mehr oder weniger den Straßenverkehr in Kauf nehmen um schließlich oben auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe das Kunstwerk Tiger & Turtle und die Aussicht auf den Duisburger Süden zu bewundern. Schließlich kamen wir nach ca. 33 km wieder in Buchholz an.

Siegfried Enge

 

23. April 2019 Radtour von Aprath nach Duisburg

Bei gutem Wetter trafen sich heute wieder 8 unternehmungslustige Radfahrer um 8.45 Uhr auf dem Buchholzer Bahnhof. Ihr Ziel war es einmal über den PanoramaRadweg Niederbergbahn zu fahren.

Der PanoramaRadweg Niederbergbahn geht zurück auf eine stillgelegte Bahntrasse, die in den zwanziger Jahren des frühen zwanzigsten Jahrhunderts entstand. Sie verband die Städte Oberdüssel – Wülfrath – Velbert – Heiligenhaus und Kettwig-Stausee.

Heute ist es eine sichere und komfortable Verbindung für Radfahrer und Fußgänger. Außerdem folgt diese Trasse einem Trend der Zeit, denn Bahntrassenradeln auf ehemaligen Bahnstrecken ist eine neue und weit verbreitete Freizeitbeschäftigung vieler Menschen. Dabei kommt den Radfahrern entgegen, dass ehemalige Bahntrassen nur wenig Steigung haben. Das Radeln ist daher nicht kraftraubend sondern geht eher entspannt vonstatten. Der PanoramaRadweg selbst, bietet an vielen Stellen interessante Aus- und Einblicke, eben PanoramaAusblicke in die Landschaft.  

Die S-Bahn kam pünktlich um 9.00 Uhr und wir erreichten schnell den Düsseldorfer Hbf. Hier und auch später machten wir wieder die Erfahrung, dass E-Biker mit dem Gewicht ihrer Räder unterschiedliche Probleme beim Umsteigen haben. Danach ging es vom Düsseldorf Hbf. nach Düsseldorf-Vohwinkel weiter, um von dort nach erneutem Umstieg die S-Bahn nach Wülfrath-Aprath zu erreichen.

In Aprath erwartete uns eine kleine Überraschung. Eine Radlerin war schon vorgefahren und nahm uns strahlend in Empfang.

Nach einer kurzen Wegstrecke erreichten wir über den PanoramaRadweg das Café am Zeittunnel.

Bei dem Zeittunnel handelt es sich um einem alten Abbautunnel, einem Überbleibsel aus der Zeit des Kalksteinabbaus. Hier können Besucher auf eine Reise durch die Erdzeitalter gehen. Hinter farbigen „Zeitfenstern“ zwischen dunklen Tunnelabschnitten ertönt das Gebrüll des Raubsauriers Megalosaurus. Etwas weiter wird ein Film über den Pflanzenfresser Iguanodon gezeigt.  Am Ende des Tunnels ragen 70 Meter hohe Felswände des ehemaligen Steinbruchs Bochumer Bruch in die Höhe. Auf Aussichtsplattformen direkt an der Abbruchkante haben Besucher einen tollen Blick auf den Bochumer Bruch. 

Heute nutzen Kletterer die Felsen für ihr Hobby. Auf verschiedenen Routen können sie sich an rauem und überhängendem Kalkfels ausprobieren. Und das immer im Einklang mit der Natur.

 

Manfred Hopf

 

Leider reichte unsere Zeit für eine Reise durch die Erdzeitalter nicht aus und auch zum Klettern hatten wir nicht die richtige Ausrüstung dabei, um im Einklang mit der Natur zu stehen. Allerdings bekamen wir von einer freundlichen Dame einen ausgezeichneten frischen Kaffee im Café Zeittunnel serviert.

 

Unsere Fahrt ging nun über den PanoramaRadweg mit vielen schönen Ausblicken weiter und an Neviges  vorbei nach Velbert. Unterwegs war der PanoramaRadweg auch noch gesperrt und ein hilfreicher einheimischer Radfahrer zeigte uns den richtigen Weg in dieser bergigen Gegend.

Schnell erreichten wir nun Heiligenhaus. Hier konnten wir auf dem Heiligenhauser Streckenabschnitt mit seinen 13 Brücken interessante Aussichten genießen. Ein Viadukt war auch dabei, welches wir aber nicht in vollem Umfang sehen konnten.

Einkehrmöglichkeiten gab es an diesem Tag nicht viele auf dem PanoramaRadweg, so dass wir erst in Kettwig ein gutes türkisches Restaurant gefunden haben. Danach ging es dann auf dem Leinpfad unter der Ruhrtalbrücke hindurch nach Mülheim. Neben dem Wasserbahnhof in Mülheim kehrten wir noch in eine Eisdiele ein. Anschließend ging es durch den MüGa-Park Mülheim zum Kurpark Raffelberg. Nun folgte der Duisburger Wald und an der Regattabahn vorbei waren wir nach 53 km wieder um ca. 18 Uhr im Duisburger Süden.

17.April 2019  Radtour Lintorfer Wald

Trotz der schlechten Wetterprognose, fanden sich 7 Radler/innen am Mittwoch zu einer ca. 32km langen Radtour am Startpunkt Arlberger Straße ein und wurden für ihren Mut schließlich auch belohnt, denn es regnete nicht. Die Fahrt führte am Rande der 6-Seenplatte entlang, durch den Rahmer Wald, über Lintorf bis zum ‚Lintorfer Wald‘. Ich habe ihn so getauft, weil ich keine nähere Namensangebe für diesen wunderschönen Wald gefunden habe. Der etwas hügelige Wald ließ uns an manchen Stellen vermuten, wir wären irgendwo in der Eifel. Wir durchquerten ihn kreuz und quer und landeten schließlich in Angermund. Der Weg von dort bis nach Hause war dann ein Klacks. Doch ohne eine Pause im Waidmannheil in Großenbaum ließen wir die schöne Radtour nicht ausklingen.

Siegfried Enge

 

9. April 2019 Aufbruch zum Quellgebiet des Dickelsbaches – eine bemerkenswerte Radtour

In der Radgruppe des Netzwerkes 55 plus hatte sich eine Expeditionsgruppe um den Dickelsbach Erforscher und Bike Spezialisten Heiner Roth gebildet.  Sie wollten den Dickelsbach, den jeder in Buchholz kennt, aber keiner weiß, wo er entspringt, mit dem Fahrrad bis zu Quelle begleiten. Am 9.4.2019 startete die Expetition mit 11 Expeditionsteilnehmern, um in einer Vorortrecherche festzustellen, ob es wirklich stimmt, dass der Dickelsbach 100-mal kürzer als der Colorado ist, aber ebenso wieder Colorado nur unterirdisch das Meer erreicht.

Expeditionsleiter Heiner Roth nutzte an der ersten Dickelsbachüberquerung zwischen BGU und Golfplatz, die Möglichkeit einer kurzen thematischen Einführung in die Fragestellungen „Woher kommt der Dickelsbach her? Wo fließt der Dickelsbach hin?“

 

Das der Dickelsbach tatsächlich ein fließendes Gewässer und kein ausgetrockneter Graben ist, hatten die Expeditionsteilnehmer schon selbst erkannt. Daher war die Fragestellung „Wo fließt der Dickelsbach hin?“ schon richtig. Schon seit dem 8 Jahrhundert nach Christus, weiß man, dass sein Quellgebiet in den Wiesen des heutigen Hösel liegt. Wer also wie die Radexpeditionsteilnehmer des Netzwerkes 55 Plus in dieses Quellgebiet radeln will, muss nach der ersten Dickelsbachüberquerung

einen Höhenunterschied von 109,23 m überwinden.

 

Lange wusste der Dickelsbach zwar wo er herkommt, aber nicht wo er hinwill. Das macht es auch für ein radelndes Expeditionsteam schwer, von der Quelle bis zur Mündung zu radeln.  Im Mittelalter floss er in den, unmittelbar an dem mit einer 10 Meter hohen und 21 Türmen befestigten Duisburg, vorbeifließenden Rhein. Dann überlegte sich der Rhein es anders und verlegte sein Bett um 3 km. Duisburg lag nun nur noch an einem Altarm. Und was machte der Dickelsbach? Er behielt sein Bett, benutzte den alten Rheinarm als Abflussbett und mündete nun in die Ruhr, bis er es nach dem großen Hochwasser 1926 zwischen Wacholder- und Berlepschstraße in Rohren unter die Erde verlegt und dem Rhein zugeführt wurde.

 

  Der Dickelsbach war aber nicht immer ein liebes braves wahrscheinlich namenloses Flüsschen. Er neigte nun immer bei Ruhrhochwasser dazu mit über die Ufer zu treten. Das gefiel den Bürgern von Duisburg damals gar nicht und sie „diekten“ den Bach mit einem Dick ein. Dieser eingedeichte Bach hieß nun im Unterlauf nicht aber Deichbach, sondern Dickelsbach. Ein Name, der wie der Lachs erst einmal den Bach hinaufsteigen musste. Weil in Lintorf Mühlen vom Wasser des Baches profitierten, hieß er bis 1802 noch die Bleek.

Weit war das radelnde Expeditionsteam noch nicht gekommen. Aber der Expeditionsleiter hatte Ihnen viele Informationen über den Dickelsbach gegeben.

