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Berichte Wochenendreisen

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Fahrt nach Andernach am 13.10.2018

Und wieder einmal sind 9 Mitglieder der Reisegruppe „Städtereisen Wochenende“ gegen 9:30 Uhr an den  S-Bahn-Stationen DU-Buchholz bzw. DU-Großenbaum zur Fahrt nach Andernach am Start.

In D-Flughafen stiegen wir um 9:50 Uhr in den RE 5 um. Gegen 11:45 Uhr hielt der Zug in Andernach. Ein 15-minütiger Fußweg führte uns zum Erlebniszentrum um die von uns reservierten Tickets in Empfang zu nehmen. Nach einer 15-Minuten dauernden Schifffahrt und einem kurzen Fußweg von 250 m erreicht man die Ausbruchsstelle.

 

Der Geysir in Andernach ist mit etwa 50-60 Metern Auswurfhöhe der höchste Kaltwassergeysir der Erde (seit 09.11.2008 im Guinness-Buch der Rekorde). Er befindet sich auf dem Namedyer Werth (1985 unter Naturschutz gestellt), einer Halbinsel im Rhein. Er wurde 1903 erstmals erbohrt. Man wollte dort Kohlenstoffdioxyd (CO2) vulkanischen Ursprungs für Mineralwasser erschließen. Das Kohlenstoffdioxyd ging dabei mit dem Grundwasser eine Verbindung ein um dann als Kaltwassergeysir erstmals eruptiv zu werden. Dieses Mineralwasser nutzte man dann als „Namedyer Sprudel“ kommerziell. Im Jahre 1957 wurde wegen Beschädigung am Brunnen die Förderanlage außer Betrieb gesetzt und das Bohrloch 1967 endgültig verschlossen.

Jedoch bohrte man 2001 in der Nähe der alten Bohrstelle ein neues Loch durch das gasdurchlässige Gestein. Auch hier schoss das Wasser 40 m hoch und wurde anschließend mit einem Absperrriegel verschlossen. Seit dem 07.07.2006 springt der Geysir wieder regelmäßig im freien Zyklus (alle 2 Stunden). Nachts wird er zur Sicherheit mit einem Schieber verschlossen. Nach der Eröffnung des Geysir-Zentrums 2009 war nunmehr die Dreiteiligkeit der „Attraktion Geysir Andernach“ komplett.

Diese ganze Expedition nimmt ca. 3 Stunden in Anspruch.

Nach der Schiffsrückfahrt begaben wir uns im Ort direkt zu einem der vielen Restaurants um unser verspätetes Mittagessen einzunehmen. In der Zwischenzeit war es schon spät geworden, sodass die meisten Geschäfte bereits geschlossen hatten.

Dies sollten Shoppingfreunde bei einem nochmaligen Besuch Andernachs nachholen zumal auch ein 3,5 km langer Stadtrundgang an einer Fülle von historischen Gebäuden auf den Besucher wartet.

Gegen 17:30 Uhr stiegen wir in den RE5 um unsere Heimreise anzutreten. Durch Überfüllung des Zuges sind wir dann insgesamt verspätet gegen 19:45 Uhr in Duisburg angekommen.

 

In diesem nicht enden wollenden Sommer haben wir wieder einmal bei herrlichem Wetter eine erlebnisreiche Städtetour erlebt.

 

Wolfgang Brasch

 

Fahrt nach Gräfrath/Solingen am 15.09.2018

Nachdem sich durch urlaubsbedingte Absagen die Teilnehmerzahl auf 3 reduziert hatte, durften wir 2 Mitglieder der Rad- bzw. Fotogruppe sowie ein neues Mitglied in unseren Reihen begrüßen. Nun waren wir 6.

Gestartet wurde die Fahrt gegen 9:30 Uhr vom Norbert-Spitzer-Platz in DU-Buchholz mit 2 PKW. Durch einen längeren Stau auf der A 3 erreichten wir unser Ziel erst gegen 11:30 Uhr.

 

Die ehemals selbständige bergische Kleinstadt Gräfrath, heute zu Solingen gehörig, ist in vorindustrieller Zeit von Spätbarock und Biedermeier entstanden und ein einzigartiges, historisches und baugeschichtliches Denkmal. Rund 120 Baudenkmäler zählt der Ortskern, der als Ganzes unter Denkmalschutz steht. Ein weithin sichtbares Wahrzeichen Gräfraths ist die Klosterkirche St. Maria Himmelfahrt. Sie ist das älteste Gebäude im Ort, erbaut um 1195 als romanische Pfeilerbasilika des Gräfrather Stifts der Augustinerfrauen. Leider war uns der Zutritt nicht möglich, da sie verschlossen war.

 

Nach einem Rundgang rund um den romantischen Marktplatz besuchten wir ein gemütliches, rustikales, typisch bergisches Restaurant um eine bergische Mahlzeit zu uns zu nehmen. Gut gestärkt nahmen wir den Rundgang durch die Altstadt weiter auf, bis wir gegen 13:40 Uhr das Deutsche Klingenmuseum Solingen besuchten.

 

Das Museum im restaurierten Gebäude des Gräfrather Klosters präsentiert die Geschichte der Klingen und damit verbunden die Geschichte des Schneidens und der Esskultur. Dies ist die umfangreichste Bestecksammlung der Welt außerdem gibt es Blankwaffen (Samurai Schwerter, NS Degen und Messer etc.) und Schneidwaren aller Epochen und Kulturen. Die Exponate erzählen spannende Geschichten. Auch ist hier der Kirchenschatz der o.g. Klosterkirche zu bestaunen. Bei einem Eitrittspreis von € 4,50 wurde sehr viel geboten.

 

Wir waren alle von Gräfrath sehr beeindruckt, insbesondere weil niemand von uns jemals hier war. Nun machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz (gebührenfrei). Wir hatten uns dann geeinigt zur Müngstener Brücke zu fahren, die nur wenige Kilometer entfernt ist.

 

Die 465 m lange Müngstener Brücke ist die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Sie überspannt zwischen den Städten Remscheid und Solingen in 107 m Höhe das Tal der Wupper. Es wurden 5000 Tonnen Stahlprofile und 950.000 Nieten verbaut. Aufgrund von Lagerschäden und weiteren Statikproblemen entschloss sich DB-Netz am 19.11.2010, die Brücke zu sperren. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurde die Brücke ab 27.07.2015 wieder für den Zugverkehr freigegeben. Momentan wird sie komplett gesandstrahlt und mit einem 4-fachen Neuanstrich versehen.

 

Zum Schluss haben wir in einem Kaffeegarten unseren Flüssigkeitsverlust wieder aufgefüllt, Danach traten wir die nahezu störungsfreie Rückreise an und trafen gegen 18:30 am Startplatz ein.

 

All das Erlebte und das schöne Wetter hat uns einen unvergesslichen Tag bereitet.

Fahrt nach Soest am 18.08.2018

Mit dem „Schöner-Tag-Ticket-NRW“ (allein oder mit Freunden; letzteres traf für uns zu) haben 5 erlesene Netzwerker bei idealem Sommerwetter mit dem Zug sich auf den Weg zur Hansestadt Soest/Westfalen gemacht. Deren ansehn-liche Altstadt war nur wenige Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt.

Schon 1000 nach Christus hat es diese Stadt durch Ihre Lage am Hellweg und intensiven Handelsbeziehungen zu Reichtum gebracht. Davon konnten wir uns anhand der vielen aus Grünsandstein gebauten Gebäude ausgiebig über-zeugen.

Hier begann dann unsere eigene Entdeckungsreise. Nach ca. 800 m Fußweg erreichten wir die Tourist-Information.  Hier bestiegen wir die Solarbahn für eine einstündige Rundfahrt, nachdem wir beim Fahrer einen Seniorenpreis (den es eigentlich gar nicht gibt) für uns ausgehandelt haben. Der Vorteil dieser Linienfahrt ist, dass die Möglichkeit besteht an 6 Haltestellen die Rundfahrt zu unterbrechen. Die nutzten wir zu unserer Kaffeepause und zum Besuch des Wochenmarktes.

Während der wieder aufgenommen Rundfahrt entdeckten wir das „Brauhaus Zwiebel“, dass sich etwas abseits gelegen, zum ausgiebigen Mittagessen anbot. Wir mussten leider unseren Tisch mit anderen ungebetenen Gästen (Wespen) teilen.

Durch einen rundum gelungen Tag und diesem herrlichen Wetter und um die vielen optischen Reize dieser Stadt zu verarbeiten, haben wir auf den Besuch von Museen und Kirchen verzichtet.

Wir hatten sehr viel Spaß miteinander. Dabei verging die Zeit wie im Fluge, sodass wir bald wieder die Heimreise antreten mussten. (Wolfgang Brasch)

Fahrt nach Haltern am See am 21.7.2018

 

Am Samstag waren die Netzwerker mit dem Drang zur Wochenendreise in Haltern. Ihr Ziel war das LWL Römermuseum.

Vor etwa 2000 Jahren waren römische Truppen die Lippe aufwärts maschiert und hatten dabei   Militärlager in Dorsten, Haltern, Bergkamen, Lünen und Delbrück gegründet. Das, was sie nach ihrem Abzug viele Jahre später, als sie von den Germanen vertrieben wurden, zurückließen, nennt man heute Funde.

Diese Funde  aus fast 100 Jahre archäologischer Forschung zeigt heute das  LWL-Römermuseum in Haltern am See. 

Sowohl das Römermuseum als auch das Städtchen Haltern sind hübsch aber nicht so spektakuär. Insbesondere der Stadtrundgang mit seinen 21 Sehenswürdigkeiten hat uns ein klein wenig enttäuscht, da eine Reihe der Sehenswürdigkeiten nur noch in Form von Gedenktafeln erhalten waren. 

