geben und nehmen
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Berichte Wochenendreisen

20.09.2020   Fahrt mit dem Schiff nach Kettwig

Nach Absage der ursprünglichen geplanten Schifffahrt von Duisburg zum Baldeneysee haben wir es dennoch geschafft, einen Ausflug auf der Ruhr durchzuführen.

Es trafen sich 8 Wochenendreisende in Duisburg-Buchholz um anschließend mit 2 PKW die Anfahrt zum Mühlheimer Wasserbahnhof anzutreten. Das Parken ist dort sonntags kostenlos. Da diese Strecke auf der Ruhr nur im Linienbetrieb durchgeführt wird, war frühzeitiges Erscheinen zwingend erforderlich. Unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln nahmen wir auf dem Schiff Platz. Abfahrt war 12:00 Uhr. Während der 50-minütigen Fahrt legte das Schiff noch 3 Mal unterwegs an. 

Wir legten in Kettwig vor der Staustufe an, verließen das Schiff und traten bei herrlichem Wetter einen, wie Urlaub sich anfühlenden Aufenthalt an. Zunächst begaben wir uns zum bereits reservierten Mittagstisch. Das zum Restaurant umgebauten, ehemaligen Ruhrschiff “Tetris“ liegt oberhalb der Staustufe dem sogenannten „Kettwiger See“ und bietet eine gute und vielfältige Küche an.

Nach dieser Stärkung und aufgrund eines entschleunigen Services schauten wir uns etwas verspätet Kettwig an.

Kettwig seit 1857 eine eigenständige Stadt wurde im Jahre 1929 dem Kreis Düsseldorf-Mettmann zugeordnet. Da das allein von der Tuchindustrie geprägte Kettwig keine kriegswichtige Industrie beheimatete, wurde es von den Bombardements des Zweiten Weltkrieges weitestgehend verschont. Am 01.01.1975 wurde Kettwig trotz massiven Widerstands der Bevölkerung im Rahmen der Gebietsreform NRW in die Stadt Essen eingemeindet.  So wurde die Altstadt mit zahlreichen Fachwerkhäusern erhalten. Die vielen kleinen Cafés und Restaurants in direkter Umgebung von kleinen Geschäften lädt zum Verweilen und Genießen ein.  Darüber hinaus hatte ich das Glück eine Malerin in ihrem Atelier bei der Erstellung des künftigen Kettwig-Kalenders fotografieren zu dürfen.

Nach Beendigung unseres Altstadtrundganges wurde es leider Zeit um 17:00 Uhr die Rückfahrt mit dem Schiff wieder in Richtung Mülheimer Wasserbahnhof anzutreten. Bei herrlicher Nachmittagssonne unterquerten wir die Mintarder Brücke (Höhe 65m; erbaut 1966; 1900 m lang; 80.000 Fahrzeuge/tägl.) und fuhren an ufernahen Campingplätzen und vornehmen Wohndomizilen vorbei. Alle zufriedene Gesichter unserer Reisegruppe sagten mir, dass es heute ein stressfreier und entspannender Ausflugstag war.

Wolfgang Brasch

Besuch am 28. Februar bei der Firma Getränke Hövelmann/Sinalco

 

„Die Sinalco schmeckt, die Sinalco schmeckt“. Wer kennt ihn nicht, den Werbeslogan, der bis in die 1980er Jahre allgegenwärtig war. Wir waren neugierig und wollten wissen, wer denn für die Auferstehung der Marke Sinalco 1994 verantwortlich war und wo heute das Brause Getränk hergestellt wird. Dazu mussten wir nicht nach Detmold fahren, wo schon 1902 dieses damals neuartige Fruchtgetränk als Bilz-Brause – nach einem der Entwickler der Brause benannt- hergestellt wurde. Sinalco ( lateinisch sine  alcohole = ohne Alkohol) war nämlich nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten in den 1980er Jahren nach Duisburg zur Firma Hövelmann umgezogen.