 

Da der Dicklesbach, wie der Colorado, schon ab der 1925 nach ihm benannten Dickelsbach Siedlung zwar nicht das Meer aber den Rhein erreicht, strebte das Expeditionsteam nun entlang des hier an der Sechs Seen Platte noch immer kanalisierten Dickelsbaches dem Lintorfer Wald entgegen. Der Forschungsleiter führte die Gruppe immer eng am Bachlauf entlang, so dass auch ein auf dem belaubten Weg liegender Baum mit dem Fahrrad überwunden werden musste.

 

Selbst die Autobahn A 288 kann den Dickelsbach nicht stoppen. Während die Forschergruppe über eine Brücke radeln musste, nahm der Dickelsbach seinen direkten Weg unter der Autobahn hindurch.

 

Im Wald zwischen Lintorf und Angermund, auf dem Stadtgebiet von Düsseldorf und Ratingen, hörte die Kanalisierung des Dickelsbaches auf und er begann sich durch den Laubwald zu schlängeln. Eine Furt, durch die Waldarbeiter mit ihren Fahrzeugen können, erinnerte an Bäche des Mittelgebirges. Die radelnde Forschergruppe konnte nicht umhin durch Selbstversuche an dieser Stelle die Tiefe des Dickelsbaches zu ermitteln. Mangels eines Maßbandes wurde die Bachtiefe als über knöcheltief festgestellt.

 

Abseits der Hauptfahrradrouten von Großenbaum nach Lintorf, wird an einem Sandfangbecken, mit dem die Versandung des Dickelsbaches verhindert werden soll,

deutlich welche Bedeutung der Dickelsbach früher auch für die Trinkwasserversorgung von Duisburg hatte. So bestand im Rahmen der Trinkwasserverteilung auch vom Dickelsbach ein Seitenkanal, den die Stadt Düsseldorf auf dem Gebiet von Angermund geschlossen hat, zum nunmehr ausgetrockneten Rahmer Bach.

 

Mäandert der Dickelsbach durch die Felder zwischen Angermund und Lintorf,

passiert er dort noch Sperrwerke, die früher den Bach aufstauten, um die Felder zu bewässern.

 

Im Rahmen der Fotodokumentation der Forschungsreise wären an dieser Stelle des Bachlaufs auch fast einzigartige Unterwasseraufnahmen des Dickelsbaches durch die

Bachforscherin Ruth möglich gewesen. Das Handy stoppte seine eigensinnige Expetition aber vor der Wasserkante.

 

Mit dem Dickelsbach, der hier bis 1802 Bleek oder Mühlenbeek hieß, erreichte die Netzwerk Forschergruppe mit dem Expeditionsleiter Heiner Roth um die Mittagszeit den Ortskern von Lintorf. Schon im 8. Jahrhundert war der Dickelsbach hier lebenswichtig für die erste Ansiedlung im Beekerhof und dem Gut Helpenstein mit der älteste Lintorfer Mühle und dem Taubenturm.

 

Da 1567 der Graf vom Broich eine Rechnung in einem Gasthof haben wollte und die auch noch aufgehoben hatte, wissen die Lintorfer nun, dass der Gasthof Bürgershof die älteste Gaststätte in Lintorf ist. Etwas jünger, nämlich aus dem Jahr 1642 ist Gut Porz, das heute auch als Gasstätte lockt.

 

Als Forschungsreisender muss man Entbehrungen in Kaufnehmen. So hatte der Expeditionsleiter eine Bäckerei zur körperlichen und geistigen Erholung ausgesucht, um die in der Gruppe, die beim Fahrradfahren ausschließlich auf ihre Muskelkraft angewiesen sind, auch gleichzeitig auf die zu erwartende Höhendifferenz von 109 Metern zwischen Lintorf und Hösel einzustimmen.

 

Nach der Pause lag das Überqueren des Hülsenberg, der südwestlich an Lintorf und Tiefenbroich, südöstlich an Eggerscheidt und nördlich an Breitscheidt grenzt, vor der Gruppe. Das der Hülsenberg den Übergang von den niederrheinischen Sandtrassen zum Bergischen Land bildet, bekamen auf kurzen Stücken nicht nur die Radlerwaden zu spüren, sondern auch das Landschaftsbild im Dickelsbachtal änderte sich. Der Dickelsbach entwickelte sich von einem kanalisierten Arbeitsgewässer, das Walk-. Loh-, Getreide- und Tabakmühlen antrieb und der Holzbeförderung diente zu einem romantischen Mittelgebirgsbach.

 

Durch schönen Laubwald führte der Dickelsbach das Expeditionsteam dann seinem Quellgebiet in Hösel entgegen. 22 Km hat jeder Wassertropfen, der der Quelle des Dickelsbaches entspringt, nun Zeit auf seinem Weg bis in den Rhein das Bachbett zu genießen.

 

Genießen war ein gutes Stichwort für die radelnden Dickelsbacherforscher.

 

Warum nicht in den Ausläufern des Berghisch Landes auf den Höselner Höhen den Gegensatz suchen und in Italien eintauchen und Eis genießen. Claudio macht ein geniales Eis in seiner Eisdiele hausgemacht. Die Kugeln, die Auswahl aus den zahlreichen fällt schwer, sind riesig. die Eisbecher können als Hauptmahlzeit durchgehen. Zwei Expeditionsteilnehmerinnen bestellten die Spaghetti Eis Kinderportion, die dann die Frage aufwarf, „wie groß sind dann die normalen Portionen?“. Die Lage an direkt am Kreisverkehr gibt einem zu dem das Gefühl direkt in Rom oder Mailand im e italienischen Straßencafé zu sitzen. Mit dem Genuss funktionierte es auch deshalb, weil sich die nicht nur bei gutem Wetter bildende lange Schlange von Eis-Genießer aus der Umgebung nicht eingestellt hat.


Genuss hin oder her, der Höhepunkt der Forschungsradeltour war noch nicht erreicht. Das Expeditionsteam hat zwar im Quellgebiet des Dickelsbaches Eis gegessen, aber die Quelle noch nicht gefunden. Das ist, wie sich herausstellt, auch nicht so einfach.

 

Das eine unscheinbare Loch in einer Böschung im Grünpark Fernholz in Hösel soll eine der beiden Quellen des Dickelsbaches sein. Statt reines frisches Quellwasser ist dort ein ausgetrocknetes Bachbett am Straßenrand zusehen. Wo kommt das Wasser des Dickelsbaches her? Der Leiter des Erkundungsprojektes Dickelsbachquelle Heiner Roth führte die Gruppe zu einer zweiten Stelle, die wohl offiziell von der Stadt Ratingen als Quelle ausgewiesen wird. Dort trat tatsächlich Wasser aus einem Rohr heraus und floss den Berg hinab. Der Dickelsbach entspringt aus einem Rohr und verschwindet in Duisburg wieder in einem Rohr.

 

Das Ziel der Forschungstour war erreicht. Eine wunderschöne Tour durch das Dickelsbachtal hatte zur Quelle geführt. Nun ging es von Hösel in Richtung Breitscheidt über eine nicht minder interessante und schöne Radtour zurück nach Buchholz.

Neugierig wurden die Dickelsbach- Erforscher an einem großen Park mit Villa

am Rande von Hösel. Die Gemeinde Hösel ließ 1914 24 Villen in exklusivem Stil für gut betuchte Industrielle bauen. 1917 kaufte auch der Hugo Henkel, Gründer der Henkel Werke, ein großes Grundstück. Er blieb nicht der Einzige in Hösel Andere Industrielle folgten mit Villen in Parklandschaften. Die heutige dortige Villa mit eigenen Pferdestallungen mit Park und Waldlandschaft an der Hugo Henkel Str. wurde 1970 erbaut und steht nach dem Tod von Gabriele Henkel leer und wird für 2,5 Mio. zum Verkauf angeboten.

Kurz vor dem Wald, durch den der Weg nach Breitscheidt führt, wartete der Rückweg mit einer weiteren Überraschung auf: der alter Jüdischer Friedhof am Blomericher Weg. Dieser heute abseits von Kettwig gelegene erste, ältere jüdische Friedhof in Kettwig wurde ab 1786 belegt. Er lag am Blomericher Weg in der Nähe des Blomericher Hofes, der damals zu Essen gehörte. Nun liegt der Friedhof nach einer Gemeindereform im Jahr 1929 auf dem Gebiet der Stadt Ratingen-Hösel.  Weitere Info

https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12379-20110622-11

Danach rollte die Fahrradgruppe sich ganz entspannt den Berg  hinunter nach Breitscheidt.

Eine Supertour fand um 16:30 ihr Ende. Heiner Roth sei noch einmal gedankt.

 

30. März 2019 Radtour von Xanten durch das Naturschutzgebiet Bislicher Insel und entlang der Xantener Nord- und Südsee.

Bei schönstem Frühlingswetter starteten wir mit 11 Radlern aus der Netzwerk Fahrradgruppe mit 4 PKW und einem Anhänger nach Xanten. Verladen und Ausladen der Fahrräder sind ja mittlerweile fast zur Routine geworden.

Von unserem Parkplatz, der in den nächsten Monaten wohl mehrheitlich von Wohnmobilen besetzt sein wird, starteten wir auf den 75 über dem Meeresspiegel liegenden Fürstenberg, der auch dem ehemaligen Kloster Fürstenberg, von dem heute noch die Kreuzkapelle erhalten. Wer die 75 Meter hinauf geradelt ist, kann auf der Abfahrt von diesem Hügel, der sich als Stauchmoräne in der  Saaleeiszeit gebildet hat, mächtig Tempo mach und erst in Birten, dem ehemaligen Römerlager,  wieder anhalten.