Fahrt nach Koblenz vom 16.6.2018

Wenn uns am Wochenende in kleiner Gruppe die Reiselust packt, dann ist schönstes Reisewetter. Das war in Osnabrück so, wie jetzt in Koblenz.

Mit dem Regionalexpress dauerte es ca 2 Stunden bis wir den kleinen Haltepunkt „Koblenz Stadtmitte“ direkt an der Lieferanteneinfahrt des Löhr Centers erreichten. Ein schmuckloser Bahnsteig, mal für die Besucher der Bundesgartenschau erbaut, war nur der praktische direkte Zugang zu Koblenz Altstadt.

In Koblenz, einer der ältesten Städte in Deutschland, erwartete uns neben dem schönen Wetter auch viele Plätze mit einer großen Auswahl an Gastronomie.

Ja, es war schließlich schon kurz vor 11 Uhr. Eine Zeit zu der der gemeine Wochendreisende trotz langer Zugfahrt und 15-minütigem Einmarsch in die Altstadt von Koblenz eine Kaffeepause braucht.

Irgendwann drängte aber die Zeit zum Aufbruch, weil wir anders als sonst üblich, die Stadtführung erst um 15 Uhr hatten. Also haben wir das Deutsche Eck mit seinem Kaiser, das kurfürstliche Schloss, eine kilometerlange Uferpromenade, die Liebfrauenkirche, die Basiliaka St.Kastor und den Schlängelbrunnen am Rathaus erst einmal links liegen gelassen, um mit der Seilbahn zu der auf der anderen Rheinseite über der Stadt thronende Festung Ehrenbreitstein zu schweben.

Die modernen Gondeln für 18 Personen brachten uns in eine Höhe von 118 Meter über dem Rhein.

In die Festung hinein kamen wir allerdings nur weil wir Rentner uns ein Kobi-Ticket für 13.50 €  geleistet hatten. Es erwartete uns die zwischen 1817 und 1827 gebaute zweit größte Festungsanlage mit gigantischen Mauern und einem fantastischsten Ausblick von der Festungsterrasse auf Koblenz und den Zusammenfluss von Rhein und Mosel.

Und das Wetter war weiter schön. Ja, auch schön warm. Also an der Zeit sich mit einem kleinen Imbiss im Biergarten der Festungsterrasse sich im Schatten eines Sonnenschirmes auf den Stadtrundgang vorzubereiten. Das gelang uns auch.

In den klimatisierten Gondeln schwebten wir von der Festung wieder gen Koblenzer Altstadt und begaben uns sofort auf die Suche nach der Touristen-Information, wo unsere Stadtführung um 15 Uhr begann. Wir stellten fest, dass Touristeninformationen nicht immer an historischen Plätzen oder in Bahnhofsnähe liegen müssen. Wir waren schon fast ausgetrocknet, als wir eins der modernsten Gebäude von Koblenz in futuristischen Design mit geklebter Glasfassade erreichten, die Stadtbibliothek mit integrierter Touristeninformation.

Aber dann ging die Stadtführung mit Herrn Müller schon los, den Weg wieder zurück bis in die sogenannte Koblenzer Altstadt. Denn wirklich alt kann dort nach der Zerstörung von 87 % der Innenstadt von Koblenz im 2.ten Weltkrieg nicht mehr viel gewesen sein.

Dennoch ie Koblenzer Altstadt bietet viele kleine Gassen, malerische Hinterhöfe und gemütliche Plätze. Jetzt sahen wir unter Herrn Müllers Führung, einem gebürtigem Trierer, der nach der Zeit bei der Bundeswehr in Koblenz nicht heimgekehrt ist, alles die Sehenswürdigkeiten die wir am Vormittag linksliegen gelassen haben ( siehe oben).

Es war Sommer. Koblenz bot alles an Wärme auf was verfügbar war. Herr Müller, eher selber übergewichtig und in schwarzer Stadtführerjacke gewandet, bevorzugte sonnige Standpunkte für seine Stadtgeschichtchen. Herr Müller liebte den Schwall seiner Worte. Uns wäre ein Schwall Wasser lieber gewesen. So klebe die Zunge am Gaumen. Beim Schreiben dieses Berichts merke ich jetzt noch wie meine Zunge am Gaumen klebt.

Ja natürlich haben wir unter diesen erschwerten Bedingungen auch etwas über die Stadt Koblenz gelernt. Kostprobe: In Koblenz gibt es vor dem Rathaus den Schängel Brunnen. Um den Namen Schängel deuten zu können, muss man wisse, das Koblenz von 1794 bis 1814 zu Frankreich gehörte. Schängel wurden die von Franzosen abstammenden Kinder deutscher Mütter genannt. Da die gängigsten Namen zu dieser Zeit Hans oder Johann war, die mit dem französischen Jean gleichzusetzen sind und die Koblenzer Jean französisch nicht aussprechen konnten auszusprechen, kam dann in der Koblenzer Mundart Schang heraus. Früher eher als Schimpfwort benutzt ist es heute eine Ehre ein Schängel genannt zu werden. Jeder in Koblenz geborene ist heute ein Schängel.

Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit und dem noch vorzunehmenden Flüssigkeitsausgleichs, haben wir die Frage, ob ein Koblenzer Schang, denn die Stadt Schang Hai gegründet hat, nicht gestellt.

Herr Müller hatte dann am Deutschen Eck, doch noch einen erlösenden Tipp für uns.“ Laufen Sie doch nicht durch die ganze Stadt bis zum Koblenzer Hauptbahnhof, Fahren Sie mit dem Bus Linie 1“

Wir haben den Tipp gehört und ihn sofort in die Tat umgesetzt. 7,60 € für uns 5 Reisende war ja gerade ein Spottpreis. Noch überraschter waren wir, als wir genauer nachlasen. Das Minigruppenticket für 5 Personen für den Innenstadtbereich für 7,60 € gilt für den ganzen Tag ab 9 Uhr. Mit diesem Wissen wäre der Tag vielleicht ganz anders verlaufen.

Wir hätten den schmucklosen Bahnsteig verpasst und uns hätte Koblenz mit seinem Hauptbahnhof ganz anders empfangen. Ob Kaffee am Münzplatz aber wo anders besser geschmeckt hätte? Andererseits die Winniger Weinstuben direkt an der Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein machten auch einen sehr guten Eindruck.

Es war wir es war, ein super Ausflug.

 

Fahrt nach Osnabrück am 12.5.2018

Wer sich Münster, die eine der Städte des westfälischen Friedens von 1648, mit dem der 30jährige Krieg beendet wurde, angesehen hat, muss sich auch Osnabrück, die andere Stadt des westfälischen Friedens anschauen. 6 Jahre lang hatten Kaiser Ferdinand der III. und König Ludwig der IVI.von Frankreich von Münster für die Katholischen Parteien und  Königin Christina von Schweden  für die protestantische Seite von Osnabrück aus den Friedensvertrag verhandelt. Er war bis 1806 Basis für die Verfassungsordnung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation die Friedensschlüsse bis zur Französischen Revolution.

Mit zehn reiselustigen Netzwerkern waren wir in zwei PKW um 8:30 nach Osnabrück gereist. In Osnabrück wurden wir dann freudig mit der Osnabrücker Maiwoche empfangen. 500000 Osnabrücker und Osnabrücker Freunde aus dem Umland feiern 4 Tage mit viel Musik, Getränken und Speisen aller Art den Mai.

Wir hatten vor der Stadtführung noch Zeit uns wie in Münster den inmitten der historischen Altstadt liegenden Samstag stattfindenden Markt anzuschauen. Wie in Münster genießen auf dem Markt vor dem Dom Osnabrücker auswärtige Stadtbesucher, Jung und Alt das abwechslungsreiche Markttreiben.

Die fast zwei stündige sehr kurzweilige Stadtführung startet dann um 12 Uhr im 500 Jahre alten, aber nach erheblichen Kriegsschäden wieder aufgebaute, Rathaus. Die Hintergründe des „Westfälischen Friedens“ von 1648 wurden im Friedenssaal erläutert Das Stadtmodell bot einen Überblick über die historische Stadt und die Stadtgeschichte. Der sich anschließende Altstadtrundgang führte uns mit interessanten Erläuterungen an Fachwerkhäusern vorbei. Der Rundgang endete dann in dem nach den Kriegsschäden, wie in Münster, wieder restaurierten romanischen Dom St. Peter.

Das Rathaus, die Marienkirche sowie die typischen Giebelhäuser und der Dom sind das wiederaufgebaute historische Zentrum von Osnabrück. In der Altstadt gibt es noch viele kleinere von Inhabern geführte Geschäfte und was für uns jetzt immer wichtiger wurde eine vielfältige Gastronomie.

Wir wollten bei dem sonnigen Wetter draußen sitzen, keine Beschallung durch das Osnabrücker Maifest haben und „schnuckelig“ mit 10 Personen an einem Tisch eine Kleinigkeit essen.

Am Heger Tor wurden wir dann auch fündig. Drei runde Tische zusammengestellt ergaben einen Tisch für 10. Es gab zu unserer Überraschung aber nur „Stullen“. Es machte sich zunächst einmal die Einstellung „Na Ja“ breit. Strammer Max, Mettstulle oder das Bergkäsebrot waren dann aber doch große Portionen, sehr lecker und passten gut zu Altbierbowle und Hasseröder Pils.

Um uns herum entwickelte sich ein reges Treiben. Ein Fernseher wurde im Außenbereich aufgehängt. Wir konnten das Fußballspiel der 3.Liga Unterhaching gegen Osnabrück verfolgen. Ab 15 Uhr wurden unsere Plätze mit guter Sicht auf den Fernseher immer begehrter. Wir hatten uns im Außenbereich einer Sportsbar niedergelassen, wo ab 15:30 die letzten Bundesligaspiele der Saison übertragen wurden. Ablösesummen für unsere Plätze wären leicht zu erzielen gewesen.

