geben und nehmen
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Berichte Wochenendreisen

Fahrt am Samstag den 24.August 2019 nach Steyl und Venlo

 

Es war Sommer und der August zeigte sich von seiner heißen Seite.

 

Da die Deutsche Bahn uns nicht ab Duisburg Buchholz nach Venlo transportieren wollte, wählten wir die klimatisierte Variante mit 2 PKW. Ungebunden vom Netz der Eisenbahn, nutzten wir die freie Streckenauswahl vollständig aus und erreichten auf den letzten Drücker um 11 Uhr den Maas Hopper, der uns von Steyl nach Venlo bringen sollte.

 

Die 8 Maas Kreuzfahrer glitten jetzt erholsam 30 Minuten Venlo entgegen, während unsere PKW auf kostenlosen Parkplätzen auf unsere Rückkehr wartetet.

 

Dann tauchten wir 2 Stunden in das warme und quirlige Venlo ein.

Der Markt verdiente einen kurzen Besuch im Schatten, die 2 Brüder ließen wir links liegen und in der Fußgängerzone gaben sich Straßenmusiker alle Mühe uns zu unterhalten. Dann war es aber wieder so weit. Wir brauchten eine gemütliche Trinkpause im Schatten.

 

Um 13:30 legten wir pünktlich mit unserem Maas Hopper wieder ab.

Schon um 13:35 konnten wir unter schattigen Bäumen auf der Terrasse des Jochums Hof mit Blick auf die Maas ein weiteres Kaltgetränk bestellen. Das Essen dort war allerdings sehr holländisch ausgeprägt und eher mäßig.

 

Direkt am Jochums Hof begann auch unser kultureller Rundgang durch das von Arnold Jansen gegründete Klosterdorf Steyl. Zunächst widmeten wir uns der Botanik im botanischen Garten des Jochums Hof., um dann einen Blick auf die mächtigen nach 1875 gebauten Klostergebäude zu werfen. Das Kloster der Steyler Missionare, von Arnold Janssens 1875 gegründet, sowie das Kloster der Steyler Missionsschwestern und das Kloster der Missionsschwestern der ewigen Anbetung stellen das Steyler Kllosterdorf dar. Die weiteren drei sicherlich sehenswerten Parkanlagen mussten wegen der Wärme auf uns Verzichten. Wir suchten eher die Kühle der Klosterkirche St. Michael. Für uns war nur die Unterkirche im Untergeschoß der zweigeschossigen Kirche, mit Unter- und Oberkirche, zugänglich. Die Oberkirche kann bei Anmeldung von 14 bis 17 Uhr von dem Haupthaus des Klosters besichtigt werden.

 

Mit Steyler Softeis bereiteten wir uns dann auf die klimatisierte Rückfahrt vor.

 

Reinhold Pollmann

Fahrt am 27.Juli nach Roermond, zum Bootfahren auf den Maas-Seen und in die „Weiße Stadt“ Thorn

 

Es war einmal eine Zeit in Duisburg, da war es nur 8 Grad warm und wir planten eine Sommeraktivität. Wir suchten eine Aktivität, z.B. auf dem Wasser, bei schönem Sommerwetter in einer uns unbekannten Gegend. Aber bitte nicht zu anstrengend.

Das Bootfahren in einer Schaluppe für 8 Personen mit Elektromotor zum Selberfahren auf den Maasplassen entsprach genau unserem Plan. Ungebunden ohne Kapitän vom Wasser die Landschaft anschauen und eine aufregende Wassersafari erleben.

 

Ach, ihr kennt Maasplassen nicht! Ja, es sollte ja auch eine bisher unbekannte Gegend sein.

 

Nach der großen Hollandsturmflut 1953 beschloss man, Sperrwerke an der holländischen Küste zu bauen. Für den Beton, den diese riesigen Bauwerke benötigten, brauchte man Kies und Sand. Beides fand man im belgischen und niederländischen Limburg, im Länderdreieck Deutschland/Niederlande/Belgien.

Zwischen Maaseik in Belgien und Roermond begann man 1960 aufgrund der vorhandenen Transportmöglichkeiten, auf der Maas (Kohleförderung und Stahlproduktion in Lüttich) die Kieslagerstätten abzubauen.

 

So entstanden entlang der Maas viele mit der Maas über breite Kanäle verbundene Seen, aus denen sich nach der Rekultivierung 3000 Hektar Hollands größtes Wassersportgebiet entwickelte. Da nun einmal Tümpel auf Niederländisch „Plas“ heißt, sind mehre Seen entlang der Maas die „Maasplassen“. Für uns sind viele Tümpel mit einer Wasserfläche von 3000 Hektar aber Seen, also die Maas-Seen.

 

Natürlich sind solche aufregenden Expeditionen immer auch vom Wetter abhängig.

Das Bilden von 2 Teams mit 7 und 5 Personen, von denen zwei zu Schiffsführern

ausgewählt wurden, die dann jeweils 2 Stunden mit maximal 8 KM/H die Maasplassen erkunden, war im Gegensatz zu der Wettererwartung eine leichte planerische Aufgabe. Wie schafft es die Wetterprognose für diesen Samstag nach 4 Tagen Hitze bis 39 Grad in der Nacht von Freitag auf Samstag die Temperatur auf 21 Grad abzukühlen, ohne dass eine Bootfahrt auf den Maasplassen durch Gewitter, Starkregen, etc. unmöglich wird?

 

Die Prognose wurde allerdings von der realen Wettersituation noch übertroffen:

22 Grad, bis 18 Uhr kein Regen bei allerdings bedecktem Himmel.

 

Da wir die Boote erst um 13 Uhr angemietet hatten, machten wir zunächst schon am frühen Morgen um 9:30 - die Geschäfte öffneten gerade - in Roermond Station. Ja, es gibt nicht nur ein Outlet-Center, sondern eine richtige Stadt Roermond mit 58000 Einwohnern, wo die Roer in die Maas mündet. Nicht nur uns gefiel der Marktplatz, auf dem jeden Samstag Markt abgehalten wird, sondern auch den Römenr gefiel die Lage an der Maas.

 

Als wir über den Markt schlenderten und die Christophorus Kathedrale (im 15 Jh. erbaut), dem Sitz des Limburgischen Bischofs, umrundeten, um dann am Roermonder Rathaus vorbei über die Einkaufsstraßen ( wegen des Outlet-Center  40 % Umsatzzuwachs in Geschäften) unseren ersten Kaffee des Tages an der Münsterkirche (1125)  einzunehmen, wussten wir nicht, dass Roermond schon lange vor dem Outlet-Center überall bekannt war. 1130 gehörte es zum Herzogtum Geldern.