Von Birten ging es weiter Richtung Ginderich ins Naturschutzgebiet Bislicher Insel. Dieses Naturschutzgebiet ist eine der wenigen noch vorhandenen Auenlandschaften in Deutschland. Die Bieslicher Inseln ist die Heimat von vielen Vogelarten, die auf Feuchtgebiete angewiesen sind. Eingebettet in das Naturschutzgebiet mit seinen Wasser- und Uferpflanzen ist ein 5 Kilometer langer alte Rheinarm. Im Bauernkaffee des Besucherzentrums legten wir eine kleine Kaffeepause ein, weil wir auch diskutieren mussten, ob in dem Storchnest mit Storch, dass wir alle kurz vorher fotografiert hatten, nun ein Storch stand und einer zu seinen Füssen lag. Es gab kein einhelliges Meinungsbild.

Mit einem Kaffee gestärkt sind wir dann zwischen Seen und Feuchtwiesen, zu einem Beobachtungsstand in der Bislicher Insel gefahren. Wieder gab uns ein Storch die Ehre und schaute sich aus seinem Storchennest die Netzwerkradler an.

Vorbei an der Fähre auf die andere Rheinseite zum Diersforder Wald, die aber erst am 14 April wieder den Fährbetrieb aufnimmt und durch ein Xantener Neubaugebiet fanden wir unseren Weg zur Xantener Nord- und Südsee. Die beiden Seen sind bis 1994 durch Kies-Aushebung entstanden. Beide Seen , die von Wassersportlern genutzt werden, haben eine  Wasserfläche von je rund 110 ha bei einer maximalen Tiefe von 15 m und sind durch einen Kanal verbunden. 

Entlang der Seeufer sind wir dann bis Vynen/Obermörmter geradelt, um dort direkt am Rheindeich in einem Bauern Café uns Kuchen und Eis schmecken zu lassen.

Zurück führte und der Weg am anderen Ufer der beiden Seen entlang auf den Marktplatz von Xanten.

 

20. März 2019 Mittwochsradtour

Am heutigen Frühlingsanfang machten sich 10 Radfahrer/innen bei mäßigen Temperaturen auf einen 26 km langen Weg rund um die 6-Seenplatte, am Entenfang und dem Saarner-Golfplatz vorbei, durch den Angermunder Wald  bis schließlich Rahm/Großenbaum wieder in Sicht kamen.  

Zwischenzeitlich mussten wir uns auf einem Nebenweg 6 ungehaltenen Gänsen erwehren, die flügelschlagend uns klarmachten, wer hier das Sagen hat. Auch einer Gruppe Eselwanderern sind wir begegnet. Wer also glaubt, dass schon öfter gefahrene Strecken nichts Interessantes mehr zu bieten haben, wurden heute eines Besseren belehrt.

6. März 2019  Mittwochsradtour

Heute ließen sich 5 Radler/innen von den kalten Temperaturen, dem wolkenbedeckten Himmel nicht abschrecken und erkundeten den Duisburger Süden. Die Strecke war ca. 30 km lang und begann wie immer in Buchholz, verlief dann durch überwiegend verkehrsberuhigte Zonen neuer Siedlungsgebiete, kreuz und quer durch Parks, am Tiger und Turtle Kunstwerk vorbei, entlang des Angerbachs bis zur Rheinmündung und zurück bis Huckingen, auf neu entdeckten Radwegen entlang der B288, schließlich über Rahm–West und entlang des Remberger Sees wieder nach Buchholz zurück.

Leider ist die Natur noch nicht so richtig erwacht aber wenn sie aus dem Winterschlaf erwacht ist, fahren wir diese Tour sicher noch einmal.

Siegfried Enge

23. Februar 2019  2.Spontanradtour

 

Es war noch kalt, aber Sonnenschein

da fanden sich 14 RadlerInnen ein.

Und die Freude dieses Wiedersehens wärmte unsere Herzen gleich.

Bei der Unfallklinik fuhren wir in den Wald hinein.

Entlang der Saarnerstr. Richtung Entenfang über die Rad- u. Fußbrücke (die bald wegen der Sanierung gesperrt wird).

Über Wedauerstr. und Steinderforst am Golfplatz vorbei;

am Stockweg links und dann bald rechts „ Im Hülgengrath“ über die A3,

zur A524 kurz vor Lintorf.

Daran ein Stück entlang und auch am Breitscheider Bach

und wieder nach Norden zum Bahnübergang in den Lintorfer Waldweg,

dann links den „Weißer Sandweg“ nach Lintorf - West unter die A524 her

über die „Kalkumerstr.“ zum Kalkweg.

Dort am alten Baum ne kleine Pause - diesmal ohne Reparatur.

Weiter ging es durch den Hinkesforst, Tiefenbroichermark, Überangermark zur Anger

und daran lang nach Angermund.

Die geplante Einkehr beim Anger Krug musste geschlossen ausbleiben;

wie gut das gleich Nebenan eine der über 400 Filialen der Düsseldorfer Bäckereikette unseren Appetit und Kaffeedurst stillen konnten.

So gestärkt fuhren wir dann zum Dickelsbach und radelten unserem Hausbach entlang gegen Buchholz.

Noch ein kleiner Abstecher zum Haubach und am LBN- Gelände vorbei waren wir pünktlich nach 4 Stunden Fahrt und geschätzten „paarunddreißig“ KM wieder zurück.

Wir haben die Sonne  das Radeln und die RadelgefährtInnen genossen. So hoffen wir auf Radelwetter am Samstag den 2.3.

 

Michael Roth

15. Februar 2019   1. Spontanradtour

 

Bei zehn, elf Grad und Sonnenschein

fanden sich 10 RadlerInnen ein. Wir fuhren`ne kleine Radeltour, die erste im Jahr, vor der Session; Rundum schönster blauer Himmel und die Temperaturen stiegen noch auf über 15 Grad. An Wambach-, Wolf-, Böllert- und Wildförstersee vorbei durch das Grindsmark und Helforfer Mark nach Lintorf West.

Am alten Baum auf der Kalkstr. machten wir eine kleine Pause; nicht nur zum trinken, auch für`ne kleine Reparatur.

Einem Reifen ging die Luft aus- endlich  wieder eine kleine Übung im Schlauchwechseln. Weiter ging es dann zur Anger und nach Angermund. Dort kam der erste kleine Anstieg über die Eisenbahnlinie. Richtung Schloß Heltorf, dann in gegen Froschenteich, am Kapellchen und Großwinkelhausen vorbei zur alten Sandmühle; am alten Angerbach lang zum Remberger See. Am Altenbrucher Damm war die schöne Tour am End.

 

Michael Roth

 

Radtour von Venlo nach Duisburg am 14.11.2018

 

Heute waren es 8 Radfahrer, die sich bei gutem Wetter auf den Weg nach Venlo machten. Zunächst ging es um 8.41 Uhr mit dem Zug zum Duisburger Hbf. Von dort konnten wir pünktlich abfahren, so dass wir den nächsten Zug in Viersen gut erreichten und um 10.00 Uhr in Venlo ankamen.

Zunächst fuhren wir zum Hafen von Venlo und nahmen in Café BLVD bei einem munteren Niederländer einen guten Kaffee zu uns. Anschließend ging es weiter über die Grenze zu den Krickenberger Seen. Nach einiger Zeit erreichten wir dann auch noch den De Wittsee mit seinen schönen Ufern.

Die weitere Wegführung erfolgte ab dort durch die Bahntrasse Kempen-Kaldenkirchen. Dabei gab es in Grefrath eine kleine Überraschung, als uns der Weg durch eine Baustelle versperrt wurde. Durch einen freundlichen Hinweis einer Grefratherin erreichten wir dann aber doch bald unser wichtiges Zwischenziel, den Flugplatz Niershorst. Im Flughafenrestaurant Niershorst gab es eine ausgedehnte Mittagspause mit ausgezeichnetem Essen.

Danach erreichten wir Kempen und das Gut Heimendahl. Nach einer ausgedehnten Kaffeepause dort kamen wir über die Traprennbahn Krefeld zur Burg Linn. Nach Überquerung der Krefeld-Uerdinger Brücke waren wir nach Mündelheim und Serm um ca. 18.00 Uhr wieder in Buchholz.

Die gesamte Fahrstrecke betrug 68 km.

 

Manfred Hopf

 

 

Radtour über die Balkantrasse am 3. November 2018

 

Heute machten sich 3 unternehmungslustige Radfahrer auf den Weg um nicht den Balkan, aber doch die Balkantrasse zu erkunden.

Das Teilstück der Deutschen Bahn von Remscheid-Lennep bis Opladen wurde wegen der Streckenführung durch dünnbesiedeltes Gebiet und des bergigen, kurvenreichen Trassenverlaufs auch Balkantrasse genannt.

 

Mit einiger Verspätung - nach 9 Uhr - kam die S-Bahn in Duisburg-Buchholz an, was uns schon etwas an den Balkan erinnerte.

Nach dem Umstieg in Solingen-Ohligs gelangten wir über die Müngstener Brücke zu unserem Startpunkt Lennep.

Bei herrlichem Sonnenschein ging es über die Balkantrasse nun nach Wermelskirchen. Hier gab es nach 8 km erst einmal ein gutes Frühstück. Danach folgten wir der kurvenreichen und immer abwärts geneigten Trasse – über 30 km bei 300 m Höhendifferenz - bis zum Ende nach Opladen.

Ab Opladen fuhren wir mehr oder weniger an der Wupper entlang bis zur Wuppermündung am Rhein. Mit der Fähre Hitdorf Langel wechselten wir dann auf die linke Rheinseite.  Hier erreichten wir nach einiger Zeit den Ort Zons und kehrten dort im Schloss Café ein.