Nach unserer Stärkung war ein freies Schlendern durch die Osnabrücker Altstadt angesagt. Überraschenderweise fanden sich dann alle zur gleichen nicht verabredeten Zeit in der evangelisch-lutherischen Kirche St. Marien, die als Katholische Kirche erbaut wurde, ein.

 St. Marien wurde auf den Überresten einer schon 1177 erwähnten romanischen Kirche erbaut. In der Kirche sind einige bedeutende Ausstellungsstücke, wie die farbige Madonna aus den 16.Jahrhundert, Barockplastiken, der aus dem 16. Jahrhundert stammende Antwerpener Flügelaltar, das im 13. Jahrhundert erstellte Triumphkreuz zu besichtigen.

Mit einem Abschiedskaffeetrinken in dem 1909 von Ulrich Leysieffer eröffneten Konditoreigeschäft Leysieffer in der Krahn Straße, das heute in 19 Confiserien in Deutschland Pralinen und Kuchen aus eigener Herstellung vertreibt, haben wir vor der Heimreise um 17 Uhr, unseren Osnabrück Besuch ausklingen lasseneues Bild mit Text >>

Zoom Tiererlebniswelt in Gelsenkirchen am 25.3.2018

 

Ne Besuch im Zoo

„Ene Besuch im Zoo, oh, oh, oh, oh, Nä wat is dat schön, nä, wat es dat schön“ hat Horst Muys im Karneval gesungen und wir haben es in der Gelsenkirchener Tiererlebniswelt überprüft. Wir waren mit Meyers Weltreisen auf der Alaska Tour, haben mit ThomasCook Namibia bereist und sind mit AIDA Cruises in Asien gewesen. Für 21,50 € hatten wir ein „Special Offer“. Uns wurde alles an einem Tag geboten. Natürlich hatten wir uns schon letztes Jahr in Burgers Zoo in Arnheim vorgebildet und auch viele Dokumentationen im Fernsehen angeschaut. Aber so eine Expedition an einem Tag ist schon was besonders und auch gefährlich. Als wir ein Iglo besuchten, brach das Eis unter uns ab. Wir rutschten mit dem Eissockel ins Meer und trieben auf einer Eisscholle rasant umher. Wir begegneten Eisbären, Orcas, Eisbergen und Expeditionsschiffen bis wir in einem Fischerei Hafen wieder ans Ufer gespült wurden. Dagegen war die Fahrt mit der MS Nairobi Lady auf dem Gelsen Okawango umringt von Äffchen und Nashörnern eine Erholung. Den gefährlichen Flusspferden war es im Gelsen Okawango noch zu kalt. Sie lagen noch im warmen Wasser des kleinen Okavangos ihrer afrikanischen Fusspferdhütte. Auch hat uns die Wärme und Luftfeuchtigkeit in Asien nicht viel ausgemacht. Den Tieren so nah zu sein war schon sensationell. Nur so nah wie dem Elefanten beim Start unserer Expedition sind wir ihm nie wiedergekommen, weil wir diese Dickhäuter, weder in afrikanischer noch in indischer Ausprägung, auf unserer Reise durch drei tierreiche Regionen der Erde nicht vorkamen.

Besuch im Red Dot Museum am 17.2.2018

In der kalten und frostigen Jahreszeit reisen wir gerne zu „indoor“ Ziele. Die Suche ist meist schwierig, aber gelingt meist dennoch.  Dieses Mal haben wir, ohne große Vorkenntnisse, ein Juwel gefunden. Das „Red Dot Museum in der 1986 stillgelegten Zeche Zollverein.

Seit 1954 gibt es einen Designwettbewerb für Produkte. Die Gewinner dieses Wettbewerbs in den unterschiedlichsten Produktklassen, der jährlich in Singapur sattfindet, erhält die Auszeichnung "Red Dot Best of the Best“.  Der „Red Dot: Award“ wird überall auf der Welt als ein Qualitätssiegel anerkannt und geschätzt.

Das haben wir vor dem Besuch natürlich nicht gewusst. Was wir auch nicht wussten, ist, dass schon 1955 in der Villa Hügel die „Ständige Schau formschöner Industrieerzeugnisse“ entwickelt wurde, aus der sich nun die weltgrößte Ausstellung zeitgenössischen Designs entwickelt hat.

Mit so viel Nichtwissen waren wir umso beeindruckter von den über 2000 internationalen Designobjekten des täglichen Bedarfs im ehemaligen 1928 erbauten Kesselhaus der Zeche Zollverein.

Besonders beeindruckt waren wir auch von dem Gegensatz zwischen der alten Industrieanlage und dem modernen Design. Alte Industriekultur trifft auf moderne Produktkultur.

So sind nicht nur die 2000 Designobjekte, von der Zahnbürste über Rollstühle, Smartphones, Lampen, Küchenmaschinen, Koffern, Fahrrädern, Autos, Helikopter etc. sehenswert, sondern auch die Architektur des von Norman Foster 1995 erschaffenen Museums. Alte Rohrleitungen, Maschinen, Treppenaufgänge etc. verschmelzen mit Betonwänden und viel Glas in der Fassade.

Viele der Red Dot Designobjekte könnt Ihr Euch auf unseren Bildern ansehen und Euch selber die Designer Brille aufsetzen.

Nach so viel Bildung brauchten wir eine Stärkung. Da die Zeche Zollverein schon bis zu ihrer Stilllegung im Jahr 1986 ein großer Industriestandort war, liegen auch heute die Zeche mit der Kohlenwäsche, das Kesselhaus und die Kokerei nicht direkt neben einander. In dem weitläufig Arial hatten wir uns für die Gaststätte „Die Kokerei“ in der alten Kokerei entschieden und konnten daher ein Stück über die alten Gleisanlagen bis zu der riesigen Kokereianlage laufen. Passend zu der alten Industriekulisse konnten wir Henkelmann, Pannschüppe, Lore 3.0, Himmel & Erde und andere Ruhrgebietsspezialitäten aus der Speisekarte auswählen.

Der Rückweg führte uns dann durch die Industrieanlage zurück zur Straßenbahn und weiter mit der S Bahn nach Duisburg Buchholz.

 

 

Individueller Rundgang durch die Stadt Köln vom 25.11.2017

Reinhold Pollmann

Unser persönlicher Rundgang durch Köln spannte den Bogen von dem Taufbecken des frühmittelalterlichen Baptisteriums einer Merowingischen Kirchenanlage über die Fundamente eines römischen Kapitolstempels und die futuristische Underground Architektur bis hin zu Kölner Schokoladen Dynastien. Uns begegneten bekannte Bauwerke und interessante Familiengeschichten.

Wenn man mit dem Zug in Köln ankommt bleibt dem Besucher nichts anderes übrig, als staunend auf den Kölner Dom zu schauen. Wenn man aus dem Staunen wieder herausgekommen ist, ist die erste Frage „Gehst De jetz räächs eröm oder schäl eröm“. Wir sind schäl eröm gegangen. Wir wollten uns die größte gotische Kathedrale Deutschlands mit ihren 157 Meter hohen Türmen, die 1880 das größte Bauwerk der Welt war, einmal von hinten ansehen.“ Vöre han se nämlich d'r Weihnachtsmarkt aufgebaut“.

Auch von Hinten ist der Dom sehr beeindruckend. Der östliche Chorabschluss gehört schon seit vielen hundert Jahren zu den ältesten Teilen des gotischen Domes. Er wurde bereits um 1300 fertiggestellt..

In dem Übergang  von der Spätantike zum Frühmittelalter, die Römer waren von den Rheinfranken verdrängt worden, haben die Merowinger ein fränkisches Königsgeschlecht, im 6 Jahrhundert nach Christus, diesen Platz hinter dem heutigen Dom mit Aussicht auf den Rhein entdeckt und eine Merowingische Kirchenanlage mit Baptisterium gebaut.

Die Kölner wissen, dass so genau, weil sie 1959 unter dem Dom gebuddelt haben. Gefunden haben sie ein reich ausgestattetes Frauengrab der Wisigarde, einer Königstochter.

Die Karolinger, die Nachfahren von Karl Martell, zu denen auch Karl der Große gehörte, haben dann zweihundert Jahre später um 800 nach Chr. die Kirchenanlage der Merowinger in eine gewaltige karolingische Kirche umgebaut und 873 nach Christus den „alten Dom“ geweiht.

Als dann ungefähr 360 Jahre später Kaiser Barbarossa, eigentlich Friedrich der 1.genannt, mit seinen Rittern Oberitalien einen Besuch abstattete, durfte der mitgereiste Erzbischof Rainald von Dassel die in Mailand gefunden Gebeine der Heiligen Drei Könige 1164 n.Chr. mit in den „alten Kölner Dom“ nehmen.

Gerade hatte man begonnen die Gebeine der Heiligen Drei Könige im Dom als Reliquien zu verehren, schon planten die Kölner einen neuen Dom. Er sollte sich an den französischen Kathedralen orientieren. 1248 legte man den Grundstein zu der hochgotischen Kathedrale und schon 72 Jahre später war der Chor der Kathedrale fertig gestellt.

Wir hatten auf der Rückseite des Domes also den historisch wertvollsten Blick auf den Dom. Einen Blick an dem man sich auch nach 1520 n.Chr. lange gewöhnen musste.

Nach der Fertigstellung des Chors wurde der Alte Dom komplett abgerissen und mit den anderen Bestandteilen einer gotischen Kathedrale wie Langhaus, Querhaus und Türmen begonnen. Aber 1520 wurde für 320 Jahre ein Baustopp verfügt.