1441 gehörte Roermond zur Hanse und war bis Skandinavien bekannt. 1543 fanden die Spanier nach dem Vertrag von Venlo Gefallen an Roermond. Von 1702 bis1716 hatte Europa kein Interesse an Roermond, so dass man einen eignen Staat gründete. Dann erinnerte sich Österreich 1716 an die Stadt an der Maas bis die Franzosen Roermond von 1794 bis 1814 die Stadt in „Rurmonde“ umbenannten.1814 kamen die Russen vorbei und jagten die Franzosen davon.

Danach fühlte sich Roermond mal bei den Niederländern, mal bei den Belgiern und den Deutschen wohl. Aber seit 1866 gehört Roermond zu den Niederlanden.

Wir machten uns nach dem Kaffee von Roermond aus auf den Weg nach Belgien. Ophoven mit dem Bootel, einem Hotel auf einem alten Binnenschiff, war unser Ziel für die Übernahme des Bootes. Die Rekultivierung an diesem Maas-See war abgeschlossen. Die Infrastruktur war angelegt, aber es fehlten noch die Nutzer. Eine landschaftlich eher karge Gegend.

Aber da lag ja noch diese unorthodoxe, aus zwei alten Binnenschiffen und vielen Stegen bestehende, schwimmende „Hotelanlage“ Botel Ophoven mit angeschlossenem Bootsverleih.

Pünktlich um 13 Uhr brach die erste Schaluppe mit 7 Besatzungsmitgliedern zu ihrer Erkundungsfahrt auf. Die in dem Navigationsgerät der Schaluppe vorgeschlagene Route war für die Schiffsführer auf der manchmal großen Wasserfläche eine willkommene Orientierung. Vom Vissenackerplas galt es die Ausfahrt zur Maas zu finden und an den Ufern der Maas bis zur Einfahrt in den Stevensweert entlangzu -gleiten. Jedes entgegenkommende Boot wurde mit Winken begrüßt, wie wir allerdings auch. Ein mächtiger schwarzer Stier wirbelte am linken Ufer Staub auf, am anderen Ufer standen große Kühe wie Wasserbüffel im Maaswasser und am Ufer des Stevenswert sorgte eine frei herumlaufende Herde von Konik Pferden, eine polnische Ponyrasse, in dem Naturschutzgebiet für eine natürliche Beweidung. Ab und zu ragen tote Bäume in den Himmel oder liegen an den Ufern des sehr vogelreichen Naturschutzgebietes entlang der Maas. Die toten Bäume sind allerdings vor 2000 Jahren „gestorben“ und mit der Auskiesung ans Tageslicht zurückgekehrt. Nach 2 Stunden folgte dann der Austausch der Mannschaft an Bord. Ablegen und Anlegen klappten hervorragend. Seenotrettungsübungen waren nicht notwendig. Die Maasplassen-Kreuzfahrt war gut gelungen.

Während die eine Gruppe die Maasplassen Kreuzfahrt genossen, beschäftigte sich die andere Gruppe in der nahegelegen „Weißen Stadt“ Thorn mit der Geschichte der der schon 975 n.Ch. gegründeten Benediktinerinnenabtei oder den Restaurants in den weißen Häusern von Thorn. Thorn war schon immer ein besonderer Ort an der Maas. Meistens bestimmten Frauen die Geschichte des Ortes. Die Benediktinerinnen wurden von unverheirateten Damen aus dem Hochadel abgelöst, die die Abtei in ein freiweltliches Damenstift, das Reichsstift Thorn, umwandelten. Damit die Damenröcke im späteren 17. Jahrhundert nicht schmutzig wurden, wurde der ganze Ort mit Maaskieselsteinen, wie teilweise heute noch, gepflastert.

Überragt wird Thorn von der 992 n.Chr. romanischen Abteikirche, die später der Gotik angepasst wurde und deren reiche barocke Innenausstattung gegen Gebühr zu besichtigen ist.

1794 besuchten die Franzosen nicht nur Roermond, sondern fanden es auch in dem nahegelegenen Thorn ganz schön. Mit den Franzosen endete auch die Herrschaft der Damen aus dem Damenstift über Thorn. Da die Franzosen wohl Geld brauchten, erhoben sie die immer mit Holland in Verbindung gebrachte Fenstersteuer, die in Abhängigkeit von der Größe der Fenster erhoben wurde. Die Thorner verwendeten zur Verkleinerung ihrer Fenster Abbruchsteine unterschiedlicher Größe. Weil das nicht so schön aussah, wurden die Außenwände der Häuser bis heute mit weißer Farbe überstrichen.

Da Maasplassen-Bootstour und Thron Erkundung im Wechsel stattfanden, bedurftes es noch eines Erfahrungsaustausches. Dieser fand dann, während der Regen einsetzte, bei einem Pfannekuchenessen unter einem großen Sonnenschirm in Thorn statt.

Reinhold Pollmann

Bilder Ruth Stoppelkamp,Birgit Lawrenz-Pollmann,Reinhold Pollmann

 

Fahrt nach Linz 15.06.2019

 

Pünktlich um 8:30 Uhr startete unsere Gruppe von der S-Bahn-Station DU-Buchholz zur Fahrt nach Linz.

 

Dort angekommen, laufen wir über den kurzen Fußweg am Rheinufer (schöner Ausblick) entlang,

durch das 1329 erbaute Rheintor und stehen direkt auf dem Burgplatz. Es öffnete sich ein freier Blick auf die Burg und Teile der bunten Fachwerkstadt. Hier legen wir erst einmal eine Kaffeepause ein.

 

Frisch gestärkt spazieren wir über die leicht ansteigende  Fußgängerzone, vorbei an einer großen Zahl ansprechender Geschäfte, zum Marktplatz mit dem „Französischen Markt“. Eingerahmt von der malerischen Fachwerkkulisse genießen die Damen an einem der Stände, bei einem Gläschen Sekt, die Ruhe und das Flair der Altstadt. In der Burg schauen wir uns die große Glasbläserei und die ständige Weihnachtsausstellung an. In die Folterkammer wollte jedoch keiner von uns.

 

Dann begann die für unsere Gruppe gebuchte Stadtführung und man erfuhr so einiges über die Stadt- Geschichte:

Linz, erstmals im Jahre 874 als „Linchesce“ urkundlich erwähnt, hat heute 6000 Einwohner und gehört zum Bundesland Rheinland-Pfalz und gilt als reizvolles Ferien- und Ausflugsziel. Den farbenfrohen Fachwerkhäusern, oft mit geschnitztem Gebälk reich verziert, verdankt Linz den Beinamen „Bunte Stadt am Rhein“. - „Mittelalter hautnah“ - auf dem Rückweg hörte man schon das Glockenspiel des ältesten, noch im Betrieb befindlichen Rathauses von Rheinland-Pfalz.