Anschließend ging es mit der Fähre Zons-Urdenbach wieder auf die rechte Rheinseite und durch die Urdenbacher Kämpe zum Schloss Benrath. Weiterhin ging es nun am Benrather Bahnhof vorbei durch den Forst Benrath zum Unterbacher See. Von hier aus war es nicht weit zum Bahnhof Düsseldorf-Eller, wo wir schnell die S 1 erreichten.

Wir waren um ca. 18.00 Uhr wieder zuhause und hatten eine Strecke von 65 km zurückgelegt.

 

Manfred Hopf

 

Radtour von Dernau nach Bonn am 18. Oktober 2018

 

Am 18. Oktober 2018 zog es 6 Radfahrer mehr zum Süden hin, obwohl der Himmel an diesem Tage auch dort überall bedeckt war.

Wir fuhren um 9.00 Uhr mit dem Zug über Duisburg Hbf. nach Remagen. Von dort ging es mit der Ahrtalbahn nach Dernau.

An der Ahr entlang fuhren wir zunächst zur Dagernova Weinmanufaktur, der Winzergenossenschaft im Ahrtal.

Eine fränkische Ahrtal-Siedlung im 8. Jahrhundert wird als "Dagernova", das heutige Dernau, erstmals urkundlich erwähnt. Der überlieferte Name stand Pate bei der Gründung der Weinmanufaktur Dagernova, die sich auf eine über 1.000-jährige Weinbautradition besinnt und auf "handgemachte" auserlesene Qualität setzt.

Danach ging es weiter an der Ahr entlang zum Kloster Marienthal. In der dortigen Gaststätte und dem einmaligen Ambiente des Klostergartens entbrennt des Öfteren ein kleiner Streit über Keller und Küche. Wovon sollte man eigentlich mehr begeistert sein: Von der Qualität und Vielfalt des Kellers oder der Küche?

Uns war das eigentlich egal, denn sowohl die angebotenen Weine wie auch unsere Flamm- oder Zwiebelkuchen haben uns hervorragend geschmeckt.

Nach dieser Stärkung ging es weiter über Ahrweiler, Bad Neuenahr und Sinzig zur Mündung der Ahr in den Rhein.

Kurz danach erreichten wir die Brücke von Remagen. Es ist vielleicht interessant, welchen Zusammenhang es hier mit unserer Gegend gibt. Beim Rückzug der Heeresgruppe B unter Generalfeldmarschall Walter Model auf die rechte Seite des Rheins 1945 sollten nach dem Willen der Wehrmachtführung – die Geschichte ist bekannt -  alle Rheinbrücken gesprengt werden.

Am 21. April 1945 erschoss sich Walter Model unter einer Gruppe Eichen im Spee’schen Wald, zwischen Wedau und Lintorf unweit der Sechs-Seen-Platte.

 

Auf unserer weiteren Rheinfahrt kamen wir zum Weinhäuschen am Rhein. Es gibt dort eine königliche Küche mit österreichischen und lokale Spezialitäten.  

Nach dieser letzten guten Pause fuhren wir zum neuen Haltepunkt „Bonn UN Campus“ der Deutschen Bahn.

Die gesamte Fahrstrecke betrug 47 km. Wir hatten die Fahrt von Remagen nach Köln kurzfristig in die Fahrt von Dernau nach Bonn abgeändert.

 

Die Rückkehr nach Buchholz erfolgte gegen 21.00 Uhr.

 

Manfred Hopf

 

Radtour am 13. Oktober 2018 von Kevelaer nach Duisburg

 

Diesmal hatten sich 6 Radbegeisterte das  Ziel gesetzt von Kevelaer nach Duisburg-Buchholz zu fahren.

Zunächst ging es mit dem Zug um 9.30 Uhr von Duisburg-Buchholz zum Düsseldorfer Hbf. und von dort recht zügig zum Bahnhof Kevelaer.

Von hier fuhren wir zur Marienbasilika und zur Kerzenkapelle. Dies sind prachtvolle, schöne Kirchenorte bei denen man sich die Zeit nehmen sollte sie zu besichtigen. Leider wurden an diesem Tag dort Messen gefeiert und wir konnten nur einen kurzen Blick in diese Kirchen werfen.

Nach dem Besuch der Gnadenkapelle ging es nun weiter über Wetten nach Kapellen um eine Kaffeepause zu machen. Leider befanden wir uns aber auf dem Land wo die Backstuben am Samstag um 13.00 Uhr geschlossen haben.

Nach einiger Zeit fanden wir aber auf unserem Weg einen guten Rastplatz um das Versäumte mit eigenem Mundvorrat nachzuholen.

Danach erreichten wir auch schon den Bearlagshof, einem herausragenden Restaurant in der Nähe von Issum. Nach dem wir uns dort ausreichend gestärkt hatten ging es weiter zum Kloster Kamp.

Um Gastfreundschaft als typisch klösterliche Tradition neu mit Leben zu füllen, ist dort im alten Refektorium ein Kloster-Café eingerichtet worden.  Das Klostercafé wird als Spenden-Café – fair und lecker – geführt.

Nach einer guten Kaffeepause ging es über Kamp-Lintfort durch den Baerler Busch zum Rhein. Stromauf folgten wir nun unserem Vater Rhein bis zur Duisburg-Hochfelder Eisenbahnbrücke und waren dann wieder schnell in Buchholz.

 

Die gesamte Strecke betrug 66 km, da wir nicht wie zuerst vorgesehen zum Heesenhof gefahren sind.

 

Manfred Hopf

 

Radtour am 9. Oktober 2018 zum Haus der Japanischen Kultur

 

Bei gutem Wetter machten sich an diesem Tag um 9.00 Uhr vom Kirchplatz aus 7 Radfahrer auf den Weg nach Düsseldorf. Vielleicht um auch die symbolträchtige Zahl 12 zu erreichen stießen noch 5 weitere Radfahrbegeisterte unterwegs zu uns.

Zunächst erreichten wir den Klemensplatz in Kaiserswerth. Dort gab es erst einmal Kaffee- oder Eisgenuss. Danach ging es mit der Fähre auf die andere Rheinseite und am Freibad Lörick vorbei bis zur Theodor-Heuss-Brücke.

Hier hatten wir eine größere Stärkung verdient und kehrten in der Brauerei Johann Albrecht ein.

Anschließend besuchten wir das Haus der Japanischen Kultur. Schon ein kurzer Rundgang durch den dortigen Garten vermittelte einen Eindruck von der tiefen Verwurzelung der traditionell japanischen Kultur im Buddhismus. Sowohl die Gartenanlage als auch das japanische Haus gaben uns das Gefühl der Achtsamkeit und auch der stillen Einkehr.

 

Danach fuhren wir über die Theodor-Heuss-Brücke auf der rechten Rheinseite bis zum Nordpark. Hier besichtigten wir den dortigen Japanischen Garten.

Während die Japaner ihren Gärten sehr symbolische Bedeutung beimessen und als Orte der Besinnung verstehen, sind Gärten in Deutschland mehr praktisch Orte der Erholung. Bei unserer knappen Zeit hatten wir weder für das Eine noch das Andere Zeit.

Nach einer kurzen Kaffeepause im Café im Nordpark befanden wir uns schon wieder auf der Rückfahrt.

Die gesamte Radtour betrug ca. 52 km.

 

Manfred Hopf

 

Radtour am 5. Oktober 2018

von Haltern nach Dinslaken

 

Es waren wieder einmal 6 Pedalritter, die sich um 9.00 Uhr mit dem Zug auf den Weg nach Haltern machten.

Dies war allerdings einfacher gesagt als getan. Auf dem Duisburger Hbf. sollte unser Zug zunächst auf Gleis 10 fahren, danach auf Gleis 11 und zum Schluss sollten wir innerhalb von 3 Minuten auf Gleis 13 sein.

Wir kamen ganz schön ins Schwitzen und zum treppenrunter und treppenrauf Tragen, um in allerletzten Sekunde den Zug nach Haltern zu erreichen.

In Haltern fuhren wir bei sehr schönem Wetter zunächst am Römermuseum vorbei zur Tannenberg Kapelle. Nach einer kurzen Pause ging es am Ludgerusbrunnen vorbei zum Schloss Lembeck. Im Café am Schloss gab es dann dort eine ausgiebige Kaffeepause.

Danach erreichten wir schnell die Milchhaltestelle vom Hof Kerkmann. Es gibt dort frische, naturbelassene Rohmilch.

An der Milchtanke erwarben wir nun einen Liter frisch gemolkene Kuhmilch. Nach dem Verzehr konnten wir bestätigen, dass für Genießer der intensive, sahnig-süße bis nussige Geschmack der Inbegriff von natürlichem Genuss ist.

Wir störten uns nicht daran, was der Gesetzgeber rät: „Rohmilch ist unbehandelt sollte vor dem Verzehr auf mindestens 70° C erhitzt, bei 5° C oder weniger aufbewahrt werden“.

Als einer der Höhepunkte unserer Radtour konnten wir uns noch mit Frau Kerkmann über viele Gegebenheiten der Milchwirtschaft unterhalten.

Aber dann hieß es doch, an der Milchhaltestelle auftanken und abfahren.

 

Nach einiger Zeit erreichten wir nun Schloss Raesfeld. Dort kehrten wir im Restaurant „Zur Schlosskapelle“ ein. Ausreichend gestärkt fuhren wir nun durch den Schlosspark in Richtung Dämmerwald, der jetzt das erste ausgewiesenes Wolfsgebiet von NRW ist.