Naja, 1956 war er dann nach der zwischenzeitlichen Vollendung in 1880 und der Restaurierung nach dem 2.Weltkrieg zum 700jährigen der Dombauhütte für uns wieder so zu sehen wie heute.

Seit der Zeit singen die Kölner „Mer losse d'r Dom en Kölle, denn do jehööt hä hin.
Wat sull di dann woanders, dat hätt doch keine Senn“.

 

Wir waren auf unserm Rundgang noch nicht weit gekommen. Es dauerte ja auch seine Zeit einem solchen Bauwerk zu huldigen.

Aber wenn man die ganze Zeit auf die gotische Kunst des Domes schaust, darf man die 1900 Exponate der modernen Kunst im Museum Ludwig in seinem Rücken nicht vergessen. Dieses Museum gehört zu der Schokoladenseite von Köln, es ist dank Schokolade entstanden.

Als 1857 Leonard Monheim am Hühnermarkt in Aachen mit der Herstellung von Schokolade begann und seine Nachfahren 1936 die Lizenzfertigung in Aachen für Lindt und Sprüngli aus der Schweiz begannen, konnten sie nicht wissen, dass ihre Irene Monheim Peter Ludwig, dessen Mutter aus der Industriellen Familie Klöckner stammte, heiratete und beide nicht nur die Schokoladenfabrik mit den Marken Trumpf und Lindt zu einem führenden Unternehmen ihrer Branche machten, sondern auch zu bedeutenden Sammlern moderner Kunst wurden.1974 haben die Eheleute Ludwig der Stadt Köln 350 Exponate geschenkt, die dafür das Museum baute.   

Weiter geht es durch die Passage des römisch germanischen Museums, das 1974 über den Resten einer römischen Stadtvilla erbaut, wo man schon 1941 das weltberühmte Dionysosmosaik aus dem 3.Jahrhundert nach Christus gefunden hatte. Sich alleine auf die Besiedlung durch die Römer zu beziehen reicht den Bewohnern von Colonia aber nicht, so beherbergt das römisch germanische Museum Funde aus 100000 Jahren rheinischer Siedlungsgeschichte von der Altsteinzeit bis ins frühe Mittelalter.

Obwohl das römisch germanische Museum wegen Brandschutzmängeln von einer kurzfristigen Schließung bedroht ist, sind wir nicht noch einmal schnell in die 100000 Jahre Siedlungsgeschichte eingetaucht, sondern wollten den Blick vom Roncalli Platz auf den Dom genießen.

Damit man diesen Blick überhaupt hat, hat man schon um 1860 herum begonnen   Häuser die man zum Beispiel von der Cöln-Mindener- Eisenbahn oder der Colonia Versicherung geschenkt bekam, abzureißen.

 Wir hatten den Blick nur eingeschränkt, weil auf dem Roncalli Platz der Weihnachtsmarkt aufgebaut wurde. Aber immerhin stand der 68 Tonnen schwere und 9,80 Meter hohe Monolith aus portugiesischem Granit mit dem Namen „Himmelssäule“, die Heinz Mack 1984 geschaffen hat, direkt vor uns.

Wer auf dem Roncalli Platz den gleichnamigen Zirkus erwartet, wird allerdings enttäuscht sein. Nach Place Charlemaghne, Kaiser-Karls-Platz und schlicht Domhof, meinten die Kölner 1971 Papst Johannes XXIII. ehren zu müssen, der mit bürgerlichem Namen Roncalli hieß.

Die Römer oder ihre Nachfahren haben Colonia nie ganz verlassen. Am Ende des Roncalli Platzes fanden wir dann an der beginnenden „unteren Goldschmied Gasse“ eine Gelateria, die uns Wärme spendete und mit Cappuccino und Latte Macchiato für den weitern Weg stärkte. 

Mit dem Beginn der „unteren Goldschmied Gasse“ haben wir das in das ehemalige jüdische Viertel von Köln betreten. Dieses Viertel von dem nur noch einige Straßen Namen, wie Jerusalemgässchen, Salomongasse etc. übriggeblieben sind hatte sich über Jahrhunderte im Altstadtbereich der Stadt Köln zu einem der größten und ältesten Judenviertel von Europa entwickelt. Vor der Reichskristallnacht 1938 lebten 20000 Juden in Köln.

Die 2007 auf dem Rathausplatz gestarteten Ausgrabungen haben aber nicht nur Überreste eine der ältesten Synagogen aus dem 11. Jahrhundert zu Tage gebracht, sondern auch die über 800 Jahre zurückreichende Baugeschichte des Kölner Rathauses untermauert.

Der älteste Teil des heutigen Rathauses stammt aus dem Jahr 1330 und blieb 1339 bei einem Brand im jüdischen Viertel, ausgelöst durch Progrome gegen Juden, unbeschädigt. Der Ratsturm mit dem Glockenspiel wurde auf Beschluss der Gaffeln von 1407 bis 14014 erbaut.

Aber wer oder was sind denn der oder die Gaffeln? Was hat denn Gaffel Kölsch mit dem Bau des Rathausturms zu tun?

Die Gaffel ist eine bei festlichen Essen im Mittelalter verwendete zweizinkige Gabel. 1394 haben die Bürger der Stadt Köln die Macht von den Patrizierfamilien, wie Overstolz übernommen und auf 22 politische und gewerbliche Kooperationen übertragen. Diese trafen sich häufig zum gemeinsamen Essen und wurden daher „Gaffeln“ genannt. Die Gaffeln wie die Zünfte in anderen Städten waren eine Mischung aus einer Bruderschaft der Handwerker und deren Berufsgenossenschaft, wie man heute sagen würde.

Auch die Brauer waren in einer Gaffel zusammengeschlossen. Eine von den heutigen 24 Kölsch - Brauereien, das Gaffel Kölsch, das jeden Köln Besucher am Bahnhof begrüßt, führt seinen Namen auf die 700 Jahre zurückliegenden Gaffeln zurück.

Auf unserem Weg weiter zum Gürzenich war zwar kein Kölsch greifbar, aber ein anderes Kölsches Wasser ließ uns anhalten. Hier gegenüber dem Wallraf Richards Museum an der Obermarspforten hat der aus Italien stammende Parfümeur Johann Maria Farina 1709 gegenüber dem ehemaligen Jülichplatz den Duft „italienischen Frühlingsmorgen“, der als Eau de Cologne Weltruhm erlangte, entwickelt und die heute noch betriebene älteste Parfümfabrik gegründet. Damals wie heute hieß die Firma Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz.

70 Jahre später kam Wilhelm Mülhens, der in der Kölner Glockengasse 4711 auf die Idee auch „Kölnisch Wasser“ zu vertreiben. Um ihr Produkt besser vertreiben zu können, nahm die Familie Mühlens mehrfach Gesellschafter mit dem Namen Farina auf. So wurde ein Italiener mit dem Namen Franz Maria Farina Namensgeber Parfümfabrikation“ Franz Maria Farina in der Glokkengasse 4711 der Post gegenüber“. Davon blieb nach Rechtstreitigkeiten mit der Firma Firma „Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz“ der seit 1875 geschützte Markenname „4711“.

Familienstreitigkeiten innerhalb der Familie Mühlens zwischen zwei Vettern führten zum Verkauf von „4711“,das heute nach einigen Irrungen und Wirrungen zu dem Waschmittelproduzenten Dalli der Meurer und Wirtz Gruppe in Stollberg gehört.

Die Drachenfelsbahn und Deutschlands größtes Vollblutgestüt Gestüt und Rennstall Röttgen, sind weiterhin mit den vermögenden Familienmitgliedern verbunden.

Und was wurde aus „Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz“?

An vielen europäischen Adelshäusern war Farinas Eau de Cologne so begehrt das mehr als 50 Hoflieferanten Verträge geschlossen wurden. Inzwischen wird das Unternehmen in der achten Familiengeneration geführt. Die Familie Farina ist mit den Familien Langen (Köln Zucker, Diamant Zucker, Klöckner- Humboldt- Deutz) und Neven Dumont (Verlage) verbunden.

Für eine Führung im Duftmuseum Farina waren wir ja nicht angemeldet, so dass wir schnell zum aus Funk und Fernsehen bekannten Gürzenich eilten. Man hatte früher den Eindruck, dass alle Karnevalssitzungen nur aus dem Gürzenich übertragen wurden. Und wenn kein Karneval war, spielte das Gürzenich Orchester. Dabei wird schon seit der Erbauung um 1447 in dem spätgotischen Festsaal gefeiert, der heute in fünf Sälen 1400 Feierfreudigen Platz bietet.

Wenige Schritte weiter erreichten wir schon den Heumarkt. Von einem Marktplatz war allerdings nichts zusehen. Wir standen an der sechsspurigen Zufahrt zur Deutzer Brücke direkt an dem Aufzug zur U-Bahn. Mit dem Aufzug ging es 28 Meter tief   hinunter unter den Heumarkt zu dem Bahnsteig der Stadtbahnzüge. Bei dem Blick nach oben fühlt man sich auf Grund der vielen hohen Rundbögen an eine sehr große unterirdische Kathedrale erinnert. Viel Glas und Edelstahl sowie querlaufende Rolltreppen bestimmen diese sicherlich besondere U-Bahn-Station.

Außer dem Namen der U-Bahn-Station erinnert nichts mehr an den alten Heumarkt, der früher mal Inselmarkt hieß, weil er sich auf einer Köln vorgelagerten Insel befand. Der heutige Alter Markt und der Heumarkt waren schon während der Römerzeit von der sonstigen Besiedlung durch einen 13 Meter tiefen Rheinarm getrennt.