 

Zeit zum Mittagessen! Der Tisch im Restaurant „Alt Linz“ war schon eingedeckt und wir wurden erwartet. Das Essen schmeckte, der Service war gut und die Preise stimmten und die freundliche Bedienung knipste ein Foto von der gesamten Reisegruppe:

Endlich sind wir mal alle auf einem Bild!

 

Gemütlich schlenderten wir zur Promenade nahe der Autofähre. In der Sonne sitzend schauten wir auf den Rhein und lauschten der Blasmusik, eines festgemachten Fahrgastschiffes, welche gerade „Geh aus meinem Herz und suche Freud“ spielte. Dann startete das 33. Rheinschwimmen der DLRG.  Eine große Anzahl von Schwimmern sprang in der Mitte des Flusses von der Fähre direkt in den Rhein.

 

Zufrieden und voller neuer Eindrücke traten wir um 16:24 Uhr vom Bahnhof Linz die Heimreise an. Unterwegs konnten wir aus dem Zugfenster noch einigen Schwimmern, auf ihrem Weg nach Bad Honnef-Unkel, zusehen.

Um 18:30 erreichten wir pünktlich (unglaublich! ) den Heimatbahnhof DU-Buchholz.

Schade! Das Erlebnis für alle Sinne war nun beendet.

 

Auf meiner Heimfahrt hörte ich von Schiller „Ein schöner Tag“.

 

Wolfgang Brasch

Besuch der  WRD Studios in Köln am 13.4.2019

Am 13.4. machten sich 15 neugierige Netzwerker der “Reisegruppe am Wochenende“ auf nach Köln, um den WDR zu besichtigen. Trotz eines Bahnausfalls kamen alle pünktlich an. Das Programm begann mit einem kurzen Einführungsvideo, in dem sich der WDR mit all seinen Facetten vorstellte. Theresa war für 2 Stunden unsere sympathische und äußerst kompetente Führerin, die keine Frage unbeantwortet ließ.

Zunächst ging es über verwinkelte Gänge und diverse Treppenhäuser tief hinunter in den Bauch des WDR Gebäudes. Das 1. Fernsehstudio, das wir zu Gesicht bekamen, war das Studio vom Brennpunkt. Dort erfuhren wir, warum heute statt der Blue Box einen Green Screen gibt. Schuld war das Aufkommen der Jeansmode, die dazu geführt hätte, dass mit Hilfe der Blue Box Technik Jeans tragende Moderatoren ohne Unterleib auf der Leinwand erschienen wären.

Das nächste Livestudio war das von“ MoMo“,“Hier und Heute“ und der “Servicezeit“. Alle waren von der geringen Größe enttäuscht, bekommt man doch als Fernsehzuschauer den Eindruck von Großzügigkeit und Eleganz. Hier bedient sich die Technik einiger simpler Tricks, doch dazu später. Beeindruckend dagegen war der technische sowie personelle Aufwand, der betrieben wird, um eine perfekte Livesendung zu produzieren: unzählige Kameras und Lampen –   braucht es doch 3 Scheinwerfer, um eine Person auszuleuchten -, 60-80 Mitarbeiter, je nachdem, wie viele Gäste da sind. Beleuchter, Kabelträger, Maskenbildner, Zeitnehmer, Feuerwehrleute, die Regie mit allem, was dazu gehört, und und und.. Was uns auch nicht bewusst war, sind die doch eher unfreundlichen Arbeitszeiten der Moderatoren. So fangen die des Morgenmagazins ca. um 1 Uhr nachts mit der detaillierten inhaltlichen Vorbereitung an, dann 3 Stunden Sendung, anschließend eine Nachbesprechung und Evaluation und dann noch die Vorbereitung für die nächste Sendung. So kommen schnell 12 Stunden zusammen. Das ist auch einer der Gründe, warum sich ARD und ZDF wöchentlich mit dem Morgenmagazin abwechseln.

Direkt nebenan befindet sich das Studio der “Sportschau“, von dem auch “Hart aber Fair“ gesendet wird. Auch dieses Studio ist eher klein, aber die runden Ecken der Abschlusswände machen es dem Zuschauer schwer, die wahren Distanzen zu erkennen. Auf riesigen Bildschirmen hinter den beweglichen Sprecherpulten werden die entsprechenden Hintergründe eingespielt. Bewegt sich ein Moderator von A nach B, wird häufig nur der Oberkörper gefilmt, dass der Zuschauer zwar die Anzahl der Schritte, nicht aber ihre Länge erkennen kann und so den Eindruck räumlicher Großzügigkeit bekommt.

Nach einem weiteren kurzen Zwischenstopp ging es in das “Funkhaus am Wallrafplatz“. Das Innere   versprüht den Charme der 50iger und 60iger Jahre und steht deshalb auch seit einiger Zeit unter Denkmalschutz. Leider konnten wir das Hörspielstudio nicht besichtigen, das dort gerade eine Produktion stattfand.  So warfen wir nur einen Blick durch ein Fenster hinein. Immerhin erfuhren wir, dass der WDR jährlich über 100 Hörspiele produziert, dass es ein riesiges Archiv an Geräuschen gibt, trotzdem aber manchmal ein Geräuschemacher benötigt wird, um ganz spezielle Effekte zu kreieren, manche Schauspieler bei der Produktion auf Kostüme oder Requisiten zurückgreifen, um ihre Rolle authentischer sprechen zu können und dass viele Schauspieler den Reiz von Hörspielen darin sehen, dass sie sich auf ihr Stimmvarianz reduzieren müssen, eine besondere Herausforderung, die sogar manch guter Schauspieler nur schwerlich bewältigen kann.

Die Tour endete dann vor dem Paternoster, der leider nur noch von Mitarbeitern benutzt werden darf. Was staunte die Gruppe, als ein Mann, der gerade noch eingestiegen war, um nach oben zu fahren, wenige Augenblicke später auf dem Weg nach unten war, zwar nicht auf dem Kopf stand, dafür aber ein vollkommen anderes Äußeres hatte!!!   :) Dann doch lieber nicht Paternoster fahren, denn wer weiß, was dabei passieren könnte….

Das deftige Mittagessen gab es im Brauhaus Peters, anschließend konnte man sich gestärkt zum Flanieren und Shoppen in die bunte Innenstadt stürzen, bevor es dann wieder Richtung Heimat ging.

Birgit Lawrenz Pollmann

 

 

Besuch des Kultur- und Stadthistorischen Museums Duisburg am 09.03.2019

Wie verabredet trafen wir uns um 11:00 Uhr vor dem Museum um anschließend unsere Besichtigung zu starten.