Nach mutiger Durchquerung des Wolfsgebietes kamen wir nach längerer Zeit an die Lippe und den Wesel-Datteln-Kanal.

Anschließend erreichten wir den Flugplatz Schwarze Heide mit dem gleichnamigen Restaurant. Von hier aus ging es nach einer längeren Pause durch das Naturschutzgebiet Kirchhellen zum Rotbachweg. Es wurde nun immer schneller dunkel und da kam es gut aus, dass wir um 19.30 Uhr den Bahnhof Dinslaken erreichten.

Die weitere Fahrt nach Duisburg war zügig, so dass wir gegen 20.45 Uhr zurückkehrten.

Die gesamte Strecke betrug 74 km bei wunderschönem Herbstwetter.

 

Bericht Manfred Hopf

Radtour am 19. September 2018

zum Museum "Insel Hombroich"

 

Heute hatten 5 Radler mehr ein kulturelles Interesse und machten sich um 9.00 Uhr auf den Weg zum Museum Insel Hombroich.

Zunächst ging es nach Kaiserswerth zum Clemensviertel um dort eine gute Kaffeepause zu machen.

Danach überquerten wir mit der Fähre den Rhein und waren schon nach kurzer Zeit in Meerbusch.

Anschließend erreichten wir Neuss und danach Holzheim.

 

Hier besuchten wir zunächst auf dem Museumsgelände die Raketenstation.  Auf der NATO-Raketenstation wurden früher Nike-Raketen bereitgehalten. Vor der Anlage kam es in den 1980er Jahren zu Demonstrationen und Sitzblockaden durch Anhänger der Friedensbewegung. Die Raketen wurden 1988 demontiert, der Stützpunkt 1990 geschlossen.

Karl-Heinrich Müller erwarb 1994 das Areal und ließ die vorhandenen Gebäude umbauen.. Auf dem Gelände arbeitet heute eine Vielzahl von Künstlern, Dichtern, Komponisten und Wissenschaftlern.

 

Danach ging es dann weiter zum Museum Insel Hombroich.

Vielleicht ist die Insel nur zu erleben, nicht zu beschreiben, sagte der Museums- und Stiftungsgründer Karl-Heinrich Müller (1936-2007)

Das 1987 eröffnete Museum Insel Hombroich umfasst ein Landschaftsschutzareal von 21 ha und ist ein reines Tageslichtmuseum mit zehn begehbaren, teils als Ausstellungsgebäude genutzten Skulpturen, um Kunst und Natur sinnlich erfahrbar zu machen. Speisen und Getränke brauchten wir als Gäste nicht mitzubringen. Essen und Trinken gab es im dortigen Bereich der Cafeteria kostenlos.

Anschließend fuhren wir über den Erftradweg bis zur Mündung der Erft in den Rhein.

Nach dem Yachthafen von Neuss erreichten wir die Rheinpromenade von Düsseldorf. Hier bot es sich natürlich für uns an beim Zum Uerige eine kleine Rast einzulegen.

Danach war dann die Strecke bis zum Duisburger-Süden leicht zu bewältigen.

Nach 82 km kehrten wir um ca. 20.00 Uhr wohlbehalten nach Hause zurück.

 

Bericht Manfred Hopf

Radtour am 15. September 2018

zur Zeche Zollverein

 

Vier unternehmungslustige Radfahrer machten sich heute um 9.00 Uhr bei gutem Wetter auf den Weg ins Ruhrgebiet. Zunächst ging es an der Ruhr entlang über Kettwig zum Baldeneysee.

Von dort aus erreichten wir an der Ruhr entlang später das Café Celona. Nach einer guten Kaffeepause ging es nun weiter nach Steele.

Von hier aus kamen wir zur Erzbahntrasse, die uns direkt zur Zeche Zollverein führte. Auf der Essener Zeche Zollverein befindet sich die größte freistehende Rolltreppe Deutschlands. Sie befördert Besucher in die zum Ruhrmuseum umgebaute Kohlenwäsche.

Die Daten:
Gewicht 220 Tonnen ;2 Gangways mit je 250 Stufen;
Höhe 24 Meter; Länge 58 Meter
Im oberen Bereich der Kohlenwäsche befand sich eine kleine Versorgungsstation, bei der wir uns erst einmal wieder stärkten.

Danach ging es dann durch Essen weiter zum Radschnellweg über den wir bis nach Mülheim Bahnhof gefahren sind.

Nachdem wir bei Café Plati noch ein Eis zu uns genommen haben, ging es am Mülheimer Wasserbahnhof vorbei in die Ruhrauen. Wir erreichten nun auch Saarn und den Nachbarsweg, über den wir dann schnell wieder an unseren Startpunkt gelangten.

Die gesamte Strecke betrug 82 km.  

 

Bericht Manfred Hopf

Radtour am 8. September

vom Duisburger Süden zum Neandertal und zurück.

 

Bei gutem Septemberwetter sind wir mit 5 Radlern um 8.00 Uhr in Richtung Lintorf losgefahren. Wir erreichten nach einigen Hügeln das Angertal.

Von dort ging es zu unserer Mittagspause im Golfclub-Restaurant Obschwarzbach.

Danach erreichten wir mit weiter Sicht über das umliegende Land Metzkausen sowie Mettmann und das Neandertalmuseum.

Der nächste Ort war dann Erkrath, wo wir bei Panciera sehr guten Kaffee, Kuchen und Eis bekamen.

Gestärkt fuhren wir anschließend über Gerresheim und weiterhin über den Heinzelmännchenweg bis Grafenberg.  Nach dem Grünen See der Volkardeyer Seen erreichten wir Angermund.

Unsere Radtour hatte einem Radlerehepaar so gut gefallen, daß sie uns noch zu einem Abschiedstrunk nach Hause eingeladen haben. Nochmals vielen Dank an das Ehepaar Kammerevert.

Die gesamte Strecke betrug 71 km und unsere Rückkehr erfolgte gegen 18.00 Uhr.

 

Bericht Manfred Hopf

Radtour am 22. August 2018 von Düsseldorf Eller an den linken Niederrhein 

 

An diesem Tage sind wir um 9.00 Uhr von Duisburg-Buchholz mit der Deutschen Bundesbahn nach Düsseldorf-Eller gefahren.

Bis Benrath war die Welt noch in Ordnung. Leider fuhr aber unsere Fähre von Urdenbach nach Zons wegen Niedrigwasser nicht über den Rhein.

Dadurch entschlossen wir uns über die Fleher Brücke nach Zons zu fahren. Bis zu dieser Brücke waren es aber noch 12 km und unsere Radtour gewann dadurch etwas an Länge.

Schnell waren wir nun anschließend in Zons und entschlossen uns nun über Dormagen zum Kloster Knechtsteden zu fahren. Nach einer Pause in dem dortigen Restaurant ging es über den Strategischen Bahndamm zur Erft und von hier aus zum Düsseldorfer Hauptbahnhof.

Die gesamte Strecke betrug 85 km.

Radtour am 21.7.2018 von Wachtendonk nach Walbeck und über Straelen zurück

 

Mit einer Gruppe von 9 Netzwerkern sind wir von Wachtendonk aus gestartet. Der Weg führte uns zunächst ein Stück in die Wachtendonker Altstadt und dann ein wenig an der Niers entlang Richtung Straelen. Um aber nicht schon auf dem Hinweg zu nahe an Straelen heran zu radeln sind wir von dem ausgeschilderten Radweg abgewichen und durch Felder und Auenlandschaft der Niers Richtung Punt geradelt. Zwischen den vielen Gewächshäusern haben wir aber trotz Navigationsgerät und GPS die geplante Route verlassen und sind mit einem kleinen Umweg im Spargeldorf Walbeck angekommen. Der Ortskern mit seinen historischen Gebäuden aus dem 16. Jahrhundert wie dem alten Pastorat, Schloss Walbeck, Haus Steprath und der Steparather Mühle wirkte um die Mittagszeit bei einer Temperatur von 29 Grad verlassen. Viele Restaurants, die zur Spargelzeit geöffnet haben, waren um die Mittagszeit geschlossen.

Wir fanden allerdings nach 20 Km einen schattigen, aber auch warmen Platz für unsere Mittagspause. Aber nach Speis und Trank riefen dann doch wieder die Räder zur Weiterfahrt.

Schon nach einem Kilometer war allerdings eine Fotosession angesagt. Das Motiv im Vordergrund war klar: wir. Der Hintergrund die Kokermühle neben der Steprather Mühle, in der heute noch gemahlen wird, die zweite Walbecker Windmühle, war ja viel interessanter als wir. Sie wurde wohl 1825 aus den Niederlanden nach Walbeck verbracht.

Koker bedeutet im niederländischen Köcher, in dem der Holzbalken steht, der die Verbindung von der Flügelachse mit dem Mahlwerk herstellt. Heute ist Sie nach umfangreicher Renovierung im Privatbesitz eines Architekten.

 

Weiter ging es durch die großen Flächen der Gärtnereien mit Topfpflanzen von der Kokermühle Richtung Straelen. Jetzt ohne Baum und Strauch wurde es zu ersten Mal auf dieser Tour unangenehm heiß auf dem Rücken.

 

Schnell kam aber Straelen, die Stadt der Blumenvermarktung und die heutige Heimat des von Josef Boquoi in Issum am Niederrhein gegründeten größtem Tiefkühlkostdirektvertrieb Europas, näher. Auf dem Marktplatz von Straelen gab es dann die verdiente Erfrischungs- und Eispause.