28 Meter Hinabgleiten mit einem modernen gläsernen Aufzug sind angenehm. Am Ausgang zur Kirche St.Maria im Kapitol aber 28 Meter über Treppen hinauf zu steigen, weil der gläserne Aufzug dort defekt ist, ist eine anstrengenderes Unterfangen.

St.Maria im Kapitol ist die größte romanische Kirche in Köln. Der Name deutet schon auf eine frühere Vorbebauung durch die Römer hin. 50 n.Chr., gerade nachdem die Colonia römischen Rechts durch Kaiser Claudius gegründet worden war, wurde an dieser Stelle ein Tempel für die drei Hauptgottheiten der Römer Jupiter, Juno und Minerva gebaut. Solche Tempel, die es in Anlehnung an Rom in vielen römischen Städten gab, bezeichneten die Römer als Kapitol. Die Fundamente dieses 32,5 Meter langen und 29,5 Meter breiten Tempels sind teilweise heute noch erhalten.

Diese römische Architektur spiegelt sich schon in dem 717 n.Chr.  von den Merowingern begonnenen Bau einer romanischen Kirche wieder. Der hier angetroffene Drei-Konchen-Chor ist eine bestimmte Grundrissform in der mittelalterlichen Kirchenarchitektur, die wie ein Kleeblatt und nicht wie ein Kreuz aussieht.

Dieser Kirchengrundriss mit dem Drei-Konchen-Chor wird häufig mit St. Maria im Kapitol in Köln in Verbindung gebracht.  In der heutigen Form basiert die nach dem 2.Weltkrieg wieder auf gebaute Kirche der 1040 begonnene und 1065 geweihte Kirche im Stil der niederrheinischen Architektur.

Die Kirche St.Maria im Kapitol, an der schon um 900 n.Chr. ein Benediktinerinnen  Kloster gegründet wurde, beinhaltet heute noch über wichtige Teile der alten Ausstattung, wie romanische Bildertür aus 1060,Fresken und bedeutende Glasmalereien.  Besonders zu erwähnen ist auch der aus 1520 stammende Lettner, eine steinerne doppelstöckige „Schranke“, die vor allem in Domen und Klöstern den Raum zwischen dem Klerus und den normalen gläubigen Laien trennt.

Wir sind dann um den Kreuzgang herumgegangen und haben durch die Rheingasse, dem Rhein zugewandt. In der Rheingasse wird nicht nur das Mühlen Kölsch gebraut, sondern der Brauerei gegenüber befindet sich das Patrizier Haus der 1451 ausgestorbenen Patrizierfamilie Overstolz. Overstolz ist vielen vielleicht noch als Zigarettenmarkte des Kölner Zigarettenherstellers „Haus Neuerburg“ bekannt, dass später von BAT- british american Tobaco übernommen wurden und bis 2014 die Marke Overstolz in Japan verkauften.

Vom Overstolzhaus hört man schon das Tuckern der Rheinschiffe. Es ist nicht mehr weit bis zur Rheinpromenade. Von dort hatten wir schon unser nächstes Ziel das alte Kölner Hauptzollamt am Kölner Rheinhafen, das fast unter der Severinsbrücke liegt, im Blick.

Das Viertel um die Kirche St.Severin , die dem Viertel den Namen gab, hätte auch Köln Stollwerk heißen können. Viele Jahrzehnte war die Schokoladenfabrik Stollwerk das bekannte Merkmal des Severin Viertels. 1839 gründete Franz Stollwerk in Köln ein Werk für die Herstellung von Hustenbonbons. 1860 produzierte Stollwerk dann Schokolade, Marzipan und Printen. Ein besonderer Clou von Stollwerk waren die extra für den Schokoladenverkauf entwickelten Verkaufsautomaten. Um 1900 war Stollwerk eine Weltmarke, die in allen europäischen Hauptstädten und in Chicago vertrieben und in New York darüber hinaus produziert wurde. Der 1. Und 2. Weltkrieg brachte dem Schokoladenhersteller Stollwerk AG Zerstörung und Enteignung der Werke im Ausland. Bis 1953 war die Familie mit Richard Stollwerk im Aufsichtsrat vertreten. Als die Firma durch veränderte Marktsituationen und einige Fehlinvestitionen in eine Schieflage geriet übernahm der Kölner Schokoladenfabrikant Hans Imhoff die Stollwerk AG und baute die Firma wieder zu mit den Marken Stollwerk, Sprengel und Sarotti einem der größten Schokoladenhersteller mit Produktionsstätten im In- und Ausland.

Als die Schokoladenproduktion 1975 vom Severinsviertel nach Köln Westhofen verlegt wurde, fiele Hans Imhoff der umfangreiche Fundus, bestehend aus alten Schriftstücken, Fotos, Maschinen etc. aus der langen Unternehmesgeschichte der Familie Stollwerk auf.

1993 eröffnete er das für 53 Millionen von ihm errichtetet Schokoladenmuseum mit dem Schokoladenbrunnen, in das das Hauptzollamt am Rheinhafen integriert wurde.

2002 verkaufte Imhoff den Schokoladen Konzern für 175 Mio. € an die Firmengruppe um Jacobs Kaffee. Seit 2011 gehört das Unternehmen zu einer Belgisch/Kanadischen Unternehmensgruppe, die auch seit 1920 Schokolade produziert. Die Marken heißen immer noch Sarotti, Alpia, Eszet und Schwarze Herren Schokolade.

Nach dem Besuch des Schokoladenmuseums ließen wir noch die neue Architektur des Kölner Rheinhafens mit seinen „Kranhäusern“, deren Silhouette das Bid des modernen Köln prägt.

 Mit einem orientalischen Essen ging der individuelle Spaziergang zu Ende. Wir haben zwei große bedeutende Kirchen Kölns, eine unterirdische „Kathedrale“, drei Familie, deren Leben Schokolade prägte, den Duft Kölns, und viele historische Rückblicke kennengelernt.

Fahrt nach Arnheim am 23.September 2017

 

8 Netzwerker/innen stiegen in den Zug nach Arnheim und fuhren der Sonne entgegen.

In Arnheim angekommen, machten wir uns sofort auf den Weg zum Touristikcentrum. Dachten wir!!!! Leider wussten wir nicht, dass sich das Büro direkt im Bahnhofsgebäude befand und somit suchten wir es natürlich außerhalb des Bahnhofs vergeblich. Schließlich fanden wir es doch und erhielten dort einen Stadtplan mit dem wir uns auf den Weg zu den historischen Kellern machten. Dort erlebten wir dann eine Überraschung. Es gab keinen Führer der uns durch den Keller führen konnte, sondern nur einen Schnellhefter in dem wir selber nachlesen mussten worum es sich bei diesem Keller handelte.

Damit sich nicht jeder/jede in die Lektüre vertiefen musste, haben wir Friedhelm zu unserem persönlichen Kellerführer auserkoren. Er las uns aus der Lektüre so gekonnt vor, dass wir einen professionellen Führer zu keiner Zeit vermissten.

 

Danach brauchten wir alle einen Kaffee oder Cappuccino und machten uns auf den Weg zum Korenmarkt. Das Wetter war so schön, dass wir draußen sitzen konnten.

Dort überlegten wir, wie wir unsere Rundreise fortführen wollen. Wir entschieden uns für die Eusebius-Kirche. Der Panoramaaufzug im Kirchturm der Kirche beförderte uns bis auf die höchste Plattform. Von dort hatten wir einen wunderschönen Rundblick auf die Stadt Arnheim. Es war ein tolles Erlebnis.

Die Kirche schauten wir uns natürlich auch noch an. Den Markt den wir vom Kirchturm erspähten, besuchten wir sofort im Anschluß. Zur Mittagszeit stellte sich automatisch das Hungergefühl ein und wir fanden auch schnell ein Lokal in dem man leckere Pfannekuchen essen konnte. Das taten wir dann auch ausgiebig.

 

Einen kleinen Bummel durch die Modestadt Arnheim war natürlich für uns Pflichtprogramm. Doch mussten wir feststellen, dass die aktuelle Mode auch ihren Preis hatte und so geriet keiner von uns in die Versuchung sich mit neuesten Modeartikel einzudecken.

 

Fazit des Tages: Es war ein schöner Tag bei strahlendem Sonnenschein.

 

Edeltraud Köhler

Bericht von der Fahrt nach Zons am 19.8.17 

 

Unser Tag fing schon fröhlich an. Auf dem Bahnsteig der S-Bahn trafen wir die Wandergruppe unseres Netzwerkes. Beide Gruppen freuten sich, dass man sich auf dem Bahnhof traf. Wir begrüßten uns alle mit einem fröhlichen 'Hallo' und wünschten uns gegenseitig einen schönen sonnigen Tag.

 

Bis Dormagen fuhren wir mit der Bahn und stiegen dann in den Bus nach Zons um.  Monika war skeptisch, ob ich die Organisation ohne unseren bewährten Tourenleiter Reinhold hinbekommen könnte. Doch, siehe da, es klappte auch ohne Reinhold reibungslos.

 

Da wir recht früh in Zons angekommen waren, tranken in einem netten Cafe, das Monika uns empfahl, einen Kaffee. Danach gingen wir zur Touristikinformation wo wir unseren Stadtführer Herrn Reimann trafen. Er zeigte uns erst einmal die mittelalterliche Zollfestung in Miniatur, wodurch wir uns schon vorher ein Bild von dem kleinen Städtchen machen konnten.