Dieses Museum dient hauptsächlich zur Darstellung der bewegten Duisburger Stadtge-schichte, die in chronologischer Abfolge von der Steinzeit bis zur Gegenwart in Wort, Bild

und plastischer Form zu sehen ist. Dazu gehörten z.B. die Jacke von Horst Schimanski sowie durch Auslösung eines Buzzers zum Bild passende Geräusche aus der Vergangenheit.

 

Einer der Hauptpersonen der Duisburger Stadtgeschichte ist „Gerhard Mercator“, ein welt-bekannter Geograph,  Kartograf und Globenbauer. Mit seiner großen Weltkarte von 1569 erlangte er Weltruhm. Vor allem seine sogenannte „Mercator-Projektion“ war bis zur Einführung des GPS aus der See- und Luftfahrt nicht mehr wegzudenken. Kurz vor seinem Tod vollendete Gerhard Mercator schließlich seine wohl bedeutendste Kartensammlung (Atlas sive Cosmographicae Meditationes de Fabrica Mundi et Fabricati Figura). Diese erschien seit 1585 in einzelnen Bänden und zum ersten Mal wurde hier der Begriff „Atlas“ geprägt, den heutzutage nahezu jedes Kind kennt. Leider konnten wir seine Schatzkammer nicht besuchen,

da diese bis zum Herbst geschlossen ist.

 

Alternativ nutzen wir die in gleichem Hause befindliche Sammlung des Stiftungsehepaares „Ingeborg Köhler-Osbahr und Dr. Herbert Köhler“. Das Ergebnis Ihrer Sammelleidenschaft wird hier in Form einer umfangreichen Antiken-, Schmuck- und Münzensammlung als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

 

Nach Auffrischen unseres Heimatwissens schritten wir zur Auffrischung unseres Energievor-rates und besuchten im Kuhlenwall-Karree das von der Werkstatt für Menschen mit Behinderung integrativ geführte Restaurant „AV“ (Ars Vivendi) mit angeschlossener Laden-gallerie.

 

Danach traten wir unter dem Einfluss des Erlebten am späten Nachmittag die Heimreise

durch dichten Regen an.

 

Wolfgang Brasch

 

Fahrt zum Phänomina Erfahrungsfeld am              16.Februar 2019

Am Samstag machten sich 12 reiselustige Netzwerker bei herrlichsten Vorfrühlingswetter in 3 PKWs auf den Weg zur Phämonania in Essen. Das Erfahrungsfeld befindet sich in einer Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Zollverein. Hier dreht sich alles um das Erleben aller unserer Sinne
An rund 100 Versuchsstationen im Innen- und Außenbereich konnten wir spielerisch Phänomene des Klangs, des Lichts oder der Bewegung erzeugen und beobachten.
Anfassen und Experimentieren sind in der Dauerausstellung ausdrücklich erwünscht. So kam bei manchem Erwachsenen die kindliche Neugierde wieder zum Vorschein.

Wir erfuhren Interessantes über den Riesengong, sahen den Feuertornado in Aktion und schalteten auf dem hängenden Riesenstein unseren Orientierungssinn aus, probierten unsere Hand-Augenkooordination aus, testeten unserem Geruchs- wie Tastsinn und hatten viel Spaß. Auch im Außenbereich gibt es didaktisch hervorragend aufbereitete Sinnesstationen. Einige kletterten auf den Förderturm und genossen die tolle Aussicht bei strahlend blauem Himmel, während der Rest der Gruppe das Gesicht in die wärmende Sonne hielt.

Leider war das Restaurant „Die Kokerei“ überfüllt, dass wir keinen Platz für unseren Mittagsimbiss bekamen. So machten wir uns zu Fuß quer durch das Gelände der Zeche Zollverein auf den Weg zu einem Italiener. Trotz Handnavy drehten wir einige unfreiwillige Schleifen, bevor wir das Restaurant erreichten. Nach der verdienten Stärkung gingen wir gemütlich zurück zu den Autos und fuhren zufrieden nach Hause.

 

 

Besuch des Filmmuseums in Düsseldorf am 17.11.2018

 

Das Gute liegt so nah und man denkt nicht daran. Wer Düsseldorf und Altstadt hört, denkt nicht an das Filmmuseum. Für uns mussten es nicht die Bavaria Filmstudios in München oder die ehemaligen UFA Studios in Babelsberg sein, wir waren im Filmmuseum in Düsseldorf weltbekannten Schauspielern, Regisseuren und Filmen auf der Spur.

 

Leider konnten wir für unser Eintauchen in die Filmwelt an diesem Tag wegen anderer Verpflichtungen der Filmpädagogen keine Führungen buchen. So mussten wir uns die Einblicke in die Welt des Films in den vier Stockwerken des Museums mit seinem 500.000 Fotos, 25.000 Plakaten, vielen Presseheften und Zeitungsausschnitte, Kritiken, unzähligen Filmprogrammen sowie Drehbücher/Dialoglisten selbst verschaffen. Die Auswahl vieler Filmsequenzen über zahlreiche elektronische Medien schafften zudem sehr individuelle Einblicke in die Filmwelt.

 

Gerade in einer digitalisierten Welt die auf dem Smartphone alle möglichen Arten von Videos, Filmsequenzen und Spiele verbreitet, können sich nur noch wenige Menschen vorstellen wie Filme z.B. vor 50 Jahren analog produziert wurden. Wir waren vor 33 Jahren (1985) von „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende erstaunt darüber, wie Bastian Balthasar Bux viele Länder Phantásiens auf dem Rücken des Glücksdrachens Fuchur bereist und über die Steppenlandschaft „das grüne Meer“ fliegt. Aber wie hat man den Film ohne digitale Hilfsmittel gedreht? Im Filmmuseum sieht man, wie Puppen, reale Schauspieler und gemalte Landschaften noch analog in mehreren Bildern übereinandergelegt zu einem Film wurden.

 

Hochinteressant sind auch die Kulissen einiger Filme der dreißiger Jahre, die interaktiv wie die Miniarturwelt der Modelleisenbahn mit bestimmten Kameraeinstellungen große Ungetüme in einer unwirklichen Welt simulieren.

 

Wir haben im Filmmuseum viel bemerkenswertes Handwerk der Filmschaffenden gesehen. So haben die Filmstudios in Hollywood hunderte von uns unbekannten Kulissenmalern oder Grafikern für die Zeichentrickfilme beschäftigt.

 

Heute steht der Schauspieler oder Moderator nicht in der Kulisse, sondern auf einem grünen oder blauen Untergrund und bewegt sich frei ohne Anhaltspunkt im Raum. Er wird dann digital in die jeweilige digitale Kulisse hineinmontiert. So haben sich Ruth und ich auch in den Wald montiert. Möglich wurde dies im Digitalen Fernsehstudio des Filmmuseums.