Mit 9 Netzwerkern schlossen wir uns einer anderen Besichtigungsgruppe bei der Firma Hövelmann an. Es wurde am Anfang eine Reise in die prähistorische Zeit, trinken wir doch mit jeder Sinalco Limonade auch Wasser, das vor  über 25.000 Jahren in dem Gesteins unterhalb der Walsumer Rheinauen in über 300 Metern Tiefe entstand. 1984 hat die Firma Hövelmann, die es schon seit 1905 gibt, diese wissenschaftlich bestätigten eiszeitlichen Quellen entdeckt. 150 Meter dicke Tonschichten schützen dieses reine Wasser der Urzeit.

Heute wird aus 13 Brunnen in der Rheinaue das Wasser über Leitungen in die nahegelegene Produktionstätte von Hövelmann gepumpt, dort mit Kohlensäure versetzt und je nach Marke mit Aromenmixturen zum Beispiel zu Sinalco Limonade verarbeitet.

Im Rahmen der Führung erfuhren wir sehr viel über die notwendige Logistik, die Abfüllung, die Lebensmittelauflagen, die Bemühungen um Energieeinsparung und die Markenwelt.

So tauchten wir ein in die Hövelmann Welt der Mineralwasser und Limonaden :Rheinfels Quelle, Urquell, Sinalco, Bilz Bio Limonade, Kräuter Kracherl, Aquintell, Römerwall, Burgwallbronn, Felsensteiner, , Aquintus, Settina, Romberg, St.Libori

 Neben der Marke Sinalco werden eigene Marken wie Rheinfels Quelle aber auch Eigenmarken von Lebensmittelgroßhändlern wie Aldi und Edeka etc. abgefüllt.

Da die Abfüllanlagen für Mineralwasser immer sehr nah bei den jeweiligen Quellen liegen müssen ,kann man an dem auf der jeweiligen Flasche aufgedruckten Abfüllort auch erkennen, welche Marke in Duisburg bei Hövelmann abgefüllt wird.

Jede Marke hat noch zahlreiche Produktausprägungen in verschiedenen Gebinden. So müssen 9 Produkte unter der Marke Sinalco in Glasflaschen oder PET Flaschen für Handel und Gastronomie abgefüllt werden.  Bei den wählen wir auch noch gerne noch unter Klassik, Medium und Naturell aus. Die Marke  Rheinperle, die 1949 das erste nur mit Zucker gesüßte Fruchtsaftgetränk mit einem Saftanteil von 11 % auf dem deutschen Lebensmittelmarkt war, wird nun auch wieder aufgelegt

Wie diese vielen Flaschenarten entettiketiert, gereinigt, durchleuchtet, sortiert, wieder ettiketiert und verfüllt werden, haben wir dann uns bei einer Abfüllstraße angesehen. Es war beeindruckend wie sich die Flaschen auf den Laufbändern einreihten und sich durch die einzelnen Bearbeitungsstationen schlängelten.

Zum Abschluss der Betriebsbesichtigung fanden wir den Weg in das zur Hövelmann Gruppe gehörende Brauhaus Urfels. Dort konnten wir einige Marken der Hövelmann Gruppe probieren, aber auch bei einem Walsumer Bier speisen.

Reinhold Pollmann

 

25. Januar 2020 Besuch des LVR Museums Cromfort

 

Wir, neun Netzwerkreisende, waren am 25. Januar in Cromford.

 Cromford liegt in Derbyshire am Fluss Derwent und ist die Wiege der industriellen Revolution. 1771 gründete Richard Arkwrights dort die erste Baumwollfabrik der Welt, in der er die erste von Wasserkraft eingesetzte Spinnmaschine der Welt einsetzte und damit die Baumwollspinnerei vollständig veränderte. Heute zeigt in den Derwent Valley Mills noch die Fabrik Masson Mill dieses Weltkulturerbe.