Herr Reimann führte uns durch Zons und sparte nicht mit geschichtlichen Hintergründen. Aus 6 Jahrhunderten lernten wir die historischen Sehenswürdigkeiten kennen. Er erklärte und zeigte uns die mittelalterlichen Mauern und Türme, die alten Häuser, die Gassen und die verborgenen Winkel an denen mal schnell vorbeigeht, ohne sie wahrzunehmen. Man merkte Herrn Reimann an, dass er mit seiner Stadt verwurzelt ist und sie heiß und innig liebte. Nach fast 1 3/4 Stunden sind wir dann wieder am Ausgangspunkt angekommen.

 

Eine kleine Herausforderung in Form von 100 Treppen, war die historische Windmühle die wir unbedingt noch besteigen wollten. Es hat sich gelohnt! Die Aussicht von dort oben war einfach toll und ich glaube, dass Ruth tolle Fotos gemacht hat.

 

Auf dem Weg zur Bushaltestelle fing es dann ordentlich an zu regnen, das machte uns aber nichts mehr aus, da wir ja schon alles Sehenswerte im Trockenen gesehen haben.

 

Edeltraud Köhler



Fahrt zum Schiffshebewerk Henrichenburg          am 23. Juli 2017

 

Wer kommt schon auf die Idee Schiffe zwischen zwei Wasserflächen, die nicht auf gleicher Höhe liegen, hoch oder herunter zu heben und warum überhaupt muss ein Schiff wie eine Zahnradbahn Höhenunterschiede überwinden?

 

Das sind Fragen, die sich nur Netzwerker am Wochenende stellen können.

Uns war natürlich klar, dass nicht alle Wasserläufe für Schiffe geeignet sind und nicht überall dort, wo man einen Fluss benötigt, auch ein Fluss vorhanden ist, wie in Duisburg. Dortmund zum Beispiel kann sich zwar mit dem Beinamen „Stadt des BVB“ schmücken, aber bei den Flüssen hat es wie wir Netzwerker feststellten noch nicht einmal zu „Dortmund an der Emscher“ oder „ Dortmund am Rüpingsbach“ gereicht.

 

Dieser Makel fiel den 100000 Dortmundern besonders um 1850 auf, als die Kohleförderung und die Stahlproduktion schon seit 1847 Dortmund zum Verkehrsknotenpunkt der  Cöln-Mindener-Eisenbahn, die wir im Eisennbahnmuseum in Bochum Dahlhausen kennen gelernt hatten, gemacht hatten.

 

In Dortmund war man etwas spät dran, hatten doch schon die Griechen im 1. Jahrhundert n.Chr.  mit dem Diolkos einen 8,5 km langen Schiffskarrenweg über den Isthmus von Korinth gebaut, auf dem Schiffe vom Korinthischen zum Saronischen Golf gezogen wurden.

 

Auch gab es im damaligen Ostpreußen schon findige Leute, die die 6-monatige Transportdauer des Holzes bis zum Frischen Haff, verkürzen wollten und von 1844 bis 1860 den Oberlandkanal mit seinen fünf Rollbergen bauten, auf denen die Schiffe zur Überwindung von insgesamt 99 Metern auf Schienenwagen über Land transportiert wurden.

 

Von dem Oberlandkanal hatten die Dortmunder in der Hochburg des Colin Mindener Eisenbahn um 1850 herum ohne Internet und globale Netzwerke wahrscheinlich noch nichts gehört. Wie auch die Ostpreußen nicht wussten, dass im Jahr 1839 auf dem schottischen Monklandkanal der Höhenunterschied von knapp 30 Meter mit einer doppelgleisigen Anlage mit zwei Trögen für die von Booten bis zu 21 Meter Länge und 4 Meter Breite überwunden wurde.

 

Um Dortmund ans Meer zu bringen beschloss man einen 225 Km langen Graben von Dortmund nach Emden bis zur Ems Mündung anzulegen. 1899 hatte der Graben Spundwände und war mit Wasser gefüllt und konnte auf den Namen „Dortmund Ems Kanal“ getauft werden. Jetzt musste nur noch ein Hafen her, damit die Güter der Kohle und Stahlindustrie ans Meer und das Eisenerz von Kiruna in Schwedennach Dortmund kam.  Da Dortmund 70 Meter über dem Meeresspiegel liegt entschloss man sich die größte Höhendifferenz von 14 Metern zwischen dem Dortmunder Hafen und dem Dortmund-Ems-Kanal in Henrichenburg mit einem neuartigen Schiffshebewerg zu überbrücken.

 

Wir wissen nicht, ob dies alles auch unsere engagierte und sehr sachkundige Führerin wusste. Sie stieg nämlich erst mit dem Bau des Schiffshebewerkes in Henrichenburg in unsere Fragestellung „Wer kommt schon auf die Idee Schiffe zwischen zwei Wasserflächen, die nicht auf gleicher Höhe liegen, hoch oder herunter zu heben“ ein. Aber Sie brachte uns mit der 1 ½ stündigen Führung der Beantwortung unserer Frage näher.

 

In nur 4 Jahren bauten ca. 4500 Arbeiter, die alle nicht aus Dortmund und der Umgebung kamen, ein Bassin, das nicht wie bei einer doppelseitigen Trog Bahn auf Schienen fährt, sondern bei dem mit der Wasserkraft das Anheben der Schiffe gelingt.

 

Das Heben des 3100 t schweren wassergefüllten Bassins gelang mit einer
vergleichsweise niedriger Antriebsleistung. Insgesamt fünf mit Luft gefüllte Hohlzylinder, die jeder für sich in 33 m tiefen, mit Wasser gefüllten Schächten unterhalb des Bassins installiert sind, sorgen mit ihrem Auftrieb, der dem Gewicht des Troges entspricht, für das Anheben des Bassins.

 

Ein Elektromotor mit etwa 110 kW, reichte aus zum den Reibungswiderstand zu überwinden, so dass sich das Bassin aufwärts oder abwärts in Bewegung zu setzen. Vier Zwanzig Meter lange Gewindespindeln aus Stahl, die innen ausgefräst sind, stabilisieren das Auf und Absenken.

 

11. August 1899 bekam das Schiffshebewerk hohen Besuch von Kaiser Wilhelm II. Zusammen mit dem Dortmund-Ems-Kanal wurde das Schiffshebewerk durch den Kaiser in Betrieb genommen.

 

Anders als wir schaute sich der Kaiser Wilhelm II., unter einem Pavillon sitzend, das Heben und Absenken von Schiffen mit 20000 anderen Schaulustigen vom Ufer des Kanals an. Wir konnten uns das Heben und Absenken der Schiffe allerdings leider nur noch auf Schaubildern ansehen, dafür waren wir aber hautnah an der ausgefeilten Technik. Nach 132 Stufen in einem der Ziertürme des Schiffshebewerkes standen wir 33 Meter über dem Bassin, also höher als der höchste Berg der Niederland. So einen einzigartigen Überblick über die gesamte Anlage hat Kaiser Wilhelm nie gehabt.

 

Es ist wirklich ein einzigartiger Blick, denn dieses Schiffshebewerk ist ein Unikat, Es gab für dieses Bauwerk und seine Technik keinen Vorläufer. Alle Schrauben, Spindeln, Stahlträger wurden individuell von Hand gefertigt. 60000 Pläne und Zeichnungen hätten anderen das nachbauen erleichtert.

 

So wie der Kaiser, der zur Eröffnung kam, ist auch die Technik vergänglich. Da man nicht vorhersehen konnte, dass das Schiffshebewerk über Jahre völlig störungsfrei arbeiten sollte, hat man von 1908 bis 1914 für 1.000 Tonnen-Schiffe die Schachtschluse neben dem Schiffshebewerk gebaut. Bei Betriebsstörungen am Hebewerk sollte sie den Schiffsverkehr nach Dortmund aufrechterhalten.

 

Nachdem die Schiffe größer wurden und mehr als 90 Meter lang waren, hat man 1962 dann ein neues Schiffshebewerk in Betrieb genommen. Das 1899 in Betrieb genommene Schiffshebewerk wurde nach 60 Jahren 1969 in den Vorruhestand geschickt.

 

 Als 1989 die Schubverbände auch 185 Meter lang wurden, wurde eine neue Großschleuse errichtet, die Schachtschleuse mit in Pension geschickt und ein paar Jahre später, 2005, das neue Hebewerk von 1962 wegen technischer Mängel nach nur 43 Jahren Arbeitsjahren arbeitslos gemeldet.

 

In den Zufahrtsbecken zum Schiffshebewerk liegen heute restaurierte Binnenschiffe, die in der Werft, die zum LWL-Industriemuseum gehört, in mehrjähriger Arbeit wiederhergestellt wurden. In einem der ersten selbstfahrenden Binnenschiffe der Franz – Christian aus dem Jahre 1902 wurde uns deutlich, dass man auch wohl ohne Radar und GPS im Führerhaus von Dortmund nach Emden fand und dass eine Bootsmann Kajüte mit 12 m² für Bootsmann, Ehefrau, Kind und Matrose ausreichen musste, aber heute eine Außenkabine für 2 Personen auf der AIDA mit 12 m² schon zu Urlaubsstress führen kann.

 

Die Netzwerker, die am Wochenende reisen, wissen nun, wer auf die Idee kommt Schiffe zwischen zwei Wasserflächen, die nicht auf gleicher Höhe liegen, hoch oder herunter zu heben.

 

Leider machte der Sommer gerade am Sonntag den 23.September ab 14.30 eine Pause, so dass die ein stündige Rundfahrt durch den Schleusenpark mit der MS Henrichenburg, die wir natürlich an Deck in der Sonne sitzend genießen wollten, ausgefallen ist.

Reisebericht Fahrt ins Freilichtmuseum Hagen am 10.6.2017

 

Wir haben bei unserem Besuch im Freilichtmuseum Hagen einen Blick zurück in frühere Arbeitswelten und auf viele manuelle Arbeitsprozesse geworfen, die in einer Zeit der Automation nicht mehr sichtbar sind und vielleicht auch als selbstverständlich angesehen werden.