 

Das Eintauchen in die Filmwelt ist anstrengend. Anstrengend, weil wir bei unserem Blick hinter die Kulissen uns immer gefragt haben: „Wie haben die das gemacht?“ Nach 2 Stunden wussten wir viel. Aber wir haben bestimmt 499436 Fotos nicht gesehen und waren dennoch so erschöpft, dass im Brauhaus zum Schiffchen in echter Düsseldorfer Altstadtkulisse uns mit Brauhauskost stärken mussten.

 

Zur Abrundung unseres Ausfluges nach Düsseldorf haben wir uns dann noch die im 18 Jahrhundert erbaute Kirche St. Maximilian, Max Kirche genannt, mit dem  aus dem Altenberger Dom stammenden bronzene Adlerpult aus dem Jahre 1449 angesehen.

 

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Fahrt nach Andernach am 13.10.2018

Und wieder einmal sind 9 Mitglieder der Reisegruppe „Städtereisen Wochenende“ gegen 9:30 Uhr an den  S-Bahn-Stationen DU-Buchholz bzw. DU-Großenbaum zur Fahrt nach Andernach am Start.

In D-Flughafen stiegen wir um 9:50 Uhr in den RE 5 um. Gegen 11:45 Uhr hielt der Zug in Andernach. Ein 15-minütiger Fußweg führte uns zum Erlebniszentrum um die von uns reservierten Tickets in Empfang zu nehmen. Nach einer 15-Minuten dauernden Schifffahrt und einem kurzen Fußweg von 250 m erreicht man die Ausbruchsstelle.

 

Der Geysir in Andernach ist mit etwa 50-60 Metern Auswurfhöhe der höchste Kaltwassergeysir der Erde (seit 09.11.2008 im Guinness-Buch der Rekorde). Er befindet sich auf dem Namedyer Werth (1985 unter Naturschutz gestellt), einer Halbinsel im Rhein. Er wurde 1903 erstmals erbohrt. Man wollte dort Kohlenstoffdioxyd (CO2) vulkanischen Ursprungs für Mineralwasser erschließen. Das Kohlenstoffdioxyd ging dabei mit dem Grundwasser eine Verbindung ein um dann als Kaltwassergeysir erstmals eruptiv zu werden. Dieses Mineralwasser nutzte man dann als „Namedyer Sprudel“ kommerziell. Im Jahre 1957 wurde wegen Beschädigung am Brunnen die Förderanlage außer Betrieb gesetzt und das Bohrloch 1967 endgültig verschlossen.

Jedoch bohrte man 2001 in der Nähe der alten Bohrstelle ein neues Loch durch das gasdurchlässige Gestein. Auch hier schoss das Wasser 40 m hoch und wurde anschließend mit einem Absperrriegel verschlossen. Seit dem 07.07.2006 springt der Geysir wieder regelmäßig im freien Zyklus (alle 2 Stunden). Nachts wird er zur Sicherheit mit einem Schieber verschlossen. Nach der Eröffnung des Geysir-Zentrums 2009 war nunmehr die Dreiteiligkeit der „Attraktion Geysir Andernach“ komplett.

Diese ganze Expedition nimmt ca. 3 Stunden in Anspruch.

Nach der Schiffsrückfahrt begaben wir uns im Ort direkt zu einem der vielen Restaurants um unser verspätetes Mittagessen einzunehmen. In der Zwischenzeit war es schon spät geworden, sodass die meisten Geschäfte bereits geschlossen hatten.

Dies sollten Shoppingfreunde bei einem nochmaligen Besuch Andernachs nachholen zumal auch ein 3,5 km langer Stadtrundgang an einer Fülle von historischen Gebäuden auf den Besucher wartet.

Gegen 17:30 Uhr stiegen wir in den RE5 um unsere Heimreise anzutreten. Durch Überfüllung des Zuges sind wir dann insgesamt verspätet gegen 19:45 Uhr in Duisburg angekommen.

 

In diesem nicht enden wollenden Sommer haben wir wieder einmal bei herrlichem Wetter eine erlebnisreiche Städtetour erlebt.

 

Wolfgang Brasch

 

Fahrt nach Gräfrath/Solingen am 15.09.2018

Nachdem sich durch urlaubsbedingte Absagen die Teilnehmerzahl auf 3 reduziert hatte, durften wir 2 Mitglieder der Rad- bzw. Fotogruppe sowie ein neues Mitglied in unseren Reihen begrüßen. Nun waren wir 6.

Gestartet wurde die Fahrt gegen 9:30 Uhr vom Norbert-Spitzer-Platz in DU-Buchholz mit 2 PKW. Durch einen längeren Stau auf der A 3 erreichten wir unser Ziel erst gegen 11:30 Uhr.

 

Die ehemals selbständige bergische Kleinstadt Gräfrath, heute zu Solingen gehörig, ist in vorindustrieller Zeit von Spätbarock und Biedermeier entstanden und ein einzigartiges, historisches und baugeschichtliches Denkmal. Rund 120 Baudenkmäler zählt der Ortskern, der als Ganzes unter Denkmalschutz steht. Ein weithin sichtbares Wahrzeichen Gräfraths ist die Klosterkirche St. Maria Himmelfahrt. Sie ist das älteste Gebäude im Ort, erbaut um 1195 als romanische Pfeilerbasilika des Gräfrather Stifts der Augustinerfrauen. Leider war uns der Zutritt nicht möglich, da sie verschlossen war.

 

Nach einem Rundgang rund um den romantischen Marktplatz besuchten wir ein gemütliches, rustikales, typisch bergisches Restaurant um eine bergische Mahlzeit zu uns zu nehmen. Gut gestärkt nahmen wir den Rundgang durch die Altstadt weiter auf, bis wir gegen 13:40 Uhr das Deutsche Klingenmuseum Solingen besuchten.

 

Das Museum im restaurierten Gebäude des Gräfrather Klosters präsentiert die Geschichte der Klingen und damit verbunden die Geschichte des Schneidens und der Esskultur. Dies ist die umfangreichste Bestecksammlung der Welt außerdem gibt es Blankwaffen (Samurai Schwerter, NS Degen und Messer etc.) und Schneidwaren aller Epochen und Kulturen. Die Exponate erzählen spannende Geschichten. Auch ist hier der Kirchenschatz der o.g. Klosterkirche zu bestaunen. Bei einem Eitrittspreis von € 4,50 wurde sehr viel geboten.

 

Wir waren alle von Gräfrath sehr beeindruckt, insbesondere weil niemand von uns jemals hier war. Nun machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz (gebührenfrei). Wir hatten uns dann geeinigt zur Müngstener Brücke zu fahren, die nur wenige Kilometer entfernt ist.