Wir konnten uns aber dank Johann Gottfried Brügelmann aus Wuppertal die Reise nach Derbyshire sparen. Er hatte von der Erfindung dieser wassergetriebenen Spinnmaschine durch Richard Arkwright erfahren und nach dem Erwerb von Land und Wasserrechten vom Grafen von Spee, am Rande von Ratingen 1784 die weltweit erste Fabrik außerhalb Englands gebaut, um am Aufschwung des Garnmarktes teilzuhaben. Mit dem Namen „Textilfabrik Cromfort“ suggerierte er

Der Welt außerhalb Englands natürlich, dass seine Produkte aus Cromfort in England stammen.

 

In unserem Cromfort, dem Stadtteil von Ratingen, an der Anger, ging es dann aber auch englisch zu. Eine gebürtige ältere Engländerin brachte uns bei der Führung in fließendem Deutsch mit einem sympathischen englischen Akzent, die Welt der Spinnerei und das Leben der Familie Brügelmann näher.

 

Wir konnten auf Grund Ihrer Erzählungen und auch dank der Vorführung von original nachgebauten Spinnerei Maschinen aus der Zeit von 1784 bis 1802 die rasante industrielle Entwicklung der Textilfertigung nachvollziehen.

 

Neben mit der technischen Entwicklung war auch es auch spannend von unserer „englischen Lady“, viel über die Entwicklung der Familie Brügelmann während des  Aufbaues eines für die damalige Zeit großen Industriekonzerns in Cromfort zu erfahren. Kurz nach dem Tod von Gottfried Brügelmann im Jahre 1802 beschäftigte die Textilfabrik Cromfort die für die damalige Zeit unvorstellbare Anzahn von 600 Menschen.

 

Seit vielen Jahrzehnten ist die Textilfertigung eine wandernde Branche. Heute gibt es in Deutschland und Europa fast nur noch die hochtechnisierte anspruchsvolle Fertigung von technischen hoch belastbaren Geweben. Die Produktion der normalen Textilgewebe wanderte nach Asien aus.

 

Die Textilfabrik Cromfort, die nach 1825 stark ausgebaut worden war, geriet dann 1890 auch in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Sie war dem Konkurrenzkampf nicht mehr gewachsen, wurde in den folgenden Jahren mehrfach verkauft und nach einer Umwandlung in eine Genossenschaft (1920) 1977 schließlich aufgelöst.

 

Der Name der Familie von Johann Gottfried Brügelmann, der aus einer Wuppertaler Kaufmannsfamilie stammte, ist, nach Eheschließungen mit Mitgliedern der Familen der Seidenfabrikanten de Greiff (Schloß Greiffenhorst und Burg Linn in Krefeld Linn) und Heydweiller, der Grafenfamilien von Oven und mit der Industriellenfamilie Haniel, in diesen Familien und deren Nachkommen aufgegangen.

 

20 Jahre nach dem Tod von Johann Gottfried Brügelmann hatte sein Neffe Friedrich Wilhelm Brügelmann in Köln ein Textilunternehmen gegründet und zu dem größten Textilproduzenten und Händler in Europa ausgebaut. Die Firma Brügelmann vertreibt heute noch in Köln Textilien für Hotels und Restaurants, für Krankenhäuser und Altenheime sowie für Wäschereien und Industriebetriebe.
 

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Auf einem Teil des ehemaligen Industriegeländes der Textilfabrik Cromfort steht heute, nahe dem Blauen See, der Villenstadtteil Cromfort.

 

Aber Cromfort ist für uns mit seinem Herrenhaus, dem einem englischen Landschaftspark nachempfunden Poensgen Park und der Wasserburg Haus zum Haus geblieben.

 

Selbst Gut Böckum in Huckingen war eine Zeitlang im Besitz der Familie Brügelmann.

 

Reinhold Pollmann 4.2.2020

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