 

Dabei sind wir stetig bergauf durch die schöne Wald- und Wiesenlandschaft mit vielen historischen Fachwerkgebäuden und Werkstätten gelaufen und sogar abseits des Weges in einer Erwachsenenschaukel von der Kindheit geträumt.

Obwohl auch die Augen immer wieder durch die einzelnen Werkstätten abgelenkt wurden, hatten wir das Ziel die Mäckinger Brau-Manufaktur am oberen Dorfplatz, Hopfen und Malz nicht verloren ist, fest im Blick .Davon konnten uns auch die Gartentage „Querbeet“ auf dem Platz vor dem Schmiedemuseum mit ihrem Angebot an Blumen, Stauden, Kräuter, Werkzeug, Accessoires, Trends für Haus und Hof zunächst nicht abbringen.

 

Allerdings konnte der Verfasser dieses Reiseberichtes schon hier  am Schmiedemuseum die Vorfreude auf den oberen Dorfplatz nicht ganz unterdrücken und hat schon einmal ein Keller Bier der Mäckinger Brau-Manufaktur vorgekostet.

 

Im 17. Und 18. Jahrhundert hätten wir uns allerdings in „Netzwerk 35“ umbenennen müssen,  weil zum Beispiel ein Beschlagschmied, der immer nur mit dem rechten Bein den 150 Kg  schweren von Wasserkraft angetriebenen Hammer über ein Pedal abbremsen musste, bei 12 Stunden Arbeit in der Schmiede pro Tag nur 40 Jahre alt wurde.

 

Über eine Fahrtkostenpauschale für den Weg zur Arbeit brauchten unsere Vorfahren, die „Netzwerker 35“, auch nicht nachdenken, denn Sie wohnten ja direkt „umme Ecke“ oder neben dem Schmiedehammer.

 

Aber damals wurde schon Qualität gefertigt. Während unsere automatisiert gefertigten Drahtstifte, die wir Nägel nennen, schon nach kurzer vor sich hin rosten, hält so ein handgeschmiedeter echter Nagel, spitz zu laufend mit vier Kanten und einem meist sechseckigem Kopf, 500 Jahre. Damit auch heute insbesondere in Skandinavien, aber auch in Deutschland wieder in Mode gekommene Holzhäuser 500 Jahre halten und nicht zusammenbrechen, werden sie mit echten geschmiedeten Nägeln zusammengehalten. Da unsere Vorfahren noch nicht auf Lager gefertigt haben und so keine echten Nägel mehr vorhanden waren, hat sich Deutschland mittlerweile bei dieser ehemaligen Mangelwahre zum Weltmarktführer aufgeschwungen.

 

Man kann sich vorstellen, dass das Aufnehmen und Speichern von so viel neuem Wissen anstrengt ,zumal der obere Dorfplatz mit dem Biergarten und der Braustube erst nach einem steilen Anstieg erreicht wird.

 

Umrahmt von Fachwerkhäusern und unter einer alten Kastanie und blauem Himmel schmeckte dann das Zwickelbier und die unterschiedlich belegten großen Scheiben vom frisch in der Landbäckerei des Museums gebackenen Hausbrot besonders gut. Auch der Käsekuchen und die Erdbeertorte waren nicht zu verachten.

 

Gut gestärkt waren der Krämerladen, die Metzgerei mit Ketten von selbstgemachten Mettwürsten, die Goldschmiede, die Ausstellung einer alten Autowerkstatt und natürlich die Herstellung von Zigarren unsere nächsten Ziele. Da der Aufdruck „Rauchen ist tödlich“ noch nicht groß genug auf der kleinen schön gestalteten Holzschachtel der aus indonesischem Tabak frisch gerollten Mäckinger Zigarren prangten, konnten wir keine Zigarren erwerben.

 

Und dann ging es direkt auf die Reeperbahn. Natürlich nicht die Reeperbahn auf St.Pauli ,an die man zuerst denkt. Nein, wir gingen an den Arbeitsplatz eines Reepschlägers, sonst hätten wir Margret dort auch nicht mitmachen lassen. Der Reepschläger spannte zuerst eine Anzahl einzelner Reepe über die Länge der Reeperbahn und verdrillte oder verflocht diese Reepe später zu Tauen.

In Westfalen stellte man aber keine Reepen sondern Seile her. Bevor aber Magret in der Seilerei mit dem Seildrehen so richtig loslegen konnte, brauchten wir , was auf einer Reeperbahn üblich ist, etwas Canabis. Nicht die weibliche Blüte der Hanfplanze sondern die Fasern der Nutzhanfplanze in gesponnener Form. Hanf hat die höchste Festigkeit bei den Naturfasern. Dank der groben und harten Fasern kann ein Hanfseil lange im Freien liegen ohne zu verrotten. Ist das Seil einmal nass und man macht einen Knoten in das Seil, kann man diesen nur schwer wieder Lösen.

 

Während wir, wie bei „wer wird Millionär“, drei Antworten auf die Fragen des Seilermeisters frei hatten, begann er vier mal vier aus Hanf gesponnene Garne, an das Seilgeschirr, eine mit einer Kurbel drehbare Scheibe mit 4 drehbaren Haken, den sogenannten Warbeln, zu hängen. Weil die Hanffäden nicht herunterfallen sollten, waren sie am Ende der Seilbahn an ein beweglicher Schlitten mit nur einem Haken aufgehängt.

 

Damit der Seiler nicht immer bis ans Ende der 50 m Seilbahn laufen und wir solange auf seine Rückkehr warten mussten, haben wir uns auf ein acht Meter Seil geeinigt.

 

Jetzt kam Margrets großer Auftritt. An der Scheibe mit den vier drehbaren Haken, durfte Sie den Schwengel drehen. Die rechtsrum gesponnen Hanfgarne wurden nun mit Drehrichtung links gegen die Spinnrichtung verdrillt. Würde man rechtsherum drehen würden die ebenfalls rechtsherum gesponnenen Garne reißen. Mit jeder Drehung kam der Schlitten mit dem einen Haken näher. Als für uns aus den 16 Fäden erkennbar vier kleine Seilchen geworden waren, nahm der Seiler ein rundes Holz mit vier tiefen Einschnitten, die sogenannte Seilerlehre, und hing sie zwischen die vier erkennbaren Seilchen, um sie mit kräftiger Unterstützung der weiterhin den Schwengel drehenden Margret zu einem Seil zu verdrillen.

 

Nachdem der Seiler das acht Meter lange Seil geteilt hatte, hatten wir, durch kluge Antworten auf die schwierigen Fragen zur Seilherstellung und Margret durch gleichmäßiges Drehen des Schwengels, zur Herstellung zweier Seile mit einer Zugkraft von 750 Kg beigetragen.

 

Jetzt war es aber auch Zeit für einen abschließenden Plausch auf der Museumsterrasse geworden. Schnell noch einen frischen Rosinenstuten eingekauft und einen Blick in die Papierherstellung geworfen. Schon sahen wir uns, nun bergab gehend fast, auf der Terrasse sitzen, wenn da nicht die Gartentage „Querbeet“ mit all den  Blumen, Stauden, Kräutern, Werkzeugen, Accessoires und sonstigen Dingen für Haus und Hof gewesen wären. So dauert es noch etwas, bis wir bei Eiskaffee und Radler unsere Eindrücke sortieren konnten

.

Wir hatten tolles Wetter und mit dem Samstag einen Tag gewählt, an dem sehr viele Werkstätten in Betrieb waren und wir sehr interessante Eindrücke in die Arbeitswelt des 18.Jahrhunderts gewonnen haben.

Fahrt zum Eisenbahnmuseum in Bochum Dahlhausen am 21.5.2017

 

Der Besuch des Eisenbahnmuseums war ein Aufbruch von der Moderne in das Zeitalter der Dampfrösser. Am Buchholzer S Bahnhof erwartete uns eine S- Bahn modernsten Typs. Im wahrsten Sinne des Wortes mussten wir uns den Genuss des klimatisierten modernen Eisenbahnfahrens erst einmal erwarten. „Pünktlichkeit ist zwar eine Zier, aber besser geht es ohne Dir“ ist ja seit Jahren der nicht veröffentlichte Werbeslogan der Deutschen Bahn. Nach 10 erwarteter Minuten kam sie dann  glatte 11 Minuten früher als die Verspätung angezeigt wurde. Auch das Umsteigen in Essen Steele Ost, scheinbar nach Essen Steele selber ein S Bahnknotenpunkt, gelang reibungslos, weil auch diese S Bahn, wegen eines Polizeieinsatzes gerade die für uns so wichtigen 10 Minuten Verspätung hatte.

In Bochum Dahlhausen erwartete es uns schon, unser „Schweineschnäutzchen“, so heißt der Wismarer Schienenbus aus dem Jahr 1936, das uns vom S- Bahnhof in 7 Minuten zum Bahnhof des Eisenbahnmuseums brachte. Wegen seiner langen Motorvorbauten ,unter denen sich  für jede Richtung ein eigener Motor verbirgt, erhielt diese Bauart den Spitznamen „Schweineschnäuzchen“.

 

Die 7 Minuten Fahrt mit dem Schweineschnäutzchen reichen allerdings aus, um in seine frühste Kindheit zurückkatapultiert zu werden. Der typische Geruch der Dampflokomotiven, die von den Duisburger Werksbahnen als Rangierloks eingesetzt wurden oder die Schnellzug Lokomotiven, die nach Anfang der 50-ziger Jahre durch den Hauptbahnhof donnerten, wehte uns um die Nase. Das Geräusch, der immer wieder auf den Gleisanlagen des Eisenbahnmuseums hin- und herfahrenden Dampflokomotive, sorgte mit dafür, dass wir mit unseren Erinnerungen sehr schnell in das Zeitalter der Dampflokomotiven ein getaucht sind .