 

Die 465 m lange Müngstener Brücke ist die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Sie überspannt zwischen den Städten Remscheid und Solingen in 107 m Höhe das Tal der Wupper. Es wurden 5000 Tonnen Stahlprofile und 950.000 Nieten verbaut. Aufgrund von Lagerschäden und weiteren Statikproblemen entschloss sich DB-Netz am 19.11.2010, die Brücke zu sperren. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurde die Brücke ab 27.07.2015 wieder für den Zugverkehr freigegeben. Momentan wird sie komplett gesandstrahlt und mit einem 4-fachen Neuanstrich versehen.

 

Zum Schluss haben wir in einem Kaffeegarten unseren Flüssigkeitsverlust wieder aufgefüllt, Danach traten wir die nahezu störungsfreie Rückreise an und trafen gegen 18:30 am Startplatz ein.

 

All das Erlebte und das schöne Wetter hat uns einen unvergesslichen Tag bereitet.

Fahrt nach Soest am 18.08.2018

Mit dem „Schöner-Tag-Ticket-NRW“ (allein oder mit Freunden; letzteres traf für uns zu) haben 5 erlesene Netzwerker bei idealem Sommerwetter mit dem Zug sich auf den Weg zur Hansestadt Soest/Westfalen gemacht. Deren ansehn-liche Altstadt war nur wenige Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt.

Schon 1000 nach Christus hat es diese Stadt durch Ihre Lage am Hellweg und intensiven Handelsbeziehungen zu Reichtum gebracht. Davon konnten wir uns anhand der vielen aus Grünsandstein gebauten Gebäude ausgiebig über-zeugen.

Hier begann dann unsere eigene Entdeckungsreise. Nach ca. 800 m Fußweg erreichten wir die Tourist-Information.  Hier bestiegen wir die Solarbahn für eine einstündige Rundfahrt, nachdem wir beim Fahrer einen Seniorenpreis (den es eigentlich gar nicht gibt) für uns ausgehandelt haben. Der Vorteil dieser Linienfahrt ist, dass die Möglichkeit besteht an 6 Haltestellen die Rundfahrt zu unterbrechen. Die nutzten wir zu unserer Kaffeepause und zum Besuch des Wochenmarktes.

Während der wieder aufgenommen Rundfahrt entdeckten wir das „Brauhaus Zwiebel“, dass sich etwas abseits gelegen, zum ausgiebigen Mittagessen anbot. Wir mussten leider unseren Tisch mit anderen ungebetenen Gästen (Wespen) teilen.

Durch einen rundum gelungen Tag und diesem herrlichen Wetter und um die vielen optischen Reize dieser Stadt zu verarbeiten, haben wir auf den Besuch von Museen und Kirchen verzichtet.

Wir hatten sehr viel Spaß miteinander. Dabei verging die Zeit wie im Fluge, sodass wir bald wieder die Heimreise antreten mussten. (Wolfgang Brasch)

Fahrt nach Haltern am See am 21.7.2018

 

Am Samstag waren die Netzwerker mit dem Drang zur Wochenendreise in Haltern. Ihr Ziel war das LWL Römermuseum.

Vor etwa 2000 Jahren waren römische Truppen die Lippe aufwärts maschiert und hatten dabei   Militärlager in Dorsten, Haltern, Bergkamen, Lünen und Delbrück gegründet. Das, was sie nach ihrem Abzug viele Jahre später, als sie von den Germanen vertrieben wurden, zurückließen, nennt man heute Funde.

Diese Funde  aus fast 100 Jahre archäologischer Forschung zeigt heute das  LWL-Römermuseum in Haltern am See. 

Sowohl das Römermuseum als auch das Städtchen Haltern sind hübsch aber nicht so spektakuär. Insbesondere der Stadtrundgang mit seinen 21 Sehenswürdigkeiten hat uns ein klein wenig enttäuscht, da eine Reihe der Sehenswürdigkeiten nur noch in Form von Gedenktafeln erhalten waren. 

Fahrt nach Koblenz vom 16.6.2018

Wenn uns am Wochenende in kleiner Gruppe die Reiselust packt, dann ist schönstes Reisewetter. Das war in Osnabrück so, wie jetzt in Koblenz.

Mit dem Regionalexpress dauerte es ca 2 Stunden bis wir den kleinen Haltepunkt „Koblenz Stadtmitte“ direkt an der Lieferanteneinfahrt des Löhr Centers erreichten. Ein schmuckloser Bahnsteig, mal für die Besucher der Bundesgartenschau erbaut, war nur der praktische direkte Zugang zu Koblenz Altstadt.

In Koblenz, einer der ältesten Städte in Deutschland, erwartete uns neben dem schönen Wetter auch viele Plätze mit einer großen Auswahl an Gastronomie.

Ja, es war schließlich schon kurz vor 11 Uhr. Eine Zeit zu der der gemeine Wochendreisende trotz langer Zugfahrt und 15-minütigem Einmarsch in die Altstadt von Koblenz eine Kaffeepause braucht.

Irgendwann drängte aber die Zeit zum Aufbruch, weil wir anders als sonst üblich, die Stadtführung erst um 15 Uhr hatten. Also haben wir das Deutsche Eck mit seinem Kaiser, das kurfürstliche Schloss, eine kilometerlange Uferpromenade, die Liebfrauenkirche, die Basiliaka St.Kastor und den Schlängelbrunnen am Rathaus erst einmal links liegen gelassen, um mit der Seilbahn zu der auf der anderen Rheinseite über der Stadt thronende Festung Ehrenbreitstein zu schweben.

Die modernen Gondeln für 18 Personen brachten uns in eine Höhe von 118 Meter über dem Rhein.

In die Festung hinein kamen wir allerdings nur weil wir Rentner uns ein Kobi-Ticket für 13.50 €  geleistet hatten. Es erwartete uns die zwischen 1817 und 1827 gebaute zweit größte Festungsanlage mit gigantischen Mauern und einem fantastischsten Ausblick von der Festungsterrasse auf Koblenz und den Zusammenfluss von Rhein und Mosel.

Und das Wetter war weiter schön. Ja, auch schön warm. Also an der Zeit sich mit einem kleinen Imbiss im Biergarten der Festungsterrasse sich im Schatten eines Sonnenschirmes auf den Stadtrundgang vorzubereiten. Das gelang uns auch.

In den klimatisierten Gondeln schwebten wir von der Festung wieder gen Koblenzer Altstadt und begaben uns sofort auf die Suche nach der Touristen-Information, wo unsere Stadtführung um 15 Uhr begann. Wir stellten fest, dass Touristeninformationen nicht immer an historischen Plätzen oder in Bahnhofsnähe liegen müssen. Wir waren schon fast ausgetrocknet, als wir eins der modernsten Gebäude von Koblenz in futuristischen Design mit geklebter Glasfassade erreichten, die Stadtbibliothek mit integrierter Touristeninformation.