 

Wer wollte dann noch weiterfahren? 8 Km waren es noch bis Wachtendonk. Der leichte Sommerwind und einige aufziehende dunklere Wolken erhöhten die Fahrgeschwindigkeit, so dass wir nach dieser schönen Tour in der sehr schönen Altstadt von Wachtendonk die Räder wieder ausrollen lassen konnten

Radtour an die Ahr von der Quelle bis zur Mündung am 20. Juli 2018

 

Heute hatten sich 5 Radler ein etwas größeres Ziel gesetzt, bei dem die Deutsche Bundesbahn eine große Rolle spielte.

Wir begannen unsere Fahrradtour im S-Bahnhof Duisburg-Buchholz, um am Flughafenbahnhof den Regionalzug RE 5 Richtung Köln Deutz zu erreichen  Leider kam der RE 5 in Köln Deutz so verspätet an, dass wir den Anschlusszug nach Blankenheim-Wald nicht erreichen konnten.

Der nächste Zug fuhr 1 Stunde später, was auch größere Folgen für den restlichen Tag haben sollte.

Endlich erreichten wir den Bahnhof Blankenheim-Wald eine Stunde später als geplant. Zunächst es ging nach Blankenheim (550 Höhenmeter) zur Ahr-Quelle und dann sofort auf die ehemalige Eisenbahntrasse an der Ahr entlang.

Nach der ersten Pause im Cafe Frings-Mühle erreichten wir bald  Antweiler wo noch einige von uns schöne Erinnerungen aus der Schulzeit an das Schullandheim der Stadt Duisburg am Fuße des Aremberges hatten. Nach über 60 Jahren hatte sich viel verändert, so auch die Nikolaus-Lenz-Brücke, die früher in Wedau zwischen Masurensee und Wolfsee stand, stand und nach Antweiler versetzt wurde.

Nach Antweiler erreichten wir den Ort Schuld, wo wir bei der Bäckerei Schlösser gutes Eifeler Brot und ebenso guten Kaffee bekamen. Die kulinarische Fahrradreise ging weiter nach Insuln, wo wir uns  einen kleinen Abstecher in das Spitzenrestaurant und Hotel Ewerts nicht verkneifen konnten.

Über wunderschöne Wege fuhren wir nun frohgemut weiter bis uns vor Altenahr der Regen einholte. Überrascht vom Regen waren diejenigen , die keinen Regenschutz dabei hatten. Irgendwo unterstellen? Ja, eine gute Idee, wenn da nicht wieder die Deutsche Bahn ins Spiel kam.

 

Nicht nur die 1 Stunde morgentliche Zeitverzögerung, sondern auch

der Schienenersatzverkehr ab Ahrweiler durch Busse ohne Fahrradtransport zwangen uns nicht nur statt 67 km bis Ahrweiler, sondern 86 km bis Remagen zu fahren, wenn wir in Remagen den Zug um 20.43 Uhr erreichen wollten. Wir hatten keine Zeit zum Unterstellen und ganz wenig Zeit für die restlichen 35 km. Als kleine Abwechslung gab es dann zwischendurch auch noch Eisregen mit viel Wind. Zum Unterstellen wären die dortigen Tunnel eigentlich ideal gewesen, aber es musste im Regen weitergehen. Zu unserer Freude hörte

in Dernau der Regen dann plötzlich auf und war auf der weiteren Strecke wie weggeblasen. Nach Ahrweiler, Bad Neuenahr und Sinzig erreichten wir den Rhein und über die Walnuss-Allee die Mündung der Ahr in den Rhein. Auf dem Weg zum Bahnhof in Remagen konnten wir noch einen Blick auf die Brücke von Remagen werfen.

 

Wir kamen 5 Minuten vor Zugabfahrt an und hatten somit großes Glück nach Umstieg in Lohausen um 22.30 Uhr wieder in Duisburg-Buchholz zu sein.

 

Radtour an die Maas am Freitag, dem 13. Juli 2018

 

An diesem sonnigen Freitag machten sich 8 unternehmungslustige Radler um 8.41 Uhr ab Duisburg-Buchholz S-Bahnhof auf den Weg nach Boisheim um die Maas zu erkunden.In den DB-Zügen war an diesem Tag sehr viel Platz und die Fahrzeiten wurden trotz kurzer Umsteigezeit eingehalten.

Also diesmal - auch auf die Rückfahrt bezogen – ein großes Lob an die Deutsche Bahn.

 

 Leider holte uns aber unterwegs der Freitag, der 13. unser „Schwarzer Freitag“ ein. Es stellte sich heraus, dass der Maas-Hopper mit dem wir von Steyl nach Arcen schippern wollten an diesem Tag eine Pause machte.

 

Wir mussten neu disponieren und sind dann folgende neue Strecke gefahren:

 

Nach Boisheim - unserem Zielbahnhof - erreichten wir schnell den Ort Born mit seinem schönen See. Danach ging es dann durch ein Naturschutzgebiet an der Schwalm entlang nach Brüggen. Am Schloss und an der Burg Brüggen ging es nun zügig durch ein großes Waldgebiet weiter an der Schwalm entlang zum Venekotensee.

 

Weiter ging es durch ein Naturschutzgebiet – Elmpter Schwalmbuch – über die „Alte Zollstraße“ zur Deutsch- Niederländischen Grenze. Vorbei am Kasteel Hillenraad erreichten wir bald ein großes Seengebiet  und damit auch den Ort Asselt an der Maas.

 

Nach einer kurzen Kaffeepause ging es nun zu einer alten Windmühle – De Graue Beer - vorbei nach Beesel zum Cafe‘ Terras Maashof. Hier hatten wir einem wunderbaren Ausblick auf die Maas.

 

Anschließend erreichten wir schnell die Maasfähre nach Kessel. Dort steht als markantes Zeichen für den Ort die Kirche „Onze Lieve Vrouw Geboorte“  und die neu restaurierte Burg (8 Millionen) „Kasteel de Keverberg“. Nach einem gutem Eis in der dortigen hervorragenden Eisdiele erreichten wir bald der Maas stromab folgend und an der Schleuse in Belfeld vorbei die Fähre nach Steyl.

 

Aufgrund der Schwarzen Freitagsgegebenheiten ging es nun ohne Schiff weiter  nach Tegelen. Kurz vor der Grenze nach Deutschland erreichten wir vorher noch einen sehr schönen Biergarten neben einem ehemaligen Trappistenkloster.

 

Nach der Grenze waren wir schnell am Bahnhof von Kaldenkirchen. Hier beginnt die sehr schöne Eisenbahntrasse nach Kempen.  

 

Wir durchquerten den „De Wittsee“ und waren bald in Grefrath. Von hier aus waren wir schnell in Kempen und erreichten so das letzte Ziel unserer Schwachheiten, nämlich den Buttermarkt. Wie jeder gut Informierte weiß gibt es hier ein hervorragendes Eiscafe, welches in heißen Sommerzeiten ein unbedingtes Muss ist.

 

Ab Kempen fuhr unser Zug um 20.15 Uhr ab und wir erreichten nach umsteigen in Düsseldorf um ca. 21.30 Uhr wieder unsere Heimat.

 

Die gesamte Fahrstrecke betrug bei herrlichem Sommerwetter und viel Schatten 70 km.

 

Radtour von Emmerich nach Rheinberg am 6. Juli 2018

 

Um 9.00 Uhr trafen sich 4 Radfahrer an der Ecke Neidenburger Straße /Dickelsbachbrücke, Großenbaumer Allee und Sittardsberger Allee um sich auf den Weg zum Duisburger Hbf. zu machen. Dort fuhr dann der Zug planmäßig nach Emmerich um 9.44 Uhr ab.

Schnell erreichten wir die Rheinpromenade in Emmerich und es ging über die Rheinbrücke auf die andere Rheinseite. Dort fuhren wir durch eine bäuerliche Niederrheinlandschaft über den Ort Wissel am Wisseler See vorbei nach Kalkar.

Hier machten wir an einem ruhigen schattigen Platz im Brauhaus Kalkarer Mühle eine gute Mittagspause. Danach ging es durch Felder und auf kleinen Wegen an Seen vorbei nach Durchquerung eines Golfplatzes nach Obermörmter.

Hier folgten wir dann dem Rhein bis zur Xantener Nordsee und erreichten danach schnell auch die Xantener Südsee.  Dort ließen wir uns im Hafen bei Plaza del Mar zu einem verdienten Eis und anderen Südseegegebenheiten nieder.

Weiter ging es danach über die Bislicher Insel am Vogelparadies vorbei zur Weseler Rheinbrücke. Da das GPS-Gerät ausgefallen war, entschlossen wir uns aufgrund von besserer Wegekenntnis nicht nach Friedrichsfeld sondern nach Rheinberg zu fahren um dort den Zug zu erreichen.

Der Zug war pünktlich und nach Erreichen des Duisburger Hbf. fuhren wir von dort mit dem Fahrrad weiter und waren um ca. 19.30 Uhr zu Hause.

Die gesamte Fahrstrecke von Emmerich bis Rheinberg betrug bei wunderbarem Wetter 70 km.

Radtour am 10 Juli  Entenfang - Mühlheimer Wald - Saerbeck -Breitscheidt-Schloß Linepp- in der Drucht- Sechs Seen Platte 

 

Mit12 Teilnehmern sind wir in die den meisten bekannte Umgebung von Duisburg gestartet. Da es aber so viele Möglichkeiten gibt den Mülheimer Wald zu durchqueren gibt, war auch diese Radtour wieder abwechslungsreich. Gleichzeitig stellte sie auch technische Herausvorderungen an die Gruppe, musste doch der Schlauch in einem Vorderrad gewechselt werden. Alle Golfer des Golfclubs in Selbeck hatten wohl schon Mittagspause als wir am Clubhaus vorbeiradelten.So konnten wir unbehelligt von umherfliegenden Golfbällen weiter nach Selbeck fahren. Dort kreuzten wir die B1 nach Mülheim, um unseren Weg Richtung Ruhrtal fortzusetzen. Bevor uns aber der Übermut einer rasanten Abfahrt ins Ruhrtal erfasste, bogen wir rechts unter der A52 ab richtung Breitscheid. Wir landeten im Paradies aller Bachfreunde. Bemerkenswerte Flußläufe begleiteten uns oder zwangen uns zu ihrer Überquerung. Langkampbach,Hummelsbach,Mückeshoferbach und Linneper Bach heißen die in jedem Quiz gefragten Gewässer rund um Breidscheidt. Der Weg führte uns durch Feld und Wald. Und siehe da oder auch dort, begrüssten uns,an zwei unterschiedlichen Stellen,zwei Rehe. Nach der überraschenden Naturkunde folgte mit dem Schloß Linnep das achitektonische High Light der Tour. Lange konnten wir aber dort nicht verweilen, weil High Noon schon überschritten war, die Magenuhr schon schrill läutete. In dem Lokal Lumare-Zur Grenze haben wir dann im Innnenhof gesessen und uns an den preiswerten aber leckeren Gerichten der italienischen Küche erfreut. Vorbei an dem Lintorfer Waldsee und  an den mondänen Häusern der Lintorfer Waldsiedlung begann der Heimweg über das Lintorfer Pferde Mekka Gut Hülchrath, die Drucht und den Entenfang.

https://www.komoot.de/tour/35737589

 

Fahrradtour Rund um Dülmen vom 30.6.2017

 

Um 9 Uhr haben wir , 11 radelnde Netzwerker, uns am Standort des Anhängers auf der Sittardsberger Allee getroffen und geneinsam die Fahrräder verladen. Hans Peter Andresen hat dann den Anhänger in die Nähe des Freibades und des Stadions nach Dülmen gezogen. Von dort sind wir dann zu der Rundtour um Dülmen herum bei herrlichem Sommerwetter gestartet.

 

Erst einmal mussten wir uns den Weg durch ein schönes Wohngebiet in die Dülmener Innenstadt suchen. Dabei haben wir leider die 120 Jahre alte Klosteranlage  Marian Hamicolt verpasst.

http://www.kloster-hamicolt.de/

Aus der Dülmener Innenstadt ging es dann gleich  in den Wildpark Dülmen. Dieser englische Landschftsgarten wurde um 1860 eröffnet. Der 250 Hektar große Park mit vielen Sichtachsen, kleinen Seen und einem alten Baumbestand war Teil der Gartenanlagen des Schloss Dülmen des Herzog von Croy, das 1830 erbaut aber 1945 zerstört wurde. In den Wiesen, Wäldern und Seen in dem 250 Hektar großen Areal leben Damwild, Rotwild und Heidschnucken. Die Teiche sind Heimat für eine Reihe von Vogelarten.https://de.wikipedia.org/wiki/Wildpark_Dülmen

Durch kleine Dorfschaften führte uns der immer von Alleen gesäumte Weg.

Nach 15 km erreichten wir das rund 360 Hektar große sich im Privatbesitz des Herzogs von Croy befindliche Naturschutzgebiet mit den dort lebenden 300 bis 400  Dülmener Wildpferden. Damit wir einen guten Überblick über die Herde bekommen konnten, hatten sich alle Pferde im Schatten einer Baumreihe versammelt. Besonderes Interesse fanden die trächtigen Stuten und die zahlreichen Fohlen. Die Hengste gingen in der Herde unter.https://www.wildpferde.de/index.php?id=3

Nach 18,1 km folgte die Einkehr im Bauern Café Schnieder in Merfeld. Um 13.30 waren wir zu früh. Die größere Kuchenauswahl für den Nachmittag war noch nicht fertig. So nahmen wir mit den gut schmeckenden Rhabarber Baiser und Eierlikör Torten vorlieb. Für den herzhaften Gaumen wurde uns Schinkenbrot serviert.

Weitere 8 Km weiter bei Km 26,3 erreichten wir in Welte den Teich und den Rhododendronwald einer Gärtnerei. Die unter großen Fichten im Wald stehenden Rhododendren waren natürlich jetzt schon verblüht.

Von dort radelten wir locker durch Felder die 7 Km wieder bis zum Ausgangspunkt am Dülmener Stadion zurück.

26.Juni Dienstag Radtour 25 Km 

 

Zu unserer gemütlichen 25 Km Radtour trafen sich 12 radfahrbegeisterete Netzwerker um 11 Uhr bei schönem Sommer Wetter an der Arlberger Str.

 

Vom Forsthaus am Wambachsee sind wir dem Dickelsbach bis in die Heltorfer Mark gefolgt, bis wir die Lintorfer Waldstraße, die Angermund und Lintorf verbindet erreicht hatten. Von dort statteten wir Angermund einen Besuch ab,

um dann an der Burg Angermund http://amt-angermund.de/2016/12/20/kellnerei-und-burg-angermund/ vorbei dem Angerbach zu folgen. Nach der Überquerung des Angerbaches hatten wir eigentlich vor durch den Hinkesforst direkt nach Lintorf zu fahren. Daraus wurde dann eine sehr schöne Hinkesforst Rundfahrt, die wieder an der Lintorfer waldstraße endete. So konnten wir auf dem Weg nach Lintorf auch noch die uralte Korbweide besuchen. In Lintorf fanden wir dann im Biergarten des Bürgershof einen schönen Platz für unsere Gruppe. Der Bürgershof ist eine der wenigen ehemaligen historischen Hofanlagen der Gegend. Seit 1597 dient der Bürgershof schon als Gaststätte. Wohl gestärkt suchten wir uns den Weg durch Lintorf Richtung Entenfang. Dabei konnten wir einen längeren Aufenthalt an einem Handarbeitsgeschäft noch gerade vermeiden. Die Lintorfer Mark und die Drucht haben wir rechts liegengelassen ,um  dann links über den Bahnübergang entlang der Bahnstrecke Duisburg Bissingheim - Düsseldorf wieder die Sechs-Seen-Platte zu erreichen. Von der BG U.Klink fand dann jeder wieder selber den Weg nach Hause.

 

 

Mittwoch der 16.Mai 2018 ‚Tour der Sinne‘

 

Das Wetter war uns hold an diesem Mittwoch, so dass wir eine sehr schöne und ‚sinnige‘ Radrunde erleben konnten.

Wer kennt sie alle auf Anhieb? Sie sind uns oft gar nicht bewusst. Meist nutzen wir sie wie selbstverständlich und denken wenig über sie nach.

  • der Sehsinn (Augen)
  • der Geruchssinn (Nase)
  • der Gehörsinn (Ohren)
  • der Haut- oder Tastsinn (Haut)
  • der Geschmackssinn (Zunge)
  • der Bewegungssinn
  • der Gleichgewichtssinn

Diese Radtour sollte ein bewusstes Wahrnehmen unserer Sinne werden. Gegenseitig machten wir uns dann auch auf verschiedene Sinneswahrnehmungen aufmerksam.

 

Besonders nahmen wir unsere Umgebung mit den Augen wahr, der Geruchssinn wurde durch die vielen jetzt blühenden Sträucher und Bäume angenehm beansprucht, auf das Gezwitscher der Vögel achteten wir in besonderem Maße, der Geschmackssinn wurde dann beim leckeren Kuchenessen auf dem Eller Hof getestet, dem Bewegungs-und Gleichgewichtssinnen stellten wir uns über die gesamten ca. 30km der Radstrecke, schließlich konnten wir den Fahrtwind auf unserer Haut als letzten Haut-und Tastsinn spüren.

 

Es wurden also alle uns zur Verfügung stehenden Sinne bei unserer Mittwochfahrt angesprochen. Welch ein bewusstes Radfahrerlebnis! Allen die verhindert waren, rate ich, dies auch einmal für sich auszuprobieren, es lohnt sich.

 

Wie ihr seht, ist Radfahren nicht nur eine Sportart die der Gesundheit nutzt, sondern Radfahren kann auch ein sinniges Erlebnis werden.

 

Siegfried Enge

Montag den 7. Mai 2018 17-Seen-Rundfahrt

 

Kaiserwetter war angesagt an diesem schönen Maimontag. Wir haben es dann auch auf unserer 17-Seen-Rundfahrt in vollen Zügen genossen.

14 Radler/innen waren neugierig auf diese 17 Seen. So viele soll es in unserer näheren Umgebung geben? Einige konnten es kaum glauben aber es waren tatsächlich 17 an der Zahl.

Hier noch einmal zum nachzählen:

Remberger See, Großenbaumer See, Rahmer See, Angermunder See, Entenfang, Weißer See, Haubach See, Wildförster See, Wolf See, Wambach See, Masuren See, Böllert See, Blauer See, Barbara See, Regattabahn, Berta See, Margareten See.

Zwischendurch machten wir Halt an einer Pizzabude in Angermund und ließen uns dort die wirklich leckere Pizza schmecken.

Nicht alle Seen konnten wir von den Wegen aus in ihrer vollen Pracht sehen aber stellenweise erahnen wo sie sich hinter Bäumen und Sträuchern verbargen. Wer möchte, kann diese Tour ja noch einmal alleine abfahren und sich die Seen in Ruhe ansehen.

Insgesamt war unsere Tour 36km lang.

 

Siegfried Enge

Samstag 21.4.2018  2. Fahrradtour                                              Von Weeze durch den Nationalpark De Maasduinen zur Maas und über Twisteden und Kevelaer zurück nach Weeze

Um 9 Uhr trafen sich 12 Fahrradfahrer zu einer Rundtour, die Siegfried ausgearbeitet hatte, zum Verladen der Fahrräder in den Anhänger.Dann begann die Sternfahrt nach Weeze, wo wir uns alle auch an einem für den Anhänger geeigneten Parkplatz an der Niers in der Nähe des Weezer Tierparks wiedertrafen.

Gerade dieser Tierpark ist ja die Heimat seltener vom Aussterben bedrohter Vogelarten wie die Cröllwitzer Puttenhenne. Nachdem Weihnachten schon zwei seltene Tauben aus dem 24 Stunden ohne Eintritt zugänglichen Tierpark gestohlen wurden, berichtete die Rheinische Post nun von Dieben die letzte Woche eine Warzenente und zwei Küken mit einer Cröllwitzer Henne entwendet haben.

Aber nicht diese Kriminalgeschichte machte Weeze über den Niederrhein hinaus bekannt. Denn Weeze ist ja nicht, wie einige auswärtige Fluggäste meinen, ein Stadtteil von Düsseldorf. Vermarktet doch Ryanair den Flughafen unter Düsseldorf (Weeze). Nur aus der Fußnote „ca. 70 Kilometer von Düsseldorf“ wird erkennbar, dass es sich um einen sehr weit entfernten Stadtteil am linken Niederrhein handeln muss.

Diesen Flughafen, der Weeze als Royal Air Force Laarbruch und heutigen Airport Weeze bekannt gemacht hat, gibt es schon seit 1933.

Uns interessierte aber nicht der Flugbetrieb, sondern das schöne Umland um den weitläufigen Flugplatz, dessen ehemalige militärischen Anlagen heute privat von einer Championzucht bis hin zu Ferienhäusern genutzt werden.

Unsere Radtour führte uns aus Weeze heraus in Richtung Niederlande. Zunächst auf dem Radweg entlang einer Landstraße vorbei an Feldern und Bauerhöfen. Es handelt sich hier um eine Kulturlandschaft mit vielen ehemaligen Heiden und Mooren. Mit Ausnahme des Laarbruchs,der im 14. Jahrhundert kultiviert worden ist, wurden die anderen Feucht- und Heidegebiete sowie Moore erst um 1900 kultiviert.

 

Diese als Kulturlandschaft "Maasterrassen" bezeichnete Gegend ist Teil der Flussterrasse ,die sich von Arcen bis nach Goch entlang der niederländischen Grenze von hinzieht.

 

Das diese langausgestreckte Flussterrasse bis zu 35 m über dem Meeresspiegel liegen kann, haben wir dann erfreulich zu spüren bekommen, als wir zum Nationalpark De Maasduinen hinunter „düsten“. Wir waren nun in den Niederlanden angekommen.

 

Von nun an ging es von „Knooppunt“ zu „Knooppunt“. Das Knotenpunktnetz wurde von Belgiern entwickelt, um Freizeitradlern ein einfaches Orientierungssystem entlang schöner Wege zur Verfügung zu stellen. Dabei geht es nicht um die Schnellsten, sondern um die schönsten Verbindungen von A nach B.

 

So fanden wir auch an Knooppunt 30 das Reindersmeer. In den Jahren um 1960 wurde hier Sand abgebaut. Aus dieser ehemaligen Sandgrube ging das Reindersmeer und das benachbarte Leukermeer hervor. Das Reindersmeer ist eine ökologisch sensible Naturlandschaft, die sich von dem, mit der Maas über einen Kanal verbunden Leukermeer deutlich unterscheidet. Denn am Leukermeer stehen Freizeiteinrichtungen, Schwimmbad und ein langer Sandstrand bei schönem Wetter vielen Menschen zur Verfügung.

So genossen wir am Reindersmeer unsere Trinkpause lieber in der Ruhe der Natur.

Nach der Pause ging es auf sandigen Boden vorbei am Seeufer und durch Wald in Richtung Maas. So langsam begannen einige vom leckeren Spargelessen zu träumen. So fuhren wir in den Ort Well an der Maas ein – nur auf die Restauration konzentriert- und übersahen das Wasserschloss Well.

Das Schloss Well umgeben von zwei Wassergräben wurde im 13. Jh. erbaut, um den Fährübergang bei Well zu schützen. Es gilt als ein Juwel unter den Schlösser in Nordlimburg. Heute gehört es dem "Emerson College" aus Boston, das dort ein europäisches Bildungszentrum für die Studenten betreibt.

Da das Menu Restaurants Brienen aan de Maasdes -mit wunderschöner direkt an der Maas gelegner Gartenterasse - mit seinen 7 Gängen unseren Zeitrahmen sprengte, mussten wir ein paar Meter weiter fahren.

Aber auf der kleinen Terrasse des kleinen Hotels la Bell Meuse konnten wir aus einer übersichtlicheren Karte mit Sandwiches, Suppen und hausgemachten Apfelkuchen a la Mutter unseren Hunger stillen und ein Amstel Radler oder Bavaria 0% trinken. Die 117 € pro Person für ein 7 Gang Menu konnten wir bei La bell Meuse nicht ausgeben.

Nach der Stärkung führte der Weg an der Maas entlang, bis uns Schilder und Navigationsgerät daran erinnerten, dass wir ja über Twisteden nach Kevelaer fahren wollten. In Twisteden hörten  wir von unserer Radroute, die sich im Freizeitpark „Das Irrland“ freuenden Kinder. Der Park entstand aus Maislabyrinth, das ein Bauer angelegt hatte und wurde über mehrere Jahre zu einem Park mit einer Fläche von etwa 300.000 m² ausgebaut.

Von Twisteden bis Kevelaer reifte in der Gruppe der Wunsch nach einem Eis. In Kevelaer war uns aber die Fußgängerzone zu voll, so dass wir erst noch an der Niers entlang 8 km bis nach Weeze radeln mussten.

Weeze war schon in Sichtweite, als uns Raphaël Freiherr von Loë mit seinem Wasserschloß Wissen den Weg versperrte. Seit 16 Generationen leben die von Loe auf Schloss Wissen direkt an der Niers.

Vorburg, Kernburg mit Haupthaus und Schlosskapelle, Schlossmühle und Schlosspark dienen heute nicht nur als Wohnung der Besitzer, sondern beherbergt auch einen Forst- und Gutsbetrieb,  Ateliers und Werkstätten, sowie einen Hotelbetrieb in den ehemaligen Gesindehäusern.

Wären wir ein kurzes Stück auf der Landstraße und nicht an dem anderen Niersufer weitergefahren, hätten wir uns diese Wasserburg auch anschauen können, denn der Innenhof ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Aber als nächstes Ziel hatte sich die Eisdiele in Weeze in den Köpfen festgesetzt.

Am Ziel unserer Rundreise gab es dann noch das erträumte Eis im Becher. Der Waldbeerbecher war mit 5 Bestellung der absolute Hit.

Nach der Beladung des Anhängers fuhren wir dann um 17:45 wieder nach Duisburg.

Reinhold Pollmann

Samstag 24.3.2018 Rund um Wegberg im Schwalm-Nette-Gebiet

 

Die Premiere ist gelungen!

 

Die Fahrt mit dem großen Anhänger für unsere Räder nach Wegberg im Schwalm-Nette-Gebiet, hat hervorragend geklappt. Das Verstauen und Abladen der Räder hat zwar mehr Zeit in Anspruch genommen als erwartet aber fürs nächste Mal wissen wir nun Bescheid.

 

Eine weitere Premiere war das Finden der Strecke mittels meines Fahrradcomputers, nach einer Strecke die ich nicht vorher abfahren konnte. Ich musste mich also auf einen unbekannten Radler verlassen, der seine Strecke ins Netz gestellt hatte. Das hat er aber sehr gut gemacht und uns eine sehr schöne Radrunde quer durchs Schwalm-Nettegebiet beschert.

 

Wir fuhren entlang der Schwalm, durch das feuchte Bruchgebiet, an mehreren Wassermühlen, vielen Riedgedeckten wunderschönen Häusern vorbei und kamen nach ca. 40 km wieder am Ausgangsort in Wegberg an.

Zwischendurch machten wir Rast in einer italienischen Eisdiele wo wir uns bei schönsten Sonnenwetter mit Eis und heißem, sehr leckeren Apfelstrudel belohnten.

 

Die erste Tour war schon eine Herausforderung für unsere Gesäßpartie und die Muskulatur. Wir trainieren aber fleißig weiter, sodass dieses kleine Ärgernis in Zukunft kleiner werden wird.

 

10 Radler/innen wagten diesen Premiereausflug und haben ihn nicht bereut. Leider konnten min. 5 angemeldete Radler/innen aus Krankheitsgründen nicht teilnehmen, wollen aber beim nächsten Mal dabei sein.

 

Die nächste Fahrt mit dem Fahrradtransportanhänger findet wie geplant, am Samstag den 21. April statt. Wir fahren einen Rundkurs von und nach Weeze ab. Zwischenstation wird in den Maasduinen sein. Insgesamt ist die Strecke 45km lang.

 

Siegfried Enge

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