Gerade in dieser Stimmung im Museum angekommen, wurden wir gleich über den Bahnhofslautsprecher zu einer kostenlosen Führung eingeladen.

Wir lernten wie Dampflokomotiven Wasser aufnehmen, wie die Kohle in den Tender kommt und die Schlacke wieder herausrutscht. Und wer von Euch Lesern des Reiseberichts weiß schon, dass 140 Kmh schnelle mit Dampf betriebene Schnellzuglokomotiven Räder von 2 Metern Durchmesser haben. In den zwei Stunden wurden uns viele interessante Details über den Betrieb von Lokomotiven erklärt.

 

Die Wagenhallen sowie die große Drehscheibe, mit der Lokomotiven gedreht wurden, um in die für sie vorgesehene Halle fahren zu können, gehörten alle zu einem Eisenbahnausbesserungswerk für die bei den Zechen im Ruhrtal eingesetzten Lokomotiven. Heute sind die instandgesetzten Anlagen Museum und gleichzeitig Ausgangspunkt für Fahrten mit Museumszügen.

Um das Leben von Lokomotivführer und Heizer im Führerstand einer Lok kennenzulernen, sind wir zunächst in den Führerstand einer großen Schnellzuglok geklettert, um im Ruhezustand die Funktion der messingfarbenen Hebel und Räder sowie die verschiedenen Druckanzeigen zu erfahren. Danach versuchten sich einige bei einer Mitfahrt auf einer Dampflokomotive für 10 Minuten als Lokomotivführer.

 

Wer sich von der Größe der Lokomotiven und Waggons , denen wir nun Auge in Auge gegenüberstanden, erschlagen fühlte, für den war die extra für unseren Besuch vorbereitete Ausstellung der Freunde der LGB ( Lehmann Gartenbahn) sehr interessant. Bei der Betrachtung der  Modellbahnen mit einer Größe von 1:22.5 konnten wir schon ein bisschen über die Umgestaltung  des eignen Garten träumen.

 

Als wir dann mit dem Schweinschnäutzchen wieder planmäßig nach Bochum Dahlhausen reisen wollten, hatte die Vergangenheit die Gegenwart des Bahnfahrens eingeholt. Wegen der unplanmäßig erwarteten Einfahrt des Ruhrtal Expresses, einem an Sonntagen aktiven Museumszuges, fiel unsere Fahrt einfach aus.

 

So verzögerte sich unsere Abreise so lange , dass wir nicht mehr wie geplant nach Hattingen gereist sind. Dafür konnten wir allerdings zum Umsatz des Gasthofes aus Hattingen beitragen, der an dem Sonntag die Gäste des Eisenbahnmuseums u.a. mit selbstgemachten Würstchen erfreute.

 

Nachdem das Schweineschnäutzchen wieder den Spaß am Fahren wiedergewonnen hatte und wir den Einstieg in die moderne Bahnwelt wieder gefunden hatten, ging es dieses Mal außer Plan ohne Verspätung zurück nach Duisburg.

Kneipen-Kiez-Tour durch Ruhrort am 28.4.2017

 

„Auf der Reeperbahn nachts um halb eins. Wer noch niemals in lauschiger Nacht
einen Reeperbahnbummel gemacht“ muss nicht wie Hans Albers Hamburg besuchen, dachten sich sieben Netzwerker, die gerne am Wochenende unterwegs sind. Sie stürzten sich an einem Freitag in Ruhrort, dem St.Pauli des Ruhrpotts an der Mündung der Ruhr ,in die sündige Meile der Vergangenheit. Zur Stärkung gab es zu Beginn der Tour durch den Kiez erst einmal ein
Begrüßungsgetränk und eine Frikadelle „Made in Ruhrort“.

Sie lernten durch DU Tours ein Ruhrort kennen, dass in dem es seit der Gründung des Hafens 1715  bis zur Einführung der Schleppschiffart um 1950 und der um 1980 folgenden Stahlkriese immer aufwärts ging. Seit 1756 befindet sich immer noch der Sitz und das Stammhaus der Firma Haniel, dem ältesten noch vorhandenen Gebäude in Ruhrort, in der Nähe der Schifferbörse.

Mit dem weiter fortschreitenden Ausbau des Hafen wurde Ruhrort nicht nur zu einem wichtigen Umschlagsplatz von Kohle, Metallwaren, Holz und vielen anderen Gütern, sondern auch der Arbeitsplatz von Hafenarbeitern, Matrosen und Kapitänen.

Um 1900, als in Ruhrort mehr Millionäre lebten als im damaligen Berlin, entstanden viele Kneipen auch rund um den Neumarkt, dem Herz von Ruhrort. Neben der Möglichkeit feudal einzukaufen und sich mit der neusten Mode auszustatten, wurde sich in Ruhrort amüsiert. Der Legale und illegale Handel blühte in den Kneipen. Sie waren die zweite Heimat für die Matrosen, die Ihre Post zu „Tante Olga“ oder „zum alten Faß“ schicken ließen.

„Postkutsche“, „Bierstube“, „Zum Anker“ „Zum Hübi“, „Zum Itze“ und „Zum Kaiserhafen“ sind nur einige Namen der über 100 Kneipen und Tanzlokalen, die von der harten Hafenarbeit oder der langen Zeit auf dem Schiff ablenkten.

Nur wenige haben bis heute überlebt und wurden auch von den Netzwerkern besucht. So wurde „ Zum Itze“ am Neumarkt  schon 1900 als Schänke eröffnet. Den heutigen Namen erhielt die Schänke 1980 von seinem damaligen Besitzer, der seinen Spitznamen auf die Kneipe übertrug. Seine Ehefrau, natürlich Frau „ Itze“ , steht heute mit über 75 Jahren immer noch für Ihre Freunde und Stammgäste hinter dem Tresen.

Ist das „ Zum Itze“ eine Schifferkneipe mit Kultcharakter, so wurde das heutige Cafe Kaldi durch den Kult um den Tatort Kommissar Schimanki berühmt. In der damals noch unter dem früheren Namen  "Zum Anker" bekannten Kneipe,  ertrank Schimmi seinen Frust in ein paar Bier.

Naja und wenn es dann mal richtig Sommer wird und die Sonne über der Kohleninsel untergeht, dann gibt es keinen schöneren Ort auf der Welt als einen Platz auf der Bank bei „Zum Hübi“

Früher gab sich zu den Hochzeiten des Ruhrorter Hafenlebens eher zweifelhafte gestalten hier die Klinke in die Hand. Unter den Schiffsleute ab es gerne auch mal eine Schlägerei. Wenn man heute zu „zum Hübi“ geht, erinnert noch die Schimanski Gasse durch die man geht an  die raue Zeit der 80ziger Jahre.

Reinhold Pollmann

 

Fahrt ins Neanderthal am 11.3.2017

 

Ab und zu ergeben sich im täglichen Leben Situationen, bei denen man sich fragt, wo komme ich als Mensch eigentlich her und wie habe ich über tausende von Jahren überhaupt diese Intelligenz erarbeiten können. Nun gut, nicht jeder kann es den Affen nachmachen und als Baumkletterer im Frühjahr die Bäume beschneiden und auch nicht jeder kann ein international bekannter Politiker werden. Aber jeder kann sich im  Neanderthal Museum auf die Suche nach seinem früheren Ich begeben. Dort wo der Homo Neanderthalensis, ein ausgestorbener Verwandter des heutigen Menschen aus dem Netzwerk 55 Plus, vor 50000 Jahren lebte, zeigt eines der modernsten Museen Europas die Anfänge der Menschheit in der afrikanischen Savanne bis zu den Menschen der Neuzeit.

Begeisterten sich am 11.Februar noch eine Schar von 7 prähistorisch geprägten Netzwerkern noch an der Suche ‚Wo komme ich her‘, so waren es nach der Verschiebung durch den Wintereinbruch an diesem Tag, jetzt einen Monat später am 11.3.2017 noch 3 Prähistoriker, die sich bei tollem Frühlingswetter auf den Weg ins Neanderthal machten.

Das Museum erfüllte die geweckten Erwartungen voll. Drei Buchholzer können jetzt ihren Weg aus der Savanne von Afrika bis zu ihrem jetzigen Leben in Buchholz nachvollziehen.

Wer intensiv in zwei Stunden Museumsrundgang lernt, verbraucht nicht nur Speicher im Gehirn, sondern auch Kalorien. Damit der Energiehaushalt wieder stimmte wurde auch das Museumskaffee besucht.

Danach schlenderte das Trio vom Museum über den Kunstweg zu dem im Tal der Düssel gelegenen großen Wildgehege für die Ur-Tiere wie Auerochsen, Wisente und Wildpferde       ( Tarpane). Am weidläufigen Gehege der Wisente fiel der Blick auf zweierlei Besonderheiten, die besonders weit weg stehenden und nur über einen ansteigenden Weg zu erreichenden Wisente und die besonders nah stehe sonnige Bank. Es war eine schwierige Entscheidung, aber sie fiel einstimmig für die Sonnenbank im Frühling aus.

So genoss dieses glückliche dreiblättrige Kleeblatt die sonnigen Momente in prähistorischer Umgebung und wurde von vielen an der Bank vorbeiziehenden anderen Prähistorikern der Neuzeit so freundlich gegrüßt, dass die Bank für sie zu einem besonderen Platz der Freundlichkeit wurde.

Die Kleingruppenerfahrung hat den Dreien so viel Spaß gemacht, dass sie erst am späten Nachmittag in Buchholz eintrafen.

 

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