Aber dann ging die Stadtführung mit Herrn Müller schon los, den Weg wieder zurück bis in die sogenannte Koblenzer Altstadt. Denn wirklich alt kann dort nach der Zerstörung von 87 % der Innenstadt von Koblenz im 2.ten Weltkrieg nicht mehr viel gewesen sein.

Dennoch ie Koblenzer Altstadt bietet viele kleine Gassen, malerische Hinterhöfe und gemütliche Plätze. Jetzt sahen wir unter Herrn Müllers Führung, einem gebürtigem Trierer, der nach der Zeit bei der Bundeswehr in Koblenz nicht heimgekehrt ist, alles die Sehenswürdigkeiten die wir am Vormittag linksliegen gelassen haben ( siehe oben).

Es war Sommer. Koblenz bot alles an Wärme auf was verfügbar war. Herr Müller, eher selber übergewichtig und in schwarzer Stadtführerjacke gewandet, bevorzugte sonnige Standpunkte für seine Stadtgeschichtchen. Herr Müller liebte den Schwall seiner Worte. Uns wäre ein Schwall Wasser lieber gewesen. So klebe die Zunge am Gaumen. Beim Schreiben dieses Berichts merke ich jetzt noch wie meine Zunge am Gaumen klebt.

Ja natürlich haben wir unter diesen erschwerten Bedingungen auch etwas über die Stadt Koblenz gelernt. Kostprobe: In Koblenz gibt es vor dem Rathaus den Schängel Brunnen. Um den Namen Schängel deuten zu können, muss man wisse, das Koblenz von 1794 bis 1814 zu Frankreich gehörte. Schängel wurden die von Franzosen abstammenden Kinder deutscher Mütter genannt. Da die gängigsten Namen zu dieser Zeit Hans oder Johann war, die mit dem französischen Jean gleichzusetzen sind und die Koblenzer Jean französisch nicht aussprechen konnten auszusprechen, kam dann in der Koblenzer Mundart Schang heraus. Früher eher als Schimpfwort benutzt ist es heute eine Ehre ein Schängel genannt zu werden. Jeder in Koblenz geborene ist heute ein Schängel.

Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit und dem noch vorzunehmenden Flüssigkeitsausgleichs, haben wir die Frage, ob ein Koblenzer Schang, denn die Stadt Schang Hai gegründet hat, nicht gestellt.

Herr Müller hatte dann am Deutschen Eck, doch noch einen erlösenden Tipp für uns.“ Laufen Sie doch nicht durch die ganze Stadt bis zum Koblenzer Hauptbahnhof, Fahren Sie mit dem Bus Linie 1“

Wir haben den Tipp gehört und ihn sofort in die Tat umgesetzt. 7,60 € für uns 5 Reisende war ja gerade ein Spottpreis. Noch überraschter waren wir, als wir genauer nachlasen. Das Minigruppenticket für 5 Personen für den Innenstadtbereich für 7,60 € gilt für den ganzen Tag ab 9 Uhr. Mit diesem Wissen wäre der Tag vielleicht ganz anders verlaufen.

Wir hätten den schmucklosen Bahnsteig verpasst und uns hätte Koblenz mit seinem Hauptbahnhof ganz anders empfangen. Ob Kaffee am Münzplatz aber wo anders besser geschmeckt hätte? Andererseits die Winniger Weinstuben direkt an der Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein machten auch einen sehr guten Eindruck.

Es war wir es war, ein super Ausflug.

 

Fahrt nach Osnabrück am 12.5.2018

Wer sich Münster, die eine der Städte des westfälischen Friedens von 1648, mit dem der 30jährige Krieg beendet wurde, angesehen hat, muss sich auch Osnabrück, die andere Stadt des westfälischen Friedens anschauen. 6 Jahre lang hatten Kaiser Ferdinand der III. und König Ludwig der IVI.von Frankreich von Münster für die Katholischen Parteien und  Königin Christina von Schweden  für die protestantische Seite von Osnabrück aus den Friedensvertrag verhandelt. Er war bis 1806 Basis für die Verfassungsordnung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation die Friedensschlüsse bis zur Französischen Revolution.

Mit zehn reiselustigen Netzwerkern waren wir in zwei PKW um 8:30 nach Osnabrück gereist. In Osnabrück wurden wir dann freudig mit der Osnabrücker Maiwoche empfangen. 500000 Osnabrücker und Osnabrücker Freunde aus dem Umland feiern 4 Tage mit viel Musik, Getränken und Speisen aller Art den Mai.

Wir hatten vor der Stadtführung noch Zeit uns wie in Münster den inmitten der historischen Altstadt liegenden Samstag stattfindenden Markt anzuschauen. Wie in Münster genießen auf dem Markt vor dem Dom Osnabrücker auswärtige Stadtbesucher, Jung und Alt das abwechslungsreiche Markttreiben.

Die fast zwei stündige sehr kurzweilige Stadtführung startet dann um 12 Uhr im 500 Jahre alten, aber nach erheblichen Kriegsschäden wieder aufgebaute, Rathaus. Die Hintergründe des „Westfälischen Friedens“ von 1648 wurden im Friedenssaal erläutert Das Stadtmodell bot einen Überblick über die historische Stadt und die Stadtgeschichte. Der sich anschließende Altstadtrundgang führte uns mit interessanten Erläuterungen an Fachwerkhäusern vorbei. Der Rundgang endete dann in dem nach den Kriegsschäden, wie in Münster, wieder restaurierten romanischen Dom St. Peter.

Das Rathaus, die Marienkirche sowie die typischen Giebelhäuser und der Dom sind das wiederaufgebaute historische Zentrum von Osnabrück. In der Altstadt gibt es noch viele kleinere von Inhabern geführte Geschäfte und was für uns jetzt immer wichtiger wurde eine vielfältige Gastronomie.

Wir wollten bei dem sonnigen Wetter draußen sitzen, keine Beschallung durch das Osnabrücker Maifest haben und „schnuckelig“ mit 10 Personen an einem Tisch eine Kleinigkeit essen.

Am Heger Tor wurden wir dann auch fündig. Drei runde Tische zusammengestellt ergaben einen Tisch für 10. Es gab zu unserer Überraschung aber nur „Stullen“. Es machte sich zunächst einmal die Einstellung „Na Ja“ breit. Strammer Max, Mettstulle oder das Bergkäsebrot waren dann aber doch große Portionen, sehr lecker und passten gut zu Altbierbowle und Hasseröder Pils.

Um uns herum entwickelte sich ein reges Treiben. Ein Fernseher wurde im Außenbereich aufgehängt. Wir konnten das Fußballspiel der 3.Liga Unterhaching gegen Osnabrück verfolgen. Ab 15 Uhr wurden unsere Plätze mit guter Sicht auf den Fernseher immer begehrter. Wir hatten uns im Außenbereich einer Sportsbar niedergelassen, wo ab 15:30 die letzten Bundesligaspiele der Saison übertragen wurden. Ablösesummen für unsere Plätze wären leicht zu erzielen gewesen.

Nach unserer Stärkung war ein freies Schlendern durch die Osnabrücker Altstadt angesagt. Überraschenderweise fanden sich dann alle zur gleichen nicht verabredeten Zeit in der evangelisch-lutherischen Kirche St. Marien, die als Katholische Kirche erbaut wurde, ein.

 St. Marien wurde auf den Überresten einer schon 1177 erwähnten romanischen Kirche erbaut. In der Kirche sind einige bedeutende Ausstellungsstücke, wie die farbige Madonna aus den 16.Jahrhundert, Barockplastiken, der aus dem 16. Jahrhundert stammende Antwerpener Flügelaltar, das im 13. Jahrhundert erstellte Triumphkreuz zu besichtigen.

Mit einem Abschiedskaffeetrinken in dem 1909 von Ulrich Leysieffer eröffneten Konditoreigeschäft Leysieffer in der Krahn Straße, das heute in 19 Confiserien in Deutschland Pralinen und Kuchen aus eigener Herstellung vertreibt, haben wir vor der Heimreise um 17 Uhr, unseren Osnabrück Besuch ausklingen lasseneues Bild mit Text >>

Zoom Tiererlebniswelt in Gelsenkirchen am 25.3.2018

 

Ne Besuch im Zoo

„Ene Besuch im Zoo, oh, oh, oh, oh, Nä wat is dat schön, nä, wat es dat schön“ hat Horst Muys im Karneval gesungen und wir haben es in der Gelsenkirchener Tiererlebniswelt überprüft. Wir waren mit Meyers Weltreisen auf der Alaska Tour, haben mit ThomasCook Namibia bereist und sind mit AIDA Cruises in Asien gewesen. Für 21,50 € hatten wir ein „Special Offer“. Uns wurde alles an einem Tag geboten. Natürlich hatten wir uns schon letztes Jahr in Burgers Zoo in Arnheim vorgebildet und auch viele Dokumentationen im Fernsehen angeschaut. Aber so eine Expedition an einem Tag ist schon was besonders und auch gefährlich. Als wir ein Iglo besuchten, brach das Eis unter uns ab. Wir rutschten mit dem Eissockel ins Meer und trieben auf einer Eisscholle rasant umher. Wir begegneten Eisbären, Orcas, Eisbergen und Expeditionsschiffen bis wir in einem Fischerei Hafen wieder ans Ufer gespült wurden. Dagegen war die Fahrt mit der MS Nairobi Lady auf dem Gelsen Okawango umringt von Äffchen und Nashörnern eine Erholung. Den gefährlichen Flusspferden war es im Gelsen Okawango noch zu kalt. Sie lagen noch im warmen Wasser des kleinen Okavangos ihrer afrikanischen Fusspferdhütte. Auch hat uns die Wärme und Luftfeuchtigkeit in Asien nicht viel ausgemacht. Den Tieren so nah zu sein war schon sensationell. Nur so nah wie dem Elefanten beim Start unserer Expedition sind wir ihm nie wiedergekommen, weil wir diese Dickhäuter, weder in afrikanischer noch in indischer Ausprägung, auf unserer Reise durch drei tierreiche Regionen der Erde nicht vorkamen.

Besuch im Red Dot Museum am 17.2.2018

In der kalten und frostigen Jahreszeit reisen wir gerne zu „indoor“ Ziele. Die Suche ist meist schwierig, aber gelingt meist dennoch.  Dieses Mal haben wir, ohne große Vorkenntnisse, ein Juwel gefunden. Das „Red Dot Museum in der 1986 stillgelegten Zeche Zollverein.

Seit 1954 gibt es einen Designwettbewerb für Produkte. Die Gewinner dieses Wettbewerbs in den unterschiedlichsten Produktklassen, der jährlich in Singapur sattfindet, erhält die Auszeichnung "Red Dot Best of the Best“.  Der „Red Dot: Award“ wird überall auf der Welt als ein Qualitätssiegel anerkannt und geschätzt.

Das haben wir vor dem Besuch natürlich nicht gewusst. Was wir auch nicht wussten, ist, dass schon 1955 in der Villa Hügel die „Ständige Schau formschöner Industrieerzeugnisse“ entwickelt wurde, aus der sich nun die weltgrößte Ausstellung zeitgenössischen Designs entwickelt hat.

Mit so viel Nichtwissen waren wir umso beeindruckter von den über 2000 internationalen Designobjekten des täglichen Bedarfs im ehemaligen 1928 erbauten Kesselhaus der Zeche Zollverein.

Besonders beeindruckt waren wir auch von dem Gegensatz zwischen der alten Industrieanlage und dem modernen Design. Alte Industriekultur trifft auf moderne Produktkultur.

So sind nicht nur die 2000 Designobjekte, von der Zahnbürste über Rollstühle, Smartphones, Lampen, Küchenmaschinen, Koffern, Fahrrädern, Autos, Helikopter etc. sehenswert, sondern auch die Architektur des von Norman Foster 1995 erschaffenen Museums. Alte Rohrleitungen, Maschinen, Treppenaufgänge etc. verschmelzen mit Betonwänden und viel Glas in der Fassade.

Viele der Red Dot Designobjekte könnt Ihr Euch auf unseren Bildern ansehen und Euch selber die Designer Brille aufsetzen.

Nach so viel Bildung brauchten wir eine Stärkung. Da die Zeche Zollverein schon bis zu ihrer Stilllegung im Jahr 1986 ein großer Industriestandort war, liegen auch heute die Zeche mit der Kohlenwäsche, das Kesselhaus und die Kokerei nicht direkt neben einander. In dem weitläufig Arial hatten wir uns für die Gaststätte „Die Kokerei“ in der alten Kokerei entschieden und konnten daher ein Stück über die alten Gleisanlagen bis zu der riesigen Kokereianlage laufen. Passend zu der alten Industriekulisse konnten wir Henkelmann, Pannschüppe, Lore 3.0, Himmel & Erde und andere Ruhrgebietsspezialitäten aus der Speisekarte auswählen.

Der Rückweg führte uns dann durch die Industrieanlage zurück zur Straßenbahn und weiter mit der S Bahn nach Duisburg Buchholz.

 

